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Geändert am: 11.10.2018 17:49:31

Nach Schwarzem Mittwoch an der Wall Street: SMI mit Kursrutsch -- DAX schliesst tiefrot

Der SMI kam den Handelstag über nicht aus der Verlustzone heraus. Zur Schlussglocke wies er einen herben Abschlag von 2,83 Prozent auf 8'641,27 Punkte aus. Auch der SLI sowie der SPI gaben kräftig nach. Sie gingen 2,48 Prozent tiefer bei 1'381,51 Punkten, bzw. 2,64 Prozent schwächer bei 10'201,83 Zählern, in den Feierabend.

Der Ausverkauf an den US-Börsen hatte am Donnerstag auch den Schweizer Aktienmarkt in die Tiefe gezogen, nachdem zuvor die Anleger in Asien mit einer Verkaufswelle reagiert hatten. Wiederaufflammende Konjunkturängste und die Sorge vor stärker als erwartet steigenden Zinsen in den USA sorgten für einen Kursrutsch. Auslöser für die Beschleunigung auf der Talfahrt war nach Ansicht von Marktteilnehmern US-Präsident Donald Trump, der die Geldpolitik der US-Notenbank Fed erneut in ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert hatte.

"Ich denke, dass das Fed einen Fehler macht", hatte Trump in der Nacht auf Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street gesagt. Die Notenbank fahre geldpolitisch einen zu straffen Kurs. "Ich denke, dass das Fed verrückt geworden ist", doppelte er gar nach. Die Wall Street hatte einen ihrer schwärzesten Tage in diesem Jahr erlebt. Der Dow Jones-Index brach um 3,2 Prozent ein, die technologielastige Nasdaq rauschte gar um über 4 Prozent nach unten. Herbe Verluste gab es auch an Asiens Handelsplätzen.

DAX mit weiteren Abgaben

Der DAX konnte sich ebenfalls nicht von den Vortagesverlusten erholen. Er büsste letztendlich 1,48 Prozent auf 11'539,35 Punkte ein.

Die Angst vor steigenden Zinsen und einer schwächeren Konjunktur hatte auch am Donnerstag das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmt. Der DAX befinde sich nunmehr im "Crash-Modus", sagte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel.

Am Vorabend hatte sich der Kursrutsch in New York ausgeweitet und war über Nacht nach Asien übergeschwappt. Technisch orientierte Analysten taxieren das Abwärtsrisiko für den DAX mittelfristig nun auf 1'700 bis 1'800 Punkte. Damit würde die psychologisch wichtige Marke von 10'000 Zählern wieder in den Blick rücken.

"Anlass, sich um die Verfassung der Märkte Sorgen zu machen, gab es zuletzt zuhauf", sagte Christian Schmidt von der Helaba. Der Analyst verwies erneut auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, die Staatsverschuldung Italiens und vor allem auf steigende Zinsen. Als Schuldigen für die Verluste an der Wall Street am Vortag habe man indes US-Präsident Donald Trump ausgemacht nach dessen Aussage, die US-Notenbank Fed sei "verrückt geworden", sagte Schmidt.

Redaktion finanzen.ch / Dow Jones Newswires / awp


Bildquelle: Keystone

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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
11.10.18 Amcor Ltd. / Generalversammlung
11.10.18 Hargreaves Lansdown PLCShs / Generalversammlung
11.10.18 Paychex Inc. / Generalversammlung

Wirtschaftsdaten

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DAX 11'484.01
-0.57%
SMI 9'408.72
-0.48%
SPI 11'162.40
-0.43%
SLI 1'443.38
-0.69%

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