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Geändert am: 23.10.2019 22:03:50

Dow macht fester Feierabend -- SMI beendet den Handel über 10'000 Punkten -- DAX letztlich fester -- Asiatische Indizes schliessen uneinheitlich

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt befand sich am Mittwoch auf Richtungssuche.

Der Leitindex SMI geriet am Mittwoch zunächst unter Druck, tendierte im Verlauf aber die meiste Zeit wenig verändert um die Marke von 10'000 Punkten. Er beendete den Handel mit einem marginalen Plus von 0,06 Prozent bei 10'023,52 Punkten.

Die Nebenwertindizes SLI und SPI starteten ebenfalls auf rotem Terrain und bewegten sich anschliessend in einer engen Range um ihren jeweiligen Vortagesschluss. Während der SLI letztlich 0,09 Prozent höher stand bei 1'537,77 Zählern, stand beim SPI letztlich ein kleiner Abschlag von 0,01 Prozent bei 12'103,51 Indexeinheiten an der Tafel.

Am Schweizer Aktienmarkt wagten sich Investoren zur Wochenmitte erneut nicht allzu weit aus der Deckung. Entsprechend bewegte sich der Leitindex SMI in einer engen Spanne zwischen leichten Gewinnen und Verlusten, wobei er sich aber überwiegen über der 10'000-Punkte-Marke hielt. Das Hauptgesprächsthema war erneut der Brexit.

Premierminister Boris Johnson war am Dienstagabend mit seinem straffen Zeitplan für den Brexit gescheitert. Beobachter gehen nun von einer Verschiebung des EU-Austritts aus. Während einige Marktteilnehmer von möglichen Neuwahlen ausgehen, hiess es von anderen, das weitere Geschehen sei zu diesem Zeitpunkt unklar und damit die Verunsicherung am Markt gross.

Unternehmensseitig standen neben anderen Konzernenbilanzen ABB mit dem Zahlenwerk zum dritten Quartal im Fokus. Der Industriekonzern hat im dritten Quartal 2019 zwar an Tempo eingebüsst, Analysten zeigten sich dennoch mit der "soliden" Entwicklung zufrieden.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex wies am Mittwoch letztlich grüne Vorzeichen aus.

Der DAX eröffnete in der Verlustzone und bewegte sich lange Zeit seitwärts. Zum Handelsschluss konnte er dann aber doch noch Boden zulegen und stand letztlich 0,34 Prozent höher bei 12'798,19 Zählern.

Die Vollbremsung beim Brexit und drohende Neuwahlen in Grossbritannien haben den DAX am Mittwoch nur mässig beeindruckt. Der deutsche Leitindex schaffte es nach einem verhaltenen Auftakt auf ein neues Hoch seit Juli vergangenen Jahres, wo ihm allerdings schnell die Kraft ausging.

Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader sah in der aktuellen Marktentwicklung einen kleinen Rücksetzer nach dem starken Wochenauftakt. "Solange sich der DAX über der Marke von 12'500 Punkten halten kann, bleibt der kurzfristige Ausblick aus charttechnischer Sicht positiv", betonte der Experte. Zudem erscheine "ein ungeregelter Austritt (Grossbritanniens aus der EU) mit all seinen negativen wirtschaftlichen Konsequenzen" nun etwas weniger wahrscheinlich.

Nachdem das britische Parlament den straffen Zeitplan von Premierminister Boris Johnson für die Brexit-Beratungen abgelehnt hatte, legte dieser das gesamte Gesetzgebungsverfahren zum Austritt aus der Europäische Union (EU) auf Eis. Nun erwägen die übrigen EU-Staaten eine Fristverlängerung. EU-Ratschef Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident David Sassoli plädierten für einen Aufschub bis Ende Januar 2020. Bundesaussenminister Heiko Maas verlangte allerdings vorher eine klare Ansage aus London. Frankreich zeigte sich zunächst nur offen für eine kurze Verschiebung.

WALL STREET

Die Wall Street zeigt sich am Mittwoch mit leicht freundlicher Tendenz.

Der Dow Jones eröffnete etwas höher und pendelte im Handelsverlauf immer wieder um die Nulllinie. Schlussendlich notierte er 0,17 Prozent fester bei 26'833,17 Zählern. Auch der NASDAQ Composite startete etwas leichter und bewegte sich ebenfallszwischen Plus und Minus. Bis zum Handelsende ging es letztlich 0,19 Prozent auf 8'119,79 Einheiten hoch.

Teils starke Kursausschläge der Aktien von Schwergewichten haben am Mittwoch das Bild im New Yorker Aktienhandel geprägt. Die grossen Börsenindizes bewegten sich dagegen im frühen Handel kaum von der Stelle. Der Dow Jones Industrial wurde vor allem von einer nach Veröffentlichung von Quartalszahlen kräftig steigenden Boeing-Aktie gestützt.

Am Dienstag hatte der Dow wegen der Unsicherheit über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union leicht im Minus geschlossen. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober aber hat der US-Leitindex wegen gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit schon um rund 4 Prozent zugelegt.

Auf Unternehmensseite standen unter anderem auch Zahlen von Caterpillar, Boeing und Snap im Fokus der Anleger.

ASIEN

Asiens Börsen kamen am Mittwoch auf keinen gemeinsamen Nenner.

In Japan präsentierte sich der Nikkei schlussendlich 0,34 Prozent höher bei 22'625,93 Punkten.

Der Shanghai Composite wies währenddessen ein Minus von 0,43 Prozent bei 2'941,62 Zählern aus. Parallel fiel der Hang Seng in Hongkong 0,82 Prozent auf 26'566,73 Einheiten.

Die Aktienmärkte in Asien schlossen sich am Mittwoch den leichteren US-Vorgaben an. Hintergrund waren Teilnehmern zufolge die Unsicherheiten in Sachen Brexit und das Warten auf Fortschritte in den US-chinesischen Handelsgesprächen.

"Neben dem Brexit sind die ziemlich gemischt ausgefallenen US-Quartalsergebnisse eine ziemlich schwache Vorgabe für die asiatischen Märkte", beschrieb Marktkenner Jingyi Pan von IG die Stimmung. In den USA waren beispielsweise die Ergebnisse von McDonald's, Procter & Gamble und Travelers mit Enttäuschung aufgenommen worden. Belastet wurden sie unter anderem vom US-chinesischen Handelsstreit.

Für Verunsicherung insbesondere in Hongkong habe ein Bericht gesorgt, wonach die Chefin der chinesischen Sonderverwaltungszone angesichts der monatelangen Proteste abgelöst werden könnte, hiess es.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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DAX 13'213.03
0.25%
Dow Jones 27'781.96
-0.01%
NASDAQ Comp. 8'479.02
-0.04%
SMI 10'305.58
0.71%
SPI 12'452.45
0.66%
NIKKEI 225 23'303.32
0.70%
Hang Seng 26'326.66
0.01%
Shanghai Composite 2'909.87
0.16%
SLI 1'585.76
0.65%

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