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Geändert am: 24.06.2020 22:17:18

Dow knickt schlussendlich ein -- SMI und DAX schliessen mit kräftigen Abschlägen -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

SCHWEIZ

Nach deutlichen Vortagesgewinnen gab der Schweizer Aktienmarkt zur Wochenmitte wieder nach.

Der Leitindex SMI eröffnete niedriger und stand auch anschliessend im Minus. Schliesslich schloss er mit Verlusten von 2,02 Prozent auf 10'039,54 Einheiten.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI präsentierten sich in Rot. Während der SLI mit einem Minus von 2,13 Prozent bei 1'493,54 Punkten in den Feierabend ging, beendete der SPI den Mittwochshandel mit einem Abschlag von 1,8 Prozent bei 12'435,01 Einheiten.

Den jüngsten Kursanstieg sahen viele Anleger kurz vor Beginn der Sommerpause eher kritisch. Es hielten sich positivere Konjunkturdaten und negative Entwicklungen bei den Infektionen die Waage, erklärten Beobachter. Die Markteilnehmer seien also weiterhin zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft und der Sorge vor einer zweiten Infektionswelle hin- und hergerissen gewesen.

Am Vortag hatten überraschend stark ausgefallene Konjunkturdaten aus Europa die Kaufstimmung angeheizt. Am Mittwoch lösten an sich positive ifo-Daten aus Deutschland keinen ähnlichen Effekt aus. Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni etwas besser als erwartet entwickelt. Der Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die nächsten sechs Monate.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt wies am Mittwoch klare Verluste aus.

Der DAX startete tiefer und lag auch im weiteren Handelsverlauf deutlich in der Verlustzone. In den Feierabend ging er schlussendlich mit einem Minus von 3,43 Prozent bei 12.093,94 Punkten.

Sorgen vor einer neuen Corona-Infektionswelle griffen am Mittwoch wieder um sich. Trotz überraschend guter Stimmungsdaten deutscher Unternehmen im Juni ging der DAX auf Talfahrt und büsste seine Vortagesgewinne wieder ein.

Eindringlich warnten Gesundheitsexperten vor einer zweiten Viruswelle in Grossbritannien. Es bestehe ein "echtes Risiko", schrieben sie in einem vom "British Medical Journal" veröffentlichten Brief. Sie kritisierten die umfangreichen Lockerungen der Pandemie-Massnahmen in England, die Premier Boris Johnson am Tag zuvor bekanntgegeben hatte. Zudem sprach Österreich nach dem massiven Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh eine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen aus.

"Die Lage bleibt angespannt. Nachrichten rund um Corona überlagern die positiven ifo-Daten", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Wie das ifo-Institut am späteren Vormittag bekannt gegeben hatte, hellte sich die Stimmung deutscher Unternehmen seit dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise im Juni kräftig auf. Analysten hatten damit zwar gerechnet, waren aber mit Blick auf die vorgelegten Daten nicht ganz so optimistisch gewesen.

Unter den Einzelwerten stand aus dem DAX angesichts des Bilanzskandals unverändert der Zahlungsabwickler Wirecard im Fokus.

WALL STREET

Die Wall Street notierte zur Wochenmitte mit negativem Vorzeichen im Handel.

Der US-Leitindex Dow Jones startete tiefer und tendierte im weiteren Verlauf auf rotem Terrain. Schlussendlich wies er Verluste von 2,72 Prozent bei 25'445,94 Einheiten aus. Der NASDAQ Composite gab ebenfalls nach, bis er zur Schlussglocke einen Abschlag von 2,19 Prozent auf 9'909,17 Einheiten verbuchte.

An der Wall Street blieb alles, wie es ist: Wurde am Vortag dank positiver Wirtschaftsdaten Konjunkturerholung gespielt, überwogen am Mittwoch schon wieder die Sorgen über eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus. Der Markt blieb gefangen in diesem Muster.

Da der Markt in den vergangenen acht Sitzungen sechsmal im Plus geschlossen hat, sprachen einige Teilnehmer von Gewinnmitnahmen. Als Anlass dienten Neuinfektionen in den Bundesstaaten Arizona, Texas und Kalifornien auf Rekordniveau im Tagesvergleich. Die Gouverneure aus Texas und Florida wollen nun die Richtlinien zum Schutz der Bevölkerung verschärfen. Auch in Kalifornien drohen Verschärfungen der Regeln und neue Stillstände. Laut Berichten ist der siebentägige Durchschnitt bei Neuinfektionen in den USA um über 30 Prozent gestiegen. "Wenn dies noch schlimmer und endemischer wird, werden in einigen Staaten wieder Abriegelungsmassnahmen ergriffen werden. Die USA weisen so ziemlich die schlimmste Todesrate aller grossen entwickelten Volkswirtschaften auf", warnte Investmentstratege Charles Hepworth von GAM Holding.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Ostasien fanden zur Wochenmitte keine gemeinsame Richtung.

In Tokio schloss sich der Nikkei mit einem kleinen Minus von 0,07 Prozent bei 22'534,32 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,30 Prozent auf 2'979,55 Zähler zu. In Hongkong fiel der Hang Seng jedoch um 0,50 Prozent auf 24'781,58 Punkte.

Die Markteilnehmer sind weiterhin zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft und der Sorge vor einer zweiten Infektionswelle hin und hergerissen. Am Dienstag hatten deutlich verbesserte Konjunkturdaten aus Europa und den USA den Hoffnungen der Anleger neue Nahrung gegeben. Das Wiederhochfahren der Wirtschaft in den USA hat dort für eine rasche Wirtschaftserholung gesorgt. Gleichzeitig hat jedoch auch die Zahl der Neuinfektionen in einigen Bundestaaten der USA wieder deutlich zugenommen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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