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Geändert am: 28.09.2021 22:07:30

Wall Street geht weit im Minus in den Feierabend -- SMI gibt zum Handelsschluss kräftig nach -- DAX bricht letztendlich ein -- Märkte in Fernost schliessen uneinheitlich

Während es am heimischen Markt am Dienstag steil bergab ging, stand auch der DAX klar im Minus. An den US-Märkten wurden Minuszeichen beobachtet. Die asiatischen Indizes wiesen am Dienstag verschiedene Vorzeichen aus.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag deutlich leichter.

Der SMI startete etwas tiefer, fiel anschliessend aber weiter zurück. Letztendlich verliess er das Schweizer Börsenparkett 1,76 Prozent schwächer bei 11'485,58 Punkten.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI bewegten sich nach einem verlustreichen Start auf rotem Terrain. Sie gaben zum Handelsende um 2,08 Prozent auf 1'876,56 Zähler bzw. 1,75 Prozent auf 14'889,86 Einheiten nach.

Am Schweizer Aktienmarkt setzte sich der Abwärtstrend der letzten Wochen am Dienstag mit beschleunigtem Tempo fort. Seit seinem Hoch im August bei 12'573 Punkten steht für den SMI damit ein Minus von mehr als 1'000 Zählern zu Buche. Die letzten vier Handelswochen hat der Index denn auch allesamt mit Abgaben beendet. Entsprechend angeschlagen war auch das charttechnische Bild für den hiesigen Markt.

Als Auslöser für den aktuellen Abverkauf nannten Marktteilnehmer vor allem den jüngsten Zinsanstieg in den USA. Dort hatten die Renditen der 10-jährigen US-Bonds zuletzt die Marke von 1,5 Prozent geknackt und waren damit auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen. Das wirkte sich oft eher dämpfend auf Technologieaktien aus. Gleichzeitig zogen auch die Ölpreise weiter an. So kostete etwa die Sorte Brent erstmals seit drei Jahren mehr als 80 US-Dollar je Fass. Und auch andere Brennstoffe verbuchten Preisanstiege, was wiederum die Sorgen vor einer steigenden Inflation befeuerte. Darüber hinaus blieb die Lage um den chinesischen Bauträger Evergrande mit Risiken behaftet und die möglichen Auswirkungen waren schwer abschätzbar.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Dienstag deutlich schwächer.

Der DAX begann den Dienstagshandel etwas schwächer. Im weiteren Verlauf baute er seine Verluste deutlich aus und ging schliesslich 2,09 Prozent tiefer bei 15'248,56 Punkten in den Feierabend.

Ein Cocktail aus Inflationsangst, drohender geldpolitischer Straffungen und einer ausgeprägten Schwäche im Technologiesektor lastete erheblich auf den Kursen.

Obwohl die Währungshüter die steigende Inflation als vorübergehendes Phänomen betrachten, nimmt aus Sicht von Michael Hewson von CMC Markets doch ihre Besorgnis zu. So habe Fed-Chef Powell in einer vorab vorbereiteten Bemerkung für einen Auftritt vor dem Bankenausschuss des Senats mögliche Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen, sollte der Preisauftrieb nachhaltiger sein als gedacht. Auch der starke Renditeanstieg an den Anleihemärkten deutete laut Beobachtern darauf hin, dass der Markt sich auf eine Zinsanhebung einstellt.

WALL STREET

Am Dienstag war an den US-Börsen ein äusserst schwacher Handel zu beobachten.

Der US-Leitindex Dow Jones eröffnete etwas schwächer, grub sich immer tiefer ins Minus. Schliesslich stand ein Abschlag von 1,63 Prozent auf 34'299,99 Punkte an der Tafel. Der NASDAQ Composite bewegte sich zum Start schon deutlicher in der Verlustzone und baute seine Abschläge ebenfalls aus. Schliesslich beendete er die Sitzung 2,83 Prozent niedriger bei 14'546,68 Einheiten.

