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Geändert am: 11.05.2021 22:01:34

US-Börsen schliessen schwach -- Inflationssorgen belasten: SMI letztendlich unter 11'000er Marke -- DAX beendet Handel tief im Minus -- Märkte in Fernost schliessen mehrheitlich mit Abgaben

Sowohl der heimische Markt als auch der DAX standen am Dienstag tiefer. Die Wall Street zeigte sich auch im Dienstagshandel mit Verlusten. An den asiatischen Handelsplätzen ging es ebenfalls überwiegend steil bergab.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich mit deutlich schwächeren Notierungen.

Der SMI büsste bereits zur Eröffnung ein und hielt sich weiterhin deutlich in der Verlustzone. So rutscht er im Verlauf gar unter die 11'000er Marke. Am Abend betrug das Minus noch 1,21 Prozent auf 10'989,32 Punkte.

Die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI fielen daneben ebenfalls, nachdem sie zuvor mit Abschlägen gestartet waren. Sie gingen letztendlich 1,51 Prozent schwächer bei 1'777,09 Punkten bzw. 1,40 Prozent niedriger bei 14'087,88 Zählern aus der Sitzung.

Steigende Inflationssorgen belasteten den Schweizer Aktienmarkt am Dienstag auf breiter Front. Wie schon in den USA und in Asien tendierten auch in Europa die Börsen südwärts. Händler verwiesen dabei vor allem auf die US-Inflationserwartungen, die am Vortag aufgrund steigender Rohstoffpreise auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen waren. Dies machte daraufhin vor allem den heissgelaufenen Technologiewerten an der US-Börse NASDAQ deutlich zu schaffen.

Das Geschäft verlief laut Händlern aber weniger hektisch, als dies angesichts der zum Teil kräftigen Kurseinbussen zu erwarten gewesen sei. "Die Anleger haben noch zu wenig Angst vor einem Crash und weil sie noch auf schönen Gewinnen sitzen, wenn sie nicht erst kürzlich eingestiegen sind, sehen sie sich auch noch nicht zu Verkäufen veranlasst", erklärte ein Börsianer. "Warum auch, wenn es demnächst wieder zu einer Gegenbewegung kommt", sagte ein anderer Börsianer. Zudem tue eine kleine Korrektur nur gut und sei auch nichts Überraschendes. Dazu komme, dass der Handel in der durch den Auffahrtsfeiertag verkürzten Woche ohnehin etwas dünner sei als üblich. Da den am Mittwoch in den USA anstehenden Inflationszahlen ein so grosses Gewicht beigemessen werde, dürfte sich daran auch nicht viel ändern.

Dass die Nervosität bei den Marktteilnehmern etwas gestiegen war, konnte man am SMI-Volatilitätsindex ablesen. Das Angstbarometer der Börse hatte nämlich um über 12 Prozent zugenommen, notierte allerdings mit 16,3 Punkten noch lange nicht auf einem beunruhigenden Niveau.

DEUTSCHLAND

Die Furcht vor Inflation liess den DAX am Dienstag deutlich sinken.

Zum Erklingen der Startglocke gab der DAX bereits deutlich ab. Auch im weiteren Verlauf präsentierte er sich sehr schwach und ging letztendlich 1,82 Prozent tiefer bei 15'119,75 Punkten in den Feierabend.

Höhere Rohstoffpreise und damit wieder grösser werdende Inflationssorgen hatten Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder in die Flucht getrieben. Die Bestmarke des DAX von gut 15'501 Punkten rückte nach zuletzt vier Erholungstagen damit wieder in die Ferne. Zuvor waren auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker NASDAQ.

Es sei schon erstaunlich, wie plötzlich das Inflationsthema wieder aufgetaucht sei, nachdem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erst einmal solche Sorgen gedämpft hatte, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Mit der Inflation verbinden Anleger schon länger auch die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen können.

In dem schwachen Börsen-Umfeld verarbeiten die Anleger in Deutschland am Dienstag eine grosse Menge an Quartalszahlen, insbesondere von Unternehmen aus dem MDAX und SDAX. Aus dem DAX berichtet der Versorger E.ON.

WALL STREET

Die Wall Street geriet im Dienstagshandel unter Druck.

Der Dow Jones baute seine Verluste im Handelsverlauf deutlicher aus und ging mit einem Abschlag von 1,36 Prozent bei 34'270,61 Punkten in den Feierabend. Der NASDAQ Composite konnte seine zwischenzeitlich deutlichen Verluste unterdessen im Dienstagshandel reduzieren, am Ende stand noch ein leichtes Minus von 0,09 Prozent auf 13'389,43 Indexpunkte an den Kurstafeln.

Inflationsangst liess Anleger dem Aktienmarkt den Rücken kehren. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen kroch weiter nach oben, sie lag schon wieder bei 1,61 Prozent, nachdem sie am Freitag nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht kurz auf fast 1,50 Prozent abgerutscht war. Der jüngste steile Anstieg der Rohstoffpreise, Lieferkettenprobleme und das Nachholen aufgeschobener Anschaffungen befeuerten Befürchtungen, dass die Inflation in den kommenden Monaten kräftig anziehen wird. Das würde sowohl die Renditen festverzinslicher Wertpapiere verringern als auch Aktien von Unternehmen belasten, deren Bewertungen sehr stark mit der zukünftig erwarteten Ertragslage korreliert. In der Folge könnte sich die US-Notenbank gezwungen sehen, die geldpolitischen Zügel früher als bislang erwartet anzuziehen.

ASIEN

Die Indizes in Asien mussten am Dienstag teilweise herbe Verluste verzeichnen.

In Tokio brach der Nikkei um 3,08 Prozent ein auf 28'608,59 Punkte.

Während der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland sogar um 0,40 Prozent zulegte auf 3'441,85 Zähler, verbuchte der Hang Seng in Hongkong einen Abschlag von 2,03 Prozent auf 28'013,81 Einheiten.

Eine Kombination aus Inflationssorgen und Coronakrise hatte die Aktienkurse in Asien auf breiter Front auf Talfahrt geschickt. Wie schon in den USA wurden vor allem Technologiewerte verkauft. Während das Schreckgespenst Inflation in den USA weiter umging, belegte eine kräftige Steigerung der Erzeugerpreise in China, dass Inflation ein globales Thema ist. Händler verwiesen auf die stark gestiegenen Rohstoffpreise und die Probleme mit den Lieferketten, die Vorprodukte verteuerten. Die Inflationsentwicklung könnte Notenbanken zum Gegensteuern zwingen und so das günstige Umfeld für Aktien beeinträchtigen.

Dazu kamen die Schreckensnachrichten aus Indien, wo die Coronakrise immer weiter ausser Kontrolle gerät. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor der indischen Virus-Variante und nannte sie "besorgniserregend". In Malaysia hat die Regierung indes den Lockdown auf das ganze Land für einen Monat ausgedehnt.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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