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Geändert am: 20.09.2021 22:04:34

Dow schlussendlich deutlich schwächer -- SMI und DAX schliessen mit kräftigen Verlusten -- Feiertag in Festland-China und Japan - Hongkong mit Kurssturz

Kräftige Verluste erlitt am Montag die Wall Street. Zum Wochenauftakt ging es sowohl am heimischen als auch am deutschen Aktienmarkt steil bergab. Während an den Märkten in China (Kernland) und Japan am Montag feiertagsbedingt kein Handel stattfand, fiel Hongkong auf ein 11-Monatstief.

SCHWEIZ

Am Montag kam es im Schweizer Handel zu starken Abgaben.

Der SMI hatte bereits zur Eröffnung deutlich abgegeben und schloss am Abend 1,42 Prozent leichter bei 11'766,42 Punkten. Zwischenzeitlich war er sogar auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gefallen.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI gaben deutlich nach und zeigten zum Handelsende Verluste von 1,85 Prozent bei 1'924,82 Zähler bzw. 1,44 Prozent bei 15'251,30 Einheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt setzte am Montag die Talfahrt der vergangenen Wochen fort. Belastet wurden die Aktien laut Händlern vor allem von der Sorge um die sich zuspitzende Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Diese könnte sich laut Experten zu einem breiteren Problem im chinesischen Immobiliensektor entwickeln. "Evergrande schickt weitere Schockwellen über die Märkte", sagte ein Händler.

Die Anleger suchten vermehrt Schutz in den sicheren Anleihen. Dadurch sinken die Anleiherenditen, was den Finanzwerten stark zu schaffen macht, wie es am Markt hiess. Dabei seien die Investoren ohnehin schon sehr nervös, weil am Mittwoch die US-Notenbank Fed ihre Zinsbeschlüsse veröffentlicht. Investoren erwarten denn auch vom Fed ein deutliches Signal für ein Zurückfahren der milliardenschweren Anleihenkäufe. Am Donnerstag folgt die SNB mit der geldpolitischen Lagebeurteilung.

DEUTSCHLAND

Der DAX weitete seinen Rückschlag am Montag weiter aus.

Der DAX vergrösserte seinen anfänglichen Verlust im weiteren Handelsverlauf und ging schlussendlich 2,31 Prozent tiefer bei 15'132,06 Punkten in den Feierabend.

Die Sorgen um die sich zuspitzende Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande haben den seit diesem Montag auf 40 Werte aufgestockten DAX schwer belastet. Der deutsche Leitindex rutschte zwischenzeitlich auf ein Tief seit Mitte Mai. Die China-Risiken bei gleichzeitiger Kaufzurückhaltung vor den geldpolitischen Signalen der US-Notenbank in dieser Woche ergaben am Aktienmarkt eine toxische Mischung.

"Mit der sommerlichen Ruhe ist es auf dem Parkett definitiv vorbei. Stattdessen steuern die Börsen auf einen stürmischen Herbst zu", schrieb Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Seit dem DAX-Rekord im August wächst der Konjunkturpessimismus an den Märkten. Nach bereits drei Wochen mit Kursabschlägen sehen Börsianer mit dem jetzigen Rücksetzer weitere wichtige Unterstützungslinien im deutschen Leitindex in Gefahr. Werden diese durchbrochen, könnte es weiter nach unten gehen.

Die neue Börsenwoche steht derweil ganz im Zeichen der Leitzinsentscheidungen diverser Notenbanken, allen voran der Fed in den USA. Dabei dreht sich alles um die Frage, ob die US-Währungshüter nunmehr ein deutliches Signal für die bereits erwartete Rückführung ihrer Wertpapierkäufe geben werden.

Im DAX gibt es ab sofort zehn neue Gesichter, darunter mit dem deutsch-französischen Flugzeughersteller Airbus ein neues Schwergewicht. Der MDAX der mittelgrossen Werte wurde gleichzeitig auf 50 Werte verkleinert, und auch der Index der kleineren Werte SDAX hat viele neue Mitglieder.

WALL STREET

Zu Beginn der neuen Woche verloren die US-Aktienmärkte deutlich an Boden.

