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Geändert am: 14.09.2019 08:48:17

SMI geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen tendierten seitwärts -- DAX legt zu -- Börsen in Fernost zum Schluss mit Gewinnen

SCHWEIZ

Am Schweizer Aktienmarkt hielten sich Anleger am Freitag zurück.

Der Leitindex SMI drehte nach einem leicht freundlichen Start im weiteren Handelsverlauf ins Minus und schloss 0,46 Prozent tiefer bei 10'047,34 Punkten.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI entwickelten sich schwächer und fielen um 0,01 Prozent auf 1'549,24 Zähler respektive um 0,64 Prozent auf 12'170,68 Punkte.

An der Schweizer Börse hatten die Indizes am Freitagvormittag die frühen Gewinne wieder abgegeben und waren mehrheitlich ins Minus gerutscht. Vor allem klare Abgaben einiger SMI-Schwergewichte belasteten die Indizes, während etwa die Bankentitel die Vortagesverluste abschüttelten.

Für freundlichere Stimmung sorgte die sich abzeichnende Deeskalation im US-chinesischen Handelsstreit und auch die am Vortag mitgeilten geldpolitischen Massnahmen der EZB, welche die Erwartungen am Markt in etwa erfüllt hatten. Die noch für lange Zeit tiefen Zinsen und das weitere "Pumpen von Liquidität in die Märkte" durch neue Anleihekäufe machten Aktien weiterhin attraktiv, hiess es.

Die in den vergangenen Tagen beobachtete Sektorrotation, die am Donnerstag mit dem EZB-Entscheid ein Ende gefunden hatte, setzte sich am Schweizer Markt nun wieder fort: Die Anleger kauften die im Jahresverlauf zurückgebliebenen Werte und reduzierten die Titel, die gut gelaufen seien, sagte ein Händler.

DEUTSCHLAND

Am Freitag ging es am deutschen Aktienmarkt weiter aufwärts.

Der DAX war marginal fester gestartet und beendete den letzten Handelstag der Woche schliesslich mit einem Gewinn von 0,47 Prozent bei 12'468,53 Punkten.

Weitere Zugeständnisse Chinas an die USA im Handelsstreit hatten dem DAX frische Aufwärtsimpulse geliefert. Der deutsche Leitindex, der am Morgen nur zögerlich zulegte, hat nun wieder den Weg in Richtung 12'500 Punkte eingeschlagen. Der freundliche Wochenausklang bedeutet eine Gewinnserie von acht Handelstagen in Folge.

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Im Handelsstreit ging China inzwischen einen weiteren Schritt auf die USA zu. Nun sollen Soja und Schweinefleisch von neuen Strafzöllen ausgenommen werden. Zudem sollen dem Handelsministerium zufolge chinesische Unternehmen ermutigt werden, landwirtschaftliche Produkte aus den USA zu kaufen.

Im Blick stehe nach den umfangreichen geldpolitischen Massnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag zudem auch schon wieder die US-Notenbank Fed, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die US-Notenbank nun ebenfalls an der Zinsschraube drehen wird."

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich am letzten Handelstag der Woche mit lustloser Tendenz.

Der Dow Jones kam kaum vom Fleck und legte um 0,11 Prozent auf 27`213,10 Indexpunkte zu. Der Techwerteindex NASDAQ Composite zeigte sich hingegen schwächer und verlor 0,22 Prozent auf 8'176,71 Zähler.

Nach dem noch leicht nachwirkenden positiven geldpolitischen Impuls in der Eurozone am Vortag durch die EZB richtete sich der Blick nun auf die Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Am Zinsterminmarkt wird mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent damit gerechnet, dass auch von dort ein Lockerungsimpuls kommen wird in Gestalt eines 25 Basispunkte niedrigeren Leitzinses.

Daneben stimmten die jüngsten positiven Signale im US-chinesischen Handelsstreit die Anleger zuversichtlich. China hat wie angekündigt den Import von Schweinefleisch und Sojabohnen aus den USA erleichtert. Im Oktober wollen sich beide Seiten dann wieder direkt gegenübersitzen und weiter verhandeln. Dazu berichtet das Wall Street Journal, China wolle dabei kritische Themen wie nationale Sicherheit ausklammern. Diese hatten sich zuletzt als besonders problematisch entpuppt und Fortschritte erschwert.

ASIEN

Die Hoffnung auf Fortschritte im Handelskonflikt stützte die Märkte in Asien am Freitag.

In Japan verbuchte der Nikkei zum Schluss einen Aufschlag von 1,05 Prozent auf 21'988,29 Punkte.

Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland ging bereits am Donnerstag frühzeitig mit einem Aufschlag von 0,75 Prozent auf 3'031,24 Einheiten ins Wochenende. Am Freitag fand dort feiertagsbedingt kein Handel statt. Währenddessen gewann der Hang Seng in Hongkong 0,98 Prozent auf 27'352,69 Zähler.

Zum Ende der Woche haben sich die Aktienmärkte in Asien moderat fester gezeigt. Angeführt wurden die Börsen in der Region von Tokio, wo der Nikkei-Index auf einem Viereinhalbmonatshoch schloss. Für gute Stimmung sorgten vor allem Hoffnungen auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Auch die am Donnerstag von der EZB angekündigte geldpolitische Lockerung kam gut an. Von der Wall Street kamen positive Impulse. Der Dow-Jones-Index schloss nicht weit entfernt vom Rekordhoch im Juli. In Südkorea fand wegen eines Feiertags - wie schon am Donnerstag - kein Handel statt, auch im chinesischen Kernland und in Taiwan blieben die Finanzmärkte geschlossen.

An den Märkten kamen die jüngsten Bemühungen der USA und Chinas im Vorfeld der für kommenden Monat auf hoher Ebene geplanten Verhandlungen, das Klima zu verbessern und Hürden aus den Weg zu räumen, gut an. Laut einem Bericht des Wall Street Journals versucht China, den Umfang der Verhandlungen mit den USA einzuschränken, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Fortschritte bei kritischen Fragen zu erzielen. US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, dass er offen für ein kleineres Zwischenabkommen sei. Trump hatte zuvor eine für den 1. Oktober geplante Erhöhung von US-Strafzöllen auf chinesische Waren um zwei Wochen "als Zeichen des guten Willens" verschoben. Und China hatte einige US-Waren zunächst von höheren Zöllen ausgenommen.

"Was den Markt antreibt, ist das Potenzial für ein mögliches Zwischenabkommen", so Chef-Investmentstratege Tony Roth von Wilmington Trust. Beide Länder litten unter dem Konflikt, so dass es im gemeinsamen Interesse liege, einen Schritt zurückzutreten und einen neuen Anlauf zu nehmen. Für die Analysten der Commerzbank dürfte die Hoffnung auf ein Teilabkommen ausreichen, um die Marktstimmung zunächst zu beruhigen.

Gut aufgenommen wurden auch die von der EZB angekündigten Stimulierungsmassnahmen, um die zuletzt schwächelnde europäische Wirtschaft anzukurbeln. An den asiatischen Märkten wurde dies als Vorlauf auf die in der kommenden Woche anstehende Sitzung der US-Notenbank angesehen. Bei dieser Sitzung wird fest von einer Zinssenkung ausgegangen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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DAX 13'323.69
0.90%
Dow Jones 28'752.22
0.76%
NASDAQ Comp. 9'274.53
1.48%
SMI 10'781.09
0.98%
SPI 13'055.30
0.88%
NIKKEI 225 23'215.71
-0.55%
Hang Seng 27'949.64
0.15%
Shanghai Composite 3'060.75
0.28%
SLI 1'655.34
0.91%

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