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Geändert am: 11.03.2020 21:04:03

US-Handel endet erneut mit massiven Verlusten -- SMI beendet den Handel tiefer -- DAX schliesst im Minus -- Asiens Börsen geben letztlich ab

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt konnte seine anfangs positive Tendenz am Mittwoch nicht bis zum Handelsende beibehalten.

Der Leitindex SMI notierte zum Handelsbeginn höher und verblieb auch zunächst im Plus. Am Nachmittag gab er seine Gewinne jedoch ab und wechselte daraufhin mehrfach das Vorzeichen. Letztlich notierte er dann 0,47 Prozent tiefer bei 9'152,50 Punkten.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI konnten ihre Gewinne auch nicht halten. Der SLI schloss mit minus 0,75 Prozent bei 1'373,06 Zählern, während der SPI 0,59 Prozent auf 11'161,17 Indexeinheiten einbüsste.

Am Schweizer Aktienmarkt haben am Mittwoch die Vorzeichen im Verlauf des Handels erneut gedreht. Bereits am Dienstag konnte sich der Leitindex SMI nach sehr gutem Beginn nicht bis zum Schluss im Plus halten und schloss den Handel mehr oder weniger unverändert ab. Die Unsicherheit rund um die weitere Ausbreitung des Coronavirus blieb gross.

Solange nicht klar sei, wann und wo die Ausbreitung des Virus ihren Höhepunkt finde, liessen sich die wirtschaftlichen Folgen kaum erahnen, hiess es im Handel. Die Anleger seien nach den Panikverkäufen zu Wochenbeginn nach wie vor sehr zurückhaltend, wenn es um die Rückkehr an den Aktienmarkt gehe. Das zeigte sich auch am Angstbarometer VSMI, das zeitweise mit 45 Punkten (+11%) auf neue Jahreshöchstwerte geklettert war. Auf diesem Niveau hatte sich der Schweizer Volatilitätsindex zuletzt in der Finanzkrise vor über 10 Jahren bewegt.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt herrschte zur Wochenmitte nach wie vor Unsicherheit.

Der DAX eröffnete den Handel fester und legte anschliessend auch erst einmal zu. Am frühen Nachmittag fiel er dann an seinen Vortagesschluss zurück und rutschte zeitweise auch auf rotes Terrain ab. Nach einem Auf und Ab verabschiedete er sich mit einem Verlust von 0,35 Prozent auf 10.438,68 Punkte aus dem Handel.

Der DAX hatte am Mittwoch angesichts eines schwachen US-Börsenstarts seinen Erholungsversuch abgebrochen. Nach der Panik zum Wochenstart, als zu den Coronavirus-Sorgen ein Preissturz am Ölmarkt hinzukam, setzte der deutsche Leitindex seine Berg- und Talfahrt fort.

"Trotz aller Hoffnung auf steuerliche Stimuli sind die Abwärtsrisiken extrem hoch", sagte ein Marktstratege mit Blick auf die US-Börsen. Zum deutschen Markt ergänzte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets: "Der DAX bleibt weiter absturzgefährdet." Solange nicht klar sei, wann und wo die Ausbreitung des Virus ihren Höhepunkt finde, liessen sich die wirtschaftlichen Folgen bestenfalls erahnen. So lange sei auch die Börse weiter im Blindflug unterwegs.

Nun wird gehofft, dass nach dem Eingreifen anderer Notenbanken auch die Europäische Zentralbank (EZB) nachzieht. Sie entscheidet an diesem Donnerstag regulär über die Zinsen.

WALL STREET

Corona-Sorgen setzten die Wall Street am Mittwoch erneut unter Druck.

Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones eröffnete 1,65 Prozent tiefer bei 24.604,63 Punkten und gab im weiteren Handelsverlauf noch deutlich stärker ab. Am Ende ging es um 5,86 Prozent auf 23'551,02 Indexpunkte nach unten. Auch für die Techwerte ging es zur Wochenmitte deutlich abwärts, nachdem der Nasdaq-Composite bereits zum Start um 2,49 Prozent auf 8.136,25 Zähler gefallen war. Das Minus belief sich am Ende auf 4,70 Prozent - der Techwerteindex schloss bei 7'952,05 Indexpunkten.

Es gibt laut Händlern andauernde oder zunehmende Zweifel, ob Notenbanken und Regierungen die durch die Coronaepidemie hervorgerufenen ökonomischen Verwerfungen effektiv bekämpfen können. Ein Vorstoss von US-Präsident Donald Trump, die Lohnsteuer auszusetzen, um die Wirtschaft während des Coronavirus-Ausbruchs anzukurbeln, ist im Kongress ins Leere gelaufen. Hinzu kommt, dass beide Kammern des Kongresses Washington demnächst für eine geplante einwöchige Pause verlassen, so dass die Kongress-Unterstützung für ein grösseres Konjunkturpaket zunächst wohl ausfällt.

Allerdings sind an den Märkten nach wie vor heftige Bewegungen in beide Richtungen denkbar nach zwei Tagen extrem erhöhter Volatilität. Am Vortag hatte die Wall Street zunächst hohe Gewinne abgegeben, im späten Geschäft mit der Hoffnung auf staatliche Massnahmen aber wieder kräftig zugelegt. "Es ist zu früh um von einer Stabilisierung zu reden, und es ist zu früh um sich für eine Erholung zu positionieren", sagt Konjunkturstratege Mayank Mishra bei der Standard Chartered Bank in Singapur. Er ergänzt, dass sich die Finanzmärkte auf die Wirtschaftsfolgen der Epidemie konzentrierten und dass der weltweite Ausblick für das Wachstum nicht rosig aussehe.

ASIEN

Am Mittwoch ging es an den Aktienmärkten in Asien abwärts.

In Japan verlor der Nikkei letztlich 2,27 Prozent auf 19'416,06 Punkte.

In China wurden ebenfalls Abgaben verbucht. Auf dem chinesischen Festland büsste der Shanghai Composite 0,94 Prozent auf 2'968,52 Einheiten ein. Der Hang Seng in Hongkong gab schlussendlich 0,63 Prozent auf 25'231,61 Zähler ab.

Nach der Stabilisierung des Vortages legten die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch wieder den Rückwärtsgang ein. Während die globalen Fallzahlen des Coronavirus bei Neuinfektionen und Todesfällen stiegen, entwich ein Stück der Vortageshoffnungen auf kräftige Wirtschaftsstimuli.

Enttäuschung kam vor allem aus den USA. Dort wurde über die von US-Präsident Donald Trump vollmundig angekündigten "dramatischen" Massnahmen zur Stützung der Konjunktur gestritten. Der Vorstoss von Trump, die Lohnsteuer auszusetzen, um die Wirtschaft während des Coronavirus-Ausbruchs anzukurbeln, war im Kongress ins Leere gelaufen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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