Weiter steigende Anleiherenditen belasteten. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen lag bei 1,53 Prozent und legte damit bereits den sechsten Handelstag in Folge zu. Am Vortag waren es 1,48 Prozent. Es war der höchste Stand seit rund drei Monaten. Auslöser ist die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik, nicht nur durch die US-Notenbank.

"Die Menschen erkennen oder erinnern sich zumindest daran, dass die Notenbanken die Zinsen anheben müssen", sagte Altaf Kassam, Leiter Anlagestrategie von State Street Global Advisors in Europa. "Der Patient hat sich daran gewöhnt, all diese Medikamente zu bekommen, aber bald werden sie reduziert werden müssen." Die weiter steigenden Energiepreise belasteten zusätzlich und verstärken die Besorgnis über einen wachsenden Inflationsdruck.

Für Belastung sorgte auch, dass sich weiterhin keine Einigung auf einen Haushalt in den USA abzeichnet. Der US-Senat stimmte am Montagabend gegen einen Entwurf der Demokraten für einen Übergangshaushalt und die damit verbundene Aussetzung der Schuldenobergrenze. Ohne eine Erhöhung oder Aussetzung der Obergrenze droht im Oktober die Zahlungsunfähigkeit, warnte das Finanzministerium. Nach Worten von US-Finanzministerin Janet Yellen könnte das zu einer "historischen Finanzkrise" und einer "wirtschaftlichen Katastrophe" führen. In der Nacht zum Freitag endet das Haushaltsjahr, bis dahin muss eine Einigung erzielt werden.

ASIEN

Auch am Dienstag ging es an den Börsen in Asien in verschiedene Richtungen.

Der japanische Leitindex Nikkei gab 0,19 Prozent auf 30'183,96 Punkte ab.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite 0,54 Prozent auf 3'602,22 Stellen, während der Hang Seng um 1,20 Prozent auf 24'500,39 Einheiten stieg.

An den Börsen in Asien war am Dienstag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die Energiekrise in China und der drohende Zahlungsausfall des chinesischen Immobilienriesen Evergrande lasteten vielerorts auf der Stimmung. Dazu warnte die Weltbank vor einem langsameren Wirtschaftswachstum in der Region.

Die japanischen Anleger hielten sich auch wegen der am Mittwoch anstehenden parteiinternen Abstimmung über die Nachfolge von Ministerpräsident Yoshihide Suga an der Spitze der Regierungspartei LDP (und damit auch als Regierungschef) zurück. Berichte über die bevorstehende Aufhebung von pandemiebedingten Einschränkungen führten zu Gewinnmitnahmen im E-Commerce-Sektor, wie Händler sagten.

Der Aktienmarkt in Shanghai erholte sich derweil etwas von den Verlusten des Vortags. Dass sich das Wachstum der Industriegewinne im August zum Vormonat deutlich verlangsamt hat, belastete nicht. Im Hintergrund schwelte jedoch weiterhin die Sorge, dass die Stromrationierung und die damit verbundene zeitweise Stilllegung von Produktionsbetrieben die schon bestehenden Lieferkettenprobleme etwa in der Elektronikbranche verstärken könnten. Betroffen sind unter anderem auch Zulieferer von Apple. Analysten rechnen wegen der Energiekrise mit einem schwächeren Wachstum der chinesischen Wirtschaft. Unter anderem hat Nomura die Prognosen für das chinesische BIP im dritten und vierten Quartal gesenkt.

In Hongkong ging es mit dem Hang-Seng-Index ebenfalls aufwärts. Die in den vergangenen Wochen hart abgestrafte Evergrande-Aktie legte nach dem Kursgewinn von gut 8 Prozent am Montag nun um weitere rund 6 Prozent zu. Anleger hoffen, dass ein Zusammenbruch des hoch verschuldeten Konzerns noch abgewendet werden kann. Die chinesische Zentralbank (PBoC) habe am Montag auf ihrer Homepage versichert, dass die Rechte von Immobilienkäufern gewährleistet würden, berichtet Reuters. Allerdings habe die PBoC Evergrande in ihrer Stellungnahme nicht erwähnt.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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