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Preiskampf belastet 17.09.2018 17:50:37

Burkhalter spürt anhaltenden Preisdruck und erzielt weniger Umsatz - Aktie im Minus

Burkhalter spürt anhaltenden Preisdruck und erzielt weniger Umsatz - Aktie im Minus

Der Rückgang ist einerseits auf die fehlenden Erträge aus der Alpiq Burkhalter Technik nach der Fertigstellung der Installationsarbeiten im Gotthard-Basistunnel zurückzuführen, vor allem aber auf den in der Baubranche herrschenden Preiskampf. Die bisherigen Ziele für das Gesamtjahr bestätigt die Gesellschaft.

Die Baubranche habe zwar im ersten Semester 2018 weiter geboomt, die Angst vor tiefer Auslastung habe aber auf die Preise gedrückt, teilte die Gesellschaft am Montag mit. In diesem Umfeld verminderte sich der Umsatz um 3,4 Prozent auf 239,3 Millionen Franken. Der EBIT nahm gar um einen Drittel auf 12,3 Millionen ab und die entsprechende Marge auf 5,1 von 7,5 Prozent.

Unter dem Strich resultierte ein Konzernergebnis von 9,6 Millionen, was einem Rückgang um 35,4 Prozent entspricht. Daraus ergab sich ein Gewinn je Aktie von 1,60 Franken (VJ 2,47 Fr.).

Zweites Semester ertragsstärker

Gemäss der Gesellschaft fällt das zweite Halbjahr erfahrungsgemäss ertragsstärker aus als das erste. Deshalb geht sie weiter davon aus, dass die angestrebte EBIT-Marge von circa 6 Prozent erreicht werden kann. Durch den anhaltenden Preisdruck in der Branche und ohne Erträge aus der Alpiq Burkhalter Technik erwartet das Management aber nach wie vor, dass der Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr sinkt.

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen von Research Partners auf Gewinnebene erfüllt, diejenigen der Zürcher Kantonalbank jedoch nicht. Die ZKB hatte mit einem Umsatz von 247,6 Millionen, einem EBIT von 12,5 Millionen und einem Reingewinn von 10,0 Millionen gerechnet. Weniger optimistisch hatte sich Research Partners gezeigt. Deren prognostizierte Werte lagen für den Umsatz bei 244,6 Millionen, beim EBIT bei 11,8 Millionen und bei 9,4 Millionen für den Reingewinn.

Die Gesellschaft ist im ersten Halbjahr auch akquisitorisch Gewachsen. Per 2. Juli 2018 wurde die Fliri & Conrad Electro in Val Müstair gekauft. Das Unternehmen bietet vorwiegend klassische Elektrotechnik-Dienstleistungen an. Wachstum durch den gezielten Kauf anderer Elektrotechnik-Unternehmen bleibe auch in Zukunft Teil der Strategie der Burkhalter Gruppe, hiess es weiter. Da aber sehr gezielt und nur zu angemessenen Preisen akquiriert wird, ist es schwierig zu sagen, wann es zum nächsten Kaufabschluss kommen wird.

Burkhalter-Aktien nach Zahlenvorlage unter Druck

Die Burkhalter-Titel verlieren in einem ungünstigen Umfeld zum Handelsschluss 3,75 Prozent auf 82,10 Franken und fallen damit fast auf ihr dieses Jahr erreichte Mehrjahrestief von 81 Franken. Der Gesamtmarkt SPI gab zugleich 0,43 Prozent nach. Seit Jahresbeginn haben die Burkhalter-Papiere bereits einen Drittel an Wert eingebüsst.

Burkhalter hat in der ersten Jahreshälfte weniger umgesetzt. Die ZKB hatte dagegen mit einer gehaltenen Entwicklung gerechnet. Der Fokus auf Qualität statt Quantität koste Umsatzvolumen, kommentiert der zuständige Analyst. Der Gewinnrückgang hingegen fiel im Rahmen der Erwartungen aus.

In der Branche kursiere die Angst vor zu tiefer Auslastung, was auf die Preise drücke, schreibt die ZKB. Burkhalter setzte in diesem Umfeld vermehrt auf margenträchtige und teilweise sehr kurzfristige Aufträge. Die angestrebte EBIT-Marge von rund 6 Prozent für das Gesamtjahr beurteilt der Analyst als realistisch.

Bei seinen Schätzungen sieht er keinen wesentlichen Revisionsbedarf. Die Aktie habe sich im bisherigen Jahresverlauf bereits enttäuschend entwickelt. Dafür weise die Aktie eine interessante Dividendenrendite von 4,7 Prozent auf. Die ZKB behält das Rating "Marktgewichten" bei.

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone,keystone

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