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Geändert am: 10.10.2019 17:11:36

Wall Street schliesst mit Verlusten -- SMI verliert am Dienstag deutlich -- DAX schliesst im Minus -- Börsen in Fernost verbuchen Zuwächse

SCHWEIZ

Anleger am Schweizer Aktienmarkt stiessen am Dienstag vermehrt Aktien ab.

Der Leitindex SMI verlor zur Handelseröffnung minimal an Boden und notierte im weiteren Sitzungsverlauf tiefer. Zuletzt verlor das Aktienbarometer 1,15 Prozent auf 9'800,24 Einheiten.
Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI verloren kräftig, nachdem sie wenig bewegt in der Verlustzone begonnen hatten. Während der SLI mit einem Abschlag von 1,15 Prozent bei 1'491,5 Punkten in den Feierabend ging, verabschiedete sich der SPI mit einem Minus von 1,08 Prozent bei 11'944,72 Zählern aus dem Dienstag.

Händler führten verschiedene Punkte ins Feld, um die erhöhte Verkaufsbereitschaft zu erklären. So steht für Donnerstag die Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China auf der Agenda. Im Vorfeld haben beide Seiten einmal mehr ihre Muskeln spielen lassen.

So hat die US-Regierung neue Massnahmen gegen zahlreiche chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen verkündet. Mit dem Vorwurf der Unterdrückung einer religiösen Minderheit wurden diese auf eine schwarze Liste gesetzt. China hat bereits auf den Vorstoss der USA reagiert und sich mögliche Gegenmassen vorbehalten. Ausserdem hatte Peking die Themen, über die man bereit sei zu reden, eingegrenzt.

Aber auch die Sorge vor einem chaotischen Brexit ohne ein Abkommen zur Regelung des Austritts Grossbritanniens aus der Europäischen Union ist wieder gestiegen. Laut jüngsten Medienberichten glaubt die britische Regierung nicht mehr an einen Erfolg der Gespräche über ein Austrittsabkommen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der britische Sender Sky News am Dienstag aus Regierungskreisen erhalten haben will - und deren Echtheit der Deutschen Presse-Agentur vom Regierungssitz Downing Street bestätigt wurde. Die Mitteilung nimmt Bezug auf ein Telefonat der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Premierminister Boris Johnson am Morgen.

Hierzulande hat zudem der Backwarenhersteller ARYZTA seine Zahlen vorgelegt.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex gab am Dienstag deutlich ab.

Der DAX notierte zum Erklingen der Startglocke quasi unbewegt zum Vortagesschluss, musste im weiteren Verlauf aber deutliche Einbussen hinnehmen. Zum Ende des Börsentages stand ein Minus von 1,05 Prozent auf 11'970,20 Einheiten an der Kurstafel.

Die politischen Unsicherheiten hatten den deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder fest im Griff. Neben dem Handelsstreit zwischen China und den USA trübte vor allem das Thema Brexit die Laune der Anleger. Ein EU-Austrittsabkommen hält der britische Premierminister Boris Johnson laut Kreisen mittlerweile für praktisch unmöglich. Dies habe Johnson im Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt, nachdem diese einen Verbleib von Nordirland in der Zollunion gefordert habe, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf britische Offizielle. Dies sei für Johnson nicht akzeptabel. Nun werde ein harter Brexit immer wahrscheinlicher, schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

WALL STREET

Die US-Börsen knüpften am Dienstag an ihre Vortagesverluste an.

Der Dow Jones verbuchte am zweiten Handelstag der Woche einen Abschlag von 1,60 Prozent und schloss bei 29'572,08 Punkten. Auch Techwerteanleger trennten sich am Dienstag von ihren Investments, der NASDAQ Composite verlor 1,67 Prozent und ging bei 7'823,78 Punkten aus dem Handel.

Die Anleger zeigten sich besorgt, der Handelskonflikt könne sich kurz vor der Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und China erneut verschärfen, sagten Marktbeobachter. Auslöser seien Aussagen der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft über mögliche Vergeltungsmassnahmen gegen jüngste Handelsbeschränkungen durch die US-Regierung.

Dass China womöglich Massnahmen "zur Gewährleistung der eigenen Interessen" ergreifen wolle, verunsichere, hiess es. Die USA hatten in der Nacht zum Dienstag wegen der "brutalen Unterdrückung" der muslimischen Minderheit der Uiguren 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt, darunter auch einige Technologiekonzerne. Für diese soll die Belieferung mit US-Produkten eingeschränkt werden. "Das politische Gehabe vor den hochrangigen Handelsgesprächen, die am Donnerstag beginnen, ist gefährlich und erhöht die Gefahr, dass wir weder einen Mini-Deal sehen noch eine wesentliche Deeskalation", sagte Edward Moya vom Währungsbroker Oanda.

ASIEN

Am Dienstag ging es an den asiatischen Börsen bergauf.

In Japan gewann der Nikkei 0,99 Prozent auf 21'587,78 Punkte.

Der Shanghai Composite kletterte daneben auf dem chinesischen Festland um 0,29 Prozent auf 2'913,57 Einheiten, während es in Hongkong für den Hang Seng um 0,28 Prozent aufwärts ging auf 25'893,40 Zähler.

Quer durch die Handelsplätze haben sich die Leitindizes in Asien am Dienstag im Plus gezeigt. Teilnehmer sprachen von gestiegenen Hoffnungen bezüglich der in dieser Woche startenden Handelsgespräche zwischen den USA und China. Dass China offenbar einige Punkte aus den Verhandlungen ausklammern will, scheint die Anleger gegenwärtig noch nicht zu stören; zumal US-Präsident Donald Trump von einer guten Chance auf eine Vereinbarung sprach, auch wenn er warnte, dass er mit einem partiellen Deal nicht zufrieden sein werde.

Positiv wurde auch gesehen, dass in der Pekinger Delegation neben dem Vizepremier auch der Notenbankchef vertreten sein wird. Damit schickt China ein hochrangiges Team nach Washington. Eher belastend für die Gespräche könnte dagegen sein, dass die USA acht Technologieunternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt haben, die an Menschenrechtsverstössen Chinas in der muslimisch geprägten Provinz Xinjiang beteiligt sein sollen.

Mit ganz oben war der Markt in Japan. Hier stützte zusätzlich eine begrenzte Handelsvereinbarung mit den USA, die Produkte im Volumen von 55 Milliarden Dollar aus der Landwirtