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Geändert am: 14.04.2026 22:05:33
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Hoffnung auf Lösung im Iran-Konflikt: Dow letztlich freundlich -- SMI schliesst fester -- DAX beendet Handel über 24'000-Punkte-Marke -- Asiens Börsen mit Plus - Nikkei zieht stark an
Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt legten zu. Die Wall Street zeigte sich am Dienstag mit Gewinnen. Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Dienstag mit gut behaupteter Tendenz.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt tendierte am Dienstag höher.
Der SMI nahm die Sitzung kaum verändert auf, legte im Verlauf aber spürbar zu. Er beendete die Sitzung 0,94 Prozent stärker bei 13'269,77 Punkten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI tendierten ebenso zu Gewinnen, nachdem sie den Handelstag höher eröffneten. Sie schlossen den Tag 1,08 Prozent höher bei 18'651,42 Punkten bzw. 1,1 Prozent im Plus bei 2'131,41 Zählern ab.
Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran gaben der Schweizer Börse am Dienstag klar Auftrieb. Damit rückten wieder Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse verstärkt in den Fokus, wobei verschiedene hiesige Unternehmen mit Quartalszahlen positiv überraschen konnten.
Der Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran ist inzwischen in der siebten Woche angelangt. Trotz des Scheiterns einer ersten Verhandlungsrunde am Wochenende ist zuletzt wieder etwas Optimismus zurückgekehrt. Auslöser waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach Teheran erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert habe und eine Einigung anstrebe. Gleichzeitig erhöhen die USA mit der Blockade der Strasse von Hormus den Druck - ein Schritt, der Irans bisher wichtigstes Druckmittel gezielt schwächen soll.
Der Weg zur Deeskalation dürfte aber holprig bleiben, und eine erneute Eskalation ist laut einem Kommentar der UBS nicht ausgeschlossen. Allerdings hätten beide Seiten ein Interesse an einer Lösung. Damit stiegen die Chancen, dass das "Worst-Case-Szenario" - eine länger anhaltende Schliessung der Meerenge sowie weiteren Schäden an ziviler und Energieinfrastruktur - abgewendet werden könnte.
Neben der Geopolitik richteten sich die Blicke am Dienstag auf die US-Konjunkturdaten. Besonders die Erzeugerpreise (PPI) für März standen im Mittelpunkt - sie stiegen weniger stark als erwartet. Derweil nahm die Berichtssaison weiter an Fahrt auf. Nach Goldman Sachs am Vortag, legen nun JPMorgan, Wells Fargo und die Citigroup ihre Zahlen vor.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt startete nach den gestrigen Abgaben eine Erholung.
Zum Sitzungsstart notierte der DAX fester. Auch im Anschluss ging es weiter aufwärts. Dabei gelang ihm sogar der Sprung über die wichtige Marke von 24.000 Punkten. Schlussendlich notierte das deutsche Börsenbarometer 1,27 Prozent stärker bei 24'044,22 Zählern.
Hoffnung auf eine Fortsetzung der US-iranischen Friedensgespräche sorgten am Dienstag am deutschen Aktienmarkt für einen positiven Handel. Schon zu Wochenbeginn hatte der Leitindex seine Verluste deutlich eingegrenzt. Dabei blieb vor allem die Marke von 24.000 Punkten im Fokus, über der die Erholung in der Vorwoche Grenzen aufgezeigt bekam.
Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwögen, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Strasse von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg. Zudem wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche beginnen. Israel strebt laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist.

WALL STREET
Die US-Börsen legten am Dienstag zu.
Der Dow Jones vergrösserte sein anfängliches Plus und schloss 0,66 Prozent höher bei 48.535,81 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite verbesserte sich im Handelsverlauf und ging 1,18 Prozent stärker bei 6.967,38 Zählern in den Feierabend.
Die US-Börsen protitierten am Dienstag weiter von der Hoffnung, dass die am Wochenende abgebrochenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wiederaufgenommen werden. Bereits am Montag hatten die Aktienkurse an der Wall Street fester geschlossen, nachdem beide Kriegsparteien Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche signalisiert hatten.
Im Zentrum des Interesses standen die Grossbanken dank der Quartalsbilanzen von JPMorgan, Wells Fargo und die Citigroup.
Konjunkturseitig stiegen die Erzeugerpreise im März weniger stark als erwartet, auch wenn der Anstieg der Ölpreise den Preisauftrieb beschleunigt hat. Das dürfte Inflationssorgen etwas lindern.

ASIEN
Anleger an den asiatischen Börsen zeigten sich am Dienstag in Kauflaune.
In Tokio notierte der Nikkei 225 schliesslich 2,43 Prozent fester bei 57'877,39 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite unterdessen mit einem Plus von 0,95 Prozent auf 4'026,63 Zähler.
Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng gewann letztlich 0,82 Prozent auf 25'872,32 Einheiten.
Die Aktienmärkte in Ostasien folgten am Dienstag der festeren Vorgabe der Wall Street. Für Zuversicht sorgte, dass zwischen den Verhandlungsparteien USA und Iran trotz des Abbruchs der Friedensgespräche offenbar weiter Kontakt besteht. Der vom Verhandlungsort Islamabad abgereiste US-Präsident Vance sagte, dass ein Abkommen zwischen Washington und Teheran weiterhin möglich sei. Seine Äusserungen erfolgten wenige Stunden, nachdem die USA Massnahmen ergriffen hatten, um Schiffe daran zu hindern, iranische Häfen in der Strasse von Hormus zu betreten oder zu verlassen, also nach dem Iran ihrerseits die wichtige Schiffspassage zu sperren in dem Versuch, sie von einem iranisch kontrollierten Engpass in einen amerikanisch kontrollierten zu verwandeln.
Für Kauflaune an den Börsen sorgte zudem, dass sich die Lage bei den Ölpreisen trotz der Entwicklung um die Strasse von Hormus wieder etwas beruhigt hat. Brent-Öl kostete am Dienstag im asiatischen Geschäft rund 98 Dollar. Das sind rund 5 Dollar weniger als am frühen Montag.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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