So eröffnete der Dow Jones mit einem Verlust und baut diesen im weiteren Handelsverlauf kräftig aus. Letztlich beendete er den Tag 1,78 Prozent schwächer bei 33'970,53 Punkten. Der NASDAQ Composite schloss 2,19 Prozent tiefer bei 14'713,90 Zählern, nachdem er schon zum Start deutlich verloren hatte.

Börsianer verwiesen unter anderem auf die Angst der Anleger vor dem kriselnden chinesischen Immobiliensektor angesichts der Schieflage von Evergrande. Der angeschlagene Konzern muss frisches Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger zu bezahlen. Anleger befürchten einen Zahlungsausfall. Die Probleme haben sich laut Beobachtern für Evergrande in den letzten Monaten verschärft, weil Peking strengere Regeln für den hoch verschuldeten Immobiliensektor des Landes durchsetzt.

Darüber hinaus befürchten die Anleger nicht nur eine baldige Abkehr von der lockeren US-Geldpolitik, sondern sehen sich auch mit Risiken konfrontiert, die sich aus der Ungewissheit über das Vier-Billionen-Dollar-Wirtschaftsprogramm von US-Präsident Joe Biden sowie aus der Notwendigkeit einer Anhebung oder Aussetzung der US-Schuldenobergrenze ergeben. US-Finanzministerin Janet Yellen sagte, dass der US-Regierung im Oktober das Geld ausgehen wird, um ihre Rechnungen zu bezahlen, wenn die Obergrenze nicht angehoben wird, und warnte vor einer "wirtschaftlichen Katastrophe", wenn die Gesetzgeber nicht die notwendigen Schritte unternehmen.

ASIEN

Die Börsen in Hongkong stürzten ein; Festland-China und Japan befanden sich derweil am Montag im Feiertag.

Der japanische Leitindex Nikkei stand am Freitag schlussendlich 0,58 Prozent im Plus bei 30'500,05 Punkten. Hier fand am Montag feiertagsbedingt kein Handel statt.

Auf dem chinesischen Festland konnte der Shanghai Composite bis Handelsende vergangenen Freitag doch noch 0,19 Prozent auf 3'613,97 Zähler hinzu gewinnen. Auch hier ruhte der Handel am Montag. Der Hang Seng büsste zum Wochenstart 3,30 Prozent ein auf 24'099,14 Einheiten. Er markierte im Verlauf zeitweise den tiefsten Stand seit 11 Monaten.

Die sich immer weiter verschärfende Lage um den chinesischen Immobilien-Konzern China Evergrande sorgte zu Wochenbeginn an den Aktienmärkten in Asien für teils deutliche Abgaben. Das angeschlagene Immobilien-Unternehmen versuche Geld aufzutreiben, um die zahlreichen Kreditgeber, Zulieferer und Investoren zu bezahlen, hiess es. Die Aufsichtsbehörden warnten derweil erneut davor, dass die Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 305 Milliarden Dollar zu grösseren Risiken für das Finanzsystem des Landes führen könnten, wenn der Konzern nicht stabilisiert werde. Marktbeobachter sind aber der Ansicht, dass eine direkte Rettungsaktion der Regierung für China Evergrande unwahrscheinlich ist. Laut einem Bericht hat einer der wichtigsten Kreditgeber von Evergrande Rückstellungen für einen Teil seiner Kredite an das Immobilen-Unternehmen gebildet, während einige Gläubiger planen, dem Konzern mehr Zeit für die Rückzahlung einzuräumen. Am Sonntag hatte Evergrande mitgeteilt, man habe damit begonnen, Anleihe-Gläubiger mit Immobilien zu entschädigen. Der Konzern muss am Donnerstag 83,5 Millionen Dollar Zinsen für eine Anleihe mit Laufzeit bis März 2022 zahlen. Eine weitere Zinszahlung in Höhe von 47,5 Millionen Dollar ist am 29. September fällig. Die Entwicklungen um Evergrande setzen den Immobilien-Sektor in Hongkong deutlich unter Druck.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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Serge Nussbaumer: Wie steht es um Strukturierte Produkte auf Kryptowährungen? | BX Swiss TV

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