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Geändert am: 17.06.2021 22:05:54

US-Börsen gehen uneinheitlich in den Feierabend -- SMI schliesst über 12'000 Punkten -- DAX geht wenig bewegt aus dem Handel -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Grün

Der heimische Markt zeigte sich am Donnerstag in Rekordstimmung. Der deutsche Leitindex präsentierte sich unentschlossen. Die US-Börsen tendierten in verschiedene Richtungen. An den Märkten in Fernost wurden hauptsächlich Gewinne verzeichnet.

SCHWEIZ

Der Schweizer Leitindex erzielte am Donnerstag ein neues Allzeithoch.

Der SMI eröffnete den Tag mit einem Abschlag, kletterte im Verlauf jedoch ins Plus und schaffte erstmals den Sprung über die 12'000er Marke - bei 12'017,76 Punkten markierte er ein neues Allzeithoch. Der Schweizer Leitindex schloss mit plus 0,24 Prozent bei 12'011,11 Zählern und konnte die runde 12'000er Marke somit sogar bis zum Feierabend halten.

Die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI tendierten derweil seitwärts und beendeten den Handel 0,04 Prozent fester bei 1'938,48 Stellen respektive 0,15 Prozent höher bei 15'395,94 Einheiten.

Während Finanzwerte gefragt waren, gaben die übrigen Blue Chips nach. Geschuldet war dies laut Händlern mehr der US-Notenbank Fed als der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Obwohl beide Zentralbanken an ihrer bisherigen Geldpolitik festhalten wollen, wurden aus dem Statement der Fed doch erste Signale einer baldigen Zinswende herausgelesen. Daher standen die Obligationenmärkte auch unter Druck und der Dollar hat seit Mittwochabend deutlich angezogen. Die Fed hat am Vorabend zwar bestätigt, dass sie nach wie vor an der ultra-expansiven Geldpolitik festhalten will und keine klaren Signale für eine Reduzierung der Anleihenkäufe (Tapering) gegeben. Aber die meisten Fed-Mitglieder haben eine Zinserhöhung bis Ende 2023 befürwortet. Die SNB hat derweil wie erwartet den Leitzins bei -0,75 Prozent belassen. "Wenn nun die Notenbank-Ereignisse verdaut sind, können wir uns dem Hexensabbat zuwenden", sagte ein Händler. Am Freitag ist der grosse Quartalsverfall an der Eurex, bei dem es zu stärkeren Kursausschlägen kommen könnte.

DEUTSCHLAND

Der Handel in Frankfurt verlief am Donnerstag in ruhigen Bahnen.

Der DAX startete mit einem Minus in den Tag, bewegte sich dann über weite Strecken aber in einer engen Range um seinen Vortagesschlusskurs. Zum Sitzungsende notierte er mit plus 0,11 Prozent bei 15'727,67 Zählern.

Die Aussicht auf eine möglicherweise leichte Verschärfung der US-Geldpolitik hat die Anleger hierzulande kaum aus der Ruhe gebracht. Die wichtigsten Indizes lagen am Donnerstag leicht im Minus und reagierten damit nur moderat auf die am Vorabend nach Börsenschluss hierzulande veröffentlichten Ergebnisse der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank (Fed).

Angesichts fortdauernder Corona-Gefahren setzt die Fed zwar ihre extrem lockere Geldpolitik fort, sie denkt aber offenbar stärker darüber nach, ihr Engagement etwas zurückzufahren. Konkret geht es darum, wann die US-Notenbank ihre regelmässigen Geldspritzen zur Stützung der Wirtschaft zurückschrauben will. Zudem könnten die Leitzinsen im Jahr 2023 zweimal steigen, wie aus den Zinsprognosen der Notenbanker hervorgeht. Bisher sah die Prognose eine unveränderte Geldpolitik mit Leitzinsen nahe der Nulllinie vor.

"Nach der gestrigen Sitzung deutet nun doch alles auf ein früheres Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA hin", schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi. In den kommenden Wochen dürfte der Fokus der Anleger vor allem auf die Anleihemärkte gerichtet sein. Ein rapider Anstieg der Zinsen dort wäre eine Belastung für den hochbewerteten Aktienmarkt, weil dadurch Anleihen in der Gunst der Anleger steigen dürften.

Ernüchternde Nachrichten kamen derweil von der Biopharmafirma CureVac, deren Impfstoffkandidat gegen das Coronavirus weniger wirksam ist als erhofft.

WALL STREET

Eine näher rückende geldpolitische Straffung liess die Anleger an den US-Börsen am Donnerstag weiter nicht kalt.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung marginale 0,06 Prozent leichter bei 34'014,38 Punkten, fiel im Verlauf aber tiefer in die Verlustzone und verabschiedete sich 0,62 Prozent schwächer bei 33'823,91 Punkten. Der NASDAQ Composite konnte unterdessen im Donnerstagshandel zulegen, zum Handelsende ging es 0,87 Prozent auf 14'161,35 Indexpunkte nach oben.

Eine näher rückende geldpolitische Straffung hat die Standardwerte der Wall Street am Donnerstag ins Minus befördert. Die Technologieaktien an der NASDAQ zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und legten mehrheitlich zu. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

"Die Fed-Sitzung rüttelt die Märkte durch", titelten die Experten der BayernLB in einem Kommentar mit Blick auf abwärtsgerichtete Aktienmärkte, einen festeren US-Dollar und steigende Marktzinsen. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen nähert sich nach den Entscheidungen der Fed nach etwa zwei Wochen Pause wieder der Marke von 1,60 Prozent. Durch steigende Marktzinsen werden andere Anlagen tendenziell attraktiver.

Die Fed hatte am Vorabend zwar erwartungsgemäss an ihrer lockeren Geldpolitik festgehalten, die Begleitaussagen liessen aber erkennen, dass eine Zinsanhebung vielleicht schon 2023 realistisch ist. "Die Märkte werden auf eine straffere Geldpolitik vorbereitet", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Experten können sich vorstellen, dass die Fed um die Jahreswende herum bereits damit beginnt, ihre Wertpapierkäufe zurückzufahren.

Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Mai wie erwartet verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia trübte sich im Juni hingegen etwas ein. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) fiel etwas stärker als erwartet. Auf dem US-Arbeitsmarkt geriet die Erholung vom schweren Corona-Einbruch überraschend ins Stocken. In der vergangenen Woche legte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator für den Jobmarkt, erstmals seit April wieder zu.

ASIEN

Die asiatischen Indizes deuteten im Donnerstaghandel vermehrt aufwärts.

Lediglich der Nikkei in Tokio notierte letztlich 0,93 Prozent schwächer bei 29'018,33 Stellen.

Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite derweil 0,21 Prozent aufwärts auf 3'525,60 Zähler. Der Hang Seng in Hongkong konnte unterdessen 0,43 Prozent auf 28'558,59 Punkte zulegen.

Falls die asiatischen Aktienmärkte überhaupt eine Reaktion auf eine früher als bislang erwartet kommende Zinswende der US-Notenbank zeigten, dann ist diese am Donnerstag moderat ausgefallen. Schon in den USA hatten die Anleger die Aussicht auf erste Zinserhöhungen bereits 2023 relativ gelassen weggesteckt, zumal sich am Anleihekaufprogramm der US-Notenbank zunächst nichts ändern soll und zugleich die Währungshüter den wirtschaftlichen Aufwärtstrend unterstrichen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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