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Geändert am: 16.09.2019 22:20:04

Dow schlussendlich leichter -- SMI und DAX schliessen leichter -- Aktienmärkte in Fernost letztlich stabil

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Montag leichter.

Der Leitindex SMI hatte den Tag bereits im Minus begonnen, wo er auch im Tagesverlauf verblieb. So verliess er den Handel 0,78 Prozent tiefer bei 9'969,19 Zählern.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI gaben nach. Der SLI beendete den Tag mit einem Minus von 0,89 Prozent bei 1'535,48 Punkten, während der SPI letztlich 0,8 Prozent auf 12'072,88 Einheiten nachgab.

Mit Abgaben ist der schweizerische Aktienmarkt in die neue Woche gestartet. Belastet wurde er - wie auch die anderen europäischen Börsen - von kräftig gestiegenen Ölpreisen, nachdem die Ölproduktion Saudi-Arabiens nach Angriffen auf zwei Raffinerien am Wochenende teilweise eingestellt wurde. Gleich zu Handelsbeginn fiel der SMI unter die Marke von 10'000 Punkte.

Das Gros der Marktteilnehmer hatte zuletzt auf eine Erholung der Weltwirtschaft gesetzt. "Was die Börse jetzt auf keinen Fall gebrauchen kann, sind weiter steigende Ölpreise", so ein Analyst. "Das würde die zurückgekehrten Hoffnungen auf einen konjunkturellen Aufschwung im Keim ersticken." Als Zeichen der Hoffnung galt, dass die Märkte nicht eingebrochen sind. Offenbar rechneten derzeit die meisten Investoren nicht mit einer (militärischen) Eskalation, hiess es dazu. Entscheidend für das weitere Marktgeschehen sei nun aber die Reaktion der USA.

Für eine gewisse Zurückhaltung unter den Investoren sorgten auch die anstehenden Notenbank-Termine. Am Mittwoch wird von der US-Notenbank Fed eine Leitzinssenkung erwartet. Am Tag darauf ist dann die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Zug. Sie muss ihre Karten auf den Tisch legen, nachdem die EZB ein umfangreiches Massnahmenpaket zur weiteren geldpolitischen Lockerung angekündigt hatte.

DEUTSCHLAND

Am Montag gab der deutsche Aktienmarkt ab.

Der DAX hatte den Tag schwächer begonnen und notierte auch im Tagesverlauf in der Verlustzone. Er schloss mit einem Abschlag von 0,71 Prozent bei 12'380,31 Punkten.

Drohnen-Angriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens und ein damit einhergehender Ölpreisanstieg haben am Montag die Rally am deutschen Aktienmarkt zunächst beendet.

Die jüngste DAX-Rally werde nun einem ersten Belastungstest unterzogen, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. "Aus Angst vor Lieferengpässen springen die Ölpreise nach oben und werden damit zunächst zur Belastung für eine mögliche Erholung der Weltwirtschaft, auf die die Investoren nach den zuletzt versöhnlichen Tönen im US-chinesischen Handelsstreit gesetzt hatten", so der Analyst.

Ob die Rally am deutschen Aktienmarkt tatsächlich beendet ist oder möglicherweise nur zeitweise unterbrochen, könnte sich schon zur Wochenmitte zeigen, wenn der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ansteht. Erwartet wird, dass die Währungshüter die Zinsen senken. Entscheidend für die Börsen werde aber sein, ob und gegebenenfalls wie klar sich die Fed zu weiteren Zinssenkungen bekenne, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Börsianer gingen aktuell von einer weiteren Zinssenkung im Oktober oder im Dezember aus.

WALL STREET

Die US-Börsen wiesen am Montag eine negative Tendenz aus.

Der Dow Jones hatte bereits mit einem Minus eröffnet und schloss am Ende 0,52 Prozent tiefer bei 27'076,82 Zählern. Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite war mit einem Verlust gestartet und beendete den Handel schliesslich 0,28 Prozent schwächer bei 8'153,54 Einheiten.

Vorsicht lautete zum Wochenbeginn die Devise an der Wall Street. Der Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen am Wochenende hat die Anleger verschreckt. Damit fand die jüngste Rally erst einmal ein Ende. Am Donnerstag vergangener Woche hatte der Dow ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst.

Seit Samstag ist der Ölmarkt im Ausnahmezustand. Mehrere Explosionen hatten Anlagen des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco erschüttert. Nach Angaben des Konzerns ist der Komplex in Abkaik die grösste Raffinerie des Landes. Die Ölproduktion sei um 5,7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Tages-Volumens zurückgegangen, hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtet.

Analyst Neil Wilson vom Broker Markets.com sprach von einer starken Zunahme der Risiken für das globale Ölangebot. Im weltweiten Ölhandel dürfte nun die Sorge umgehen, dass die Produktion des grössten Exporteurs der Welt "schnell und einfach ausgeschaltet werden kann". Das aber widerspreche diametral der bislang herrschenden Ansicht, dass Saudi-Arabien der stets verlässliche Versorger sei, der die Produktion jederzeit nach Belieben hochfahren könne.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigten sich am Montag zurückhaltend.

In Japan fand feiertagsbedingt kein Handel statt. Zuletzt war der Nikkei am Freitag um 1,05 Prozent auf 21'988,29 Punkte gestiegen.

Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland fiel bis Handelsende um 0,02 Prozent auf 3'030,75 Zähler. Daneben verlor der Hang Seng in Hongkong 0,83 Prozent auf 27'124,55 Zähler.

Trotz eines sprunghaften Anstiegs der Ölpreise infolge der Attacken auf Ölanlagen in Saudi-Arabien am Wochenende sowie schwacher chinesischer Konjunkturdaten zeigten sich die Aktienmärkte in Ostasien am Montag stabil. Lediglich in Hongkong ging es mit den andauernden Protesten kräftig nach unten.

Für die Angriffe machen die USA den Iran verantwortlich, was die ohnehin angespannten Beziehungen weiter belasten dürfte. Teheran wies die Anschuldigungen entschieden zurück.

Die Attacken sorgten für eine vorübergehende Einstellung der Ölproduktion an den beiden betroffenen Standorten von Aramco. Nach Angaben des saudiarabischen Energieministers war die Hälfte der gesamten Produktion des Konzerns betroffen, geschätzt 5,7 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Die Ölpreise schossen in der Folge in die Höhe. Die USA haben eine Freigabe ihrer Ölreserven beschlossen, um die Lage am Ölmarkt zu stabilisieren.

Die steigenden Ölpreise könnten ein weiterer Belastungsfaktor für die globale Wirtschaft werden, die bereits unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie dem Brexit und der Konjunkturabkühlung in Europa leidet. Dazu kamen erneut schwache Daten aus China, wo die Industrieproduktion mit einem Plus von 4,4 Prozent im August klar unter der Prognose von plus 5,2 Prozent und auch unter der Zunahme des Vormonats geblieben ist.

Der chinesische Premierminister Li Keqiang hat eingeräumt, dass es "sehr schwierig" für die Wirtschaft des Landes sein wird, im aktuellen globalen Klima mit einer jährlichen Rate von 6 Prozent oder mehr zu wachsen. Bislang geht die Regierung von einem BIP-Wachstum zwischen 6 und 6,5 Prozent aus. Im zweiten Quartal lag das Wachstum bei 6,2 Prozent - die niedrigste Rate seit 27 Jahren.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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16.09.19 Elektrocieplownia Bedzin S.A. / Quartalszahlen
16.09.19 GENOWAYACT. / Quartalszahlen
16.09.19 GoingPublic Media AG / Generalversammlung
16.09.19 gumi Inc. / Quartalszahlen
16.09.19 HeadHunter Group PLC (spons. ADRs) / Quartalszahlen
16.09.19 Highland Copper Company Inc / Quartalszahlen
16.09.19 Hispanica International Delights of America Inc Registered Shs / Quartalszahlen
16.09.19 Horizon Discovery Group plc / Quartalszahlen
16.09.19 Japan Logistics Fund Inc / Quartalszahlen
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16.09.19 Nova Re SIIQ S.p.A. Az nominativa / Quartalszahlen
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16.09.19 Bharat Electronics Ltd Registered Shs / Generalversammlung
16.09.19 Israel Discount Bank Ltd. (A) / Generalversammlung
16.09.19 GTY Technology Holdings Inc Registered Shs / Generalversammlung
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16.09.19 MLI Marble Lending Inc Registered Shs / Generalversammlung
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