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Geändert am: 09.04.2021 22:08:10

Dow schliesst nach Rekordhoch im Plus -- SMI geht fester ins Wochenende -- DAX letztlich in Grün -- Asiens Börsen schliessen mit unterschiedlichen Vorzeichen

Vor dem Wochenende zeigte sich der heimische Markt fester. Auch der deutsche Leitindex schaffte den Sprung ins Plus. Die US-Börsen konnten sich vor dem Wochenende deutlich nach oben absetzen. Die Indizes in Asien schlugen am Freitag verschiedene Richtungen ein.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt konnte am letzten Handelstag der Woche moderate Gewinne verbuchen.

Der SMI eröffnete quasi unverändert, kletterte im Verlauf jedoch auf grünes Terrain und beendete die Sitzung mit einem Plus von 0,28 Prozent bei 11'238,52 Punkten.

Die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI folgten der positiven Tendenz des Leitindex. Der SLI ging 0,17 Prozent höher bei 1'822,91 Zählern in den Feierabend, während der SPI 0,53 Prozent fester bei 14'329,31 Indexpunkten schloss.

Der Angriff auf das Vor-Corona-Hoch fand am Schweizer Aktienmarkt an diesem Freitag noch nicht statt. Vielmehr dümpelte der Leitindex SMI eher vor sich hin, wie die enge Handelsspanne zeigte. Immerhin halte er sich aber weiterhin oberhalb der 11'200 Punkte Marke.

Die gute Stimmung an den Finanzmärkten wurde einhellig dem Fed-Chef Jerome Powell zugeschrieben. Der oberste Währungshüter der Vereinigten Staaten hatte am Donnerstag auf einer digitalen Podiumsdiskussion auf dem Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds erneut erklärt, dass die US-Notenbank an der ultralockeren Geldpolitik festhalten werde. Die zuletzt gestiegene Inflation sei auf Engpässe in den Lieferketten zurückzuführen und dürfte nach seiner Meinung nur vorübergehend sein.

DEUTSCHLAND

Am Freitag zeigte sich der deutsche Leitindex letztlich fester.

Der DAX eröffnete kaum verändert und tendierte auch im Laufe des Tages lange Zeit um seinen Vortagesschluss. Bis zum Handelsende schaffte er jedoch noch den Sprung ins Plus und kletterte schliesslich um 0,21 Prozent auf 15'234,16 Zähler.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hatten sich nach dem jüngsten DAX-Rekord auch am Freitag mit Engagements zurückgehalten. Es fehlte an Aufwärtsimpulsen, zumal nach den starken Auftragseingängen für die deutsche Industrie die Produktionsdaten schwach ausfielen. Zugleich warnten Marktbeobachter vor einem möglichen Rückschlag im DAX.

"Nach dem Plus der Auftragseingänge kann die Industrieproduktion nicht an die guten Vorgaben anknüpfen", konstatierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. Bereits die Januar-Daten hätten unter einem Mangel an Halbleitern gelitten, und "es scheint nun so, dass auch der Februar von der Knappheit geprägt war", schrieb er.

Nachdem der Rekordlauf des DAX zuletzt von Impf-Fortschritten sowie vom billionenschweren US-Konjunkturprogramm und der weiter sehr lockeren Geldpolitik der Notenbanken befeuert wurde, sehen Experten nun zunehmend Risiken. Die Konsolidierung sei noch nicht vorbei, schrieb etwa David Lusow, charttechnischer Analyst von DailyFX. Andreas Büchler von Index-Radar sprach von einem kurz- und mittelfristig leicht überhitzten Markt, wobei spätestens im Bereich um die 15'500 Punkte mit verstärktem Abgabedruck zu rechnen sei. Angesichts des insgesamt immer noch positiven Grundtrends müssten Anleger voraussichtlich aber nicht mehr als eine kleine Korrektur fürchten.

WALL STREET

Vor dem Wochenende ging es an den US-Börsen letztlich nach oben.

Der Dow Jones ging kaum bewegt in den Freitagshandel und baute anschliessend seine Gewinne aus. Er beendete die Woche 0,89 Prozent höher bei 33'800,60 Zählern. Der Techwerteindex NASDAQ Composite verlor zur Startglocke noch sichtlich, berappelte sich dann jedoch. Er ging 0,51 Prozent stärker bei 13'900,19 Indexpunkten ins Wochenende.

Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 markierten neue Allzeithochs bei 33'810,87 Punkten bzw. 4'129,48 Zählern.

Während Inflationssorgen die Aufholjagd an der Technologiebörse NASDAQ am Freitag zunächst stoppten, kletterten an der Wall Street der Dow Jones Industrial und der S&P 500 erneut in Rekordhöhen. Im späten Handelsverlauf konnten auch Tech-Anleger ihre Sorgen abschütteln. Wirtschaftsoptimismus und billiges Geld der Notenbank hatten insbesondere die Standardwerte zuletzt immer wieder angetrieben.

Inflationssorgen hielten an der NASDAQ die Kurse im frühen Handel im Zaum. In den USA stiegen die Erzeugerpreise im März stärker als erwartet und auch in China hatte sich der Anstieg im März fortgesetzt.

Steigen mit einer zunehmenden Inflation auch die Renditen an den Kapitalmärkten, dann können sich Kredite für Unternehmen verteuern. Das wiederum trifft Technologiekonzerne stärker, die auf Investitionen in IT und Software angewiesen sind.

ASIEN

Am Freitag ging es für die wichtigsten Indizes in Fernost in unterschiedliche Richtungen.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss 0,20 Prozent im Plus bei 29'768,06 Zähler.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis zur Schlussglocke 0,92 Prozent auf 3'450,68 Punkte. In Hongkong ging es für den Hang Seng um 1,07 Prozent auf 28'698,80 Einheiten nach unten.

Hinter der Abwärtstendenz sahen Marktteilnehmer zum einen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten von Konjunkturzuversicht ausgelösten Aufschlägen, zum anderen dürften in der Nacht gemeldete stärker als erwartet gestiegene Erzeuger- und Verbraucherpreise aus China etwas auf die Stimmung gedrückt haben - insbesondere dort. Die Sorge ist, dass dies die Notenbank PBoC auf den Plan rufen könnte, die Geldpolitik zu straffen, um einer überbordenden Inflation zu begegnen. Zu hören war aber auch von belastenden geopolitischen Spannungen. So hätten die USA weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste exportbeschränkter Firmen genommen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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