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Geändert am: 18.01.2021 17:56:58

SMI letztlich moderat höher -- DAX geht im Plus aus dem Handel -- Asiens Börsen schliessen mehrheitlich fester -- Wall Street-Handel ruht

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am Montag ohne grosse Ausschläge. Der DAX notierte zum Wochenstart auf grünem Terrain. Die Börsen in Fernost wiesen am Montag mehrheitlich positive Vorzeichen aus. Feiertagsbedingt findet am Montag kein Handel an den US-Börsen statt.

SCHWEIZ

Am Schweizer Aktienmarkt hielten sich Anleger am Montag zurück.

Der SMI ging mit roten Vorzeichen in den Handel und tendierte anschliessend um seinen Schlusskurs von Freitag. Zur Schlussglocke gewann der heimische Leitindex moderate 0,11 Prozent auf 10'888,54 Punkte.

Der SLI und SPI verbuchten zunächst Abschläge, konnten sich dann jedoch in die Gewinnzone vorschieben und beendeten den Tag schliesslich 0,36 Prozent höher bei 1'721 Zählern, bzw. 0,32 Prozent im Plus bei 13'531,83 Einheiten.

Für grössere Avancen schien derzeit der Schnauf zu fehlen. Eine positive Note brachten neue Konjunkturzahlen aus China, wo die Wirtschaft im vergangenen Jahr stärker gewachsen ist als erwartet. In Marktkreisen wurde dennoch mit einem ruhigen Start in die neue Woche gerechnet, zumal in den USA zwei Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" nicht gehandelt wird.

Die Aktien seien zwar gut ins neue Jahr gestartet, hätten nun aber mehrheitlich eine Pause im Aufwärtstrend eingelegt, hiess es denn auch in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank. Nach den ausserordentlich starken Gewinnen der vergangenen Wochen und Monate zeigten sich gewisse Ermüdungserscheinungen, so die Staatsbank, welche den Aktienmarkt deshalb auf kurze Sicht als "reif für eine Konsolidierung" bezeichnet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenstart stabil.

Der DAX eröffnete die Sitzung am Montag tiefer und bewegte sich im Verlauf in einer engen Range um die Nulllinie, konnte aber nach oben ausbrechen. Schlussendlich gewann das deutsche Börsenbarometer 0,44 Prozent auf 13'848,35 Punkte.

Die Anleger blieben zu Wochenbeginn vor wichtigen Ereignissen in Deckung. In der Corona-Krise zeichneten sich in Deutschland weitere Verschärfungen ab und in den USA rückte die Machtübergabe näher.

Bund und Länder wollen an diesem Dienstag über die Corona-Lage in Deutschland beraten. Es wird damit gerechnet, dass weitere Massnahmen ergriffen werden. "Die Anleger hinterfragen jetzt einmal mehr, ob die aktuellen Börsenkurse tatsächlich gerechtfertigt sind", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners am Morgen. Die vom DAX zu Jahresbeginn überschrittenen 14'000 Punkte seien jedenfalls erst einmal Geschichte.

Positives zu vermelden gab es am Montag aus China, was in Zeiten der Krise Hoffnung für deutsche Ausfuhren macht. Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie hat die dortige Wirtschaft 2020 ein deutliches Wachstum geschafft, das über den Erwartungen lag. In Asien war es daraufhin am Montag zumindest an den Börsen in Shanghai und Hongkong nach oben gegangen.

Auf Unternehmensseite wurden die Blicke langsam in Richtung Berichtssaison gelenkt, die zuletzt in den USA mit ersten Zahlen grosser Banken eingeläutet wurde. Am Montag rückten vor allem Nebenwerte mit Aussagen zu ihrer Geschäftsentwicklung in den Mittelpunkt.

WALL STREET

Die US-Aktienmärkte befinden sich feiertagsbedingt (Martin Luther King Day) noch im langen Wochenende.

Der Dow Jones ging bereits im Minus in den Tag und verblieb auf rotem Terrain. Zur Schlussglocke am vergangenen Freitag wies der US-amerikanische Leitindex einen Abschlag von 0,57 Prozent auf 30'814,26 Zähler aus. Auch der NASDAQ Composite gab nach - zuletzt 0,87 Prozent auf 12'998,50 Punkte.

Sorgen vor Steuererhöhungen in den USA drückten am Freitag an der Wall Street auf die Aktienkurse. Das vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden angekündigte Corona-Hilfspaket im Volumen von 1,9 Billionen Dollar löste damit keine Euphorie unter Aktieninvestoren aus. Stattdessen fragten Anleger, wer die Rechnung im Anschluss begleichen wird. "Der Umfang überrascht offensichtlich auf der Oberseite. Mit der Senatsmehrheit könnten Steuererhöhungen mittelfristig kommen und das ist etwas, was der Markt ins Kalkül ziehen muss", sagte Investmentstrategin Wei Li von BlackRock.

Andererseits zeigte der Arbeitsmarkt Zeichen der Schwäche und damit die Notwendigkeit staatlicher Unterstützung. Am Vortag hatten Daten die höchste Steigerung bei den wöchentlichen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA seit Beginn der Pandemie im März 2020 offenbart. "Wenn man so schlechte Daten sieht, muss man sich fragen, ob die vorherrschende Erwartung, dass eine zyklische Erholung eintritt, erschüttert wird", ergänzte Li.

Die drei US-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo hatten am Freitag die neue Bilanzsaison eröffnet. Morgan Stanley, Goldman Sachs und Bank of America sind kommende Woche an der Reihe.

ASIEN

An den Börsen in Asien war zu Wochenbeginn keine einheitliche Tendenz auszumachen.

Der japanische Leitindex Nikkei gab bis zum Handelsende um 0,97 Prozent auf 28'242,21 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite dagegen um 0,84 Prozent auf 3'596,22 Zähler hinzu.

In Hongkong notierte der Hang Seng letztlich 1,01 Prozent höher bei 28'862,77 Einheiten.

Während gute heimische Konjunkturdaten die chinesischen Aktienmärkte nach oben trugen, lasteten andernorts die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie auf den Kursen. Aktien der Chipbranche gerieten unter Druck, nachdem Reuters berichtet hat, die scheidende US-Regierung habe im Zusammenhang mit Spionagevorwürfen gegen Huawei die Lizenzen einiger Unternehmen zur Belieferung des chinesischen Telekommunikationsausrüsters widerrufen.

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise um 2,3 Prozent gewachsen, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Im vierten Quartal erholte sich das Wachstum auf 6,5 Prozent. Das war nicht nur das stärkste Schlussquartal seit zwei Jahren, sondern auch mehr als Volkswirte mit durchschnittlich 6,0 Prozent erwartet hatten. Die Industrieproduktion der Volksrepublik stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 7,3 Prozent und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen.

In Japan verwiesen Beobachter auf die steigende Zahl der Corona-Infektionen und der damit in Zusammenhang gebrachten Todesfälle. Anleger fürchteten, dass Unternehmen deshalb ihre Ertragsprognosen nach unten revidierten, hiess es.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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Heute zu Gast bei BX Swiss TV Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG. Nach einem positiven Start ins Aktienjahr 2021, hat die Dynamik in den letzten Wochen etwas abgenommen, besonders sind Korrekturen in der Hightechbranche zu verzeichnen. Wie man Zinsängste und Angst vor Inflation dennoch für sich nutzen kann, darüber berichtet Robert Halver im Interview mit David Kunz, COO der BX Swiss AG.

Robert Halver: Steigende Inflation – wie Sie davon profitieren können! | BX Swiss TV

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