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Geändert am: 18.10.2019 23:30:38

SMI geht leichter ins Wochenende -- Wall Street verabschiedet sich schwächer -- DAX letztlich etwas tiefer -- Asiatische Indizes schliessen mit uneinheitlichen Tendenzen

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt notierte am Freitag etwas tiefer.

Der Leitindex SMI war schon etwas tiefer in den Handel gestartet, vermochte es aber zwischenzeitlich an den Schluss vom Donnerstag aufzuschliessen. Im späten Handel fiel er dann jedoch erneut zurück und schloss 0,43 Prozent schwächer bei 9'965,49 Punkten.

Die Nebenwertindizes SLI und SPI standen ebenfalls leicht im Minus. Der SLI schloss 0,56 Prozent tiefer bei 1'525,88 Punkten, während der SPI letztlich 0,49 Prozent auf 12'062,18 Einheiten zurückfiel.

Die Anleger agierten vorsichtig vor der Brexit-Abstimmung im britischen Parlament am Samstag. Ob Premier Boris Johnson eine Mehrheit unter den Parlamentariern für sein mit der EU ausgehandeltes Abkommen findet, ist völlig unklar.

Daneben bleibt China aus Marktsicht ein Risiko. Die dortige Wirtschaft ist im dritten Quartal nur mit 6 Prozent gewachsen und damit mit der niedrigsten Rate seit 1992. Die Markterwartung lag bei 6,1 Prozent. Zudem werden die USA, wie angekündigt, ab dem heutigen Freitag auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von 10 Prozent erheben. Daneben soll es auf weitere EU-Produkte Aufschläge von bis zu 25 Prozent geben.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex zeigte sich vor dem Wochenende letztlich etwas tiefer.

Der DAX hatte den Tag etwas leichter begonnen, bewegte sich im Verlauf jedoch in einer engen Spanne um die Nulllinie. Er schloss dann mit einem leichten Minus von 0,17 Prozent bei 12'633,60 Punkten.

Vor der Abstimmung über den Brexit-Deal am Samstag im britischen Parlament herrschte relative Ruhe, hiess es seitens der Landesbank Baden-Württemberg. Laut Investmentanalyst Frank Klumpp sprachen die Zeichen zudem für einen weiterhin stabilen Aktienmarkt, denn auch der Start in die US-Berichtssaison sei positiv verlaufen.

WALL STREET

Die US-Börsen waren vor dem Wochenende von Abgaben geprägt.

Der Dow Jones eröffnete mit einem kleinen Verlust von 0,08 Prozent bei 27'004,49 Punkten und baute im Anschluss seine Verluste weiter aus. Sein Schlussstand: minus 0,95 Prozent bei 26'770 Punkten. Auch der NASDAQ Composite liess weiter Federn, nachdem er zum Start geringe 0,09 Prozent auf 8'149,85 Zähler verloren hatte. Er beendete den Handelstag 0,83 Prozent schwächer bei 8'089 Punkten.

Ein unter den Erwartungen ausgefallenes chinesisches Wirtschaftswachstum hat die Sorgen um die Folgen des sino-amerikanischen Handelsstreits und um den Zustand der Weltwirtschaft angeheizt. Dies dämpfte am Freitag bereits die Stimmung an den Börsen Asiens und Europas.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Fernost präsentierten sich vor dem Wochenende grösstenteils mit Abgaben.

In Japan zeigte sich der Nikkei zum Handelsende 0,18 Prozent höher bei 22'492,68 Zählern und stemmte sich dabei gegen den Negativtrend. Gestützt wurde der japanische Aktienmarkt von Werten aus den Sektoren Elektronik und Energie.

Der Shanghai Composite büsste dagegen 1,32 Prozent auf 2'938,14 Einheiten ein, während der Hang Seng in Hongkong bis zum Handelsende 0,48 Prozent nachgab auf 26'719,58 Punkte.

Die asiatischen Börsen neigten am Freitag mit mauen Wachstumsdaten aus China zur Schwäche, nachdem sie sich zuvor noch überwiegend leicht im Plus gezeigt hatten. Die chinesische Wirtschaft hatte im dritten Quartal mit der niedrigsten Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 1992 zugelegt. Zudem wurde die Markterwartung von plus 6,1 Prozent mit plus 6 Prozent verfehlt. Der September stellte damit den zweiten Monat in Folge mit Wachstumsraten unter Vorjahresniveau. Angesichts des anhaltenden US-chinesischen Handelskonflikts bewerteten Marktbeobachter die Daten jedoch als gar nicht so schlecht.

"Zwar testet das BIP den unteren Rand der offiziellen Jahreswachstumsprojektion von 6 bis 6,5 Prozent, allerdings liefern die heutigen Daten auch wenig Risiko, dass der untere Rand für dieses Jahr gebrochen wird. Während Risikoaktiva nicht ganz grün blinken, können die Märkte dennoch aufatmen", sagte Asien-Pazifik-Marktstratege Stephen Innes von AxiTrader.

Wie widerstandsfähig sich der Nikkei präsentierte, zeigte ein Blick auf den Devisenmarkt. Denn dort stieg der Yen auf Tagessicht. Händler verwiesen auf die wieder gestiegene Unsicherheit über den Brexit-Deal zwischen der EU und Grossbritannien.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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Indizes in diesem Artikel

DAX 13'241.75
0.47%
Dow Jones 28'004.89
0.80%
NASDAQ Comp. 8'540.83
0.73%
SMI 10'310.12
0.75%
SPI 12'460.67
0.73%
NIKKEI 225 23'303.32
0.70%
Hang Seng 26'326.66
0.01%
Shanghai Composite 2'909.87
0.16%
SLI 1'588.56
0.83%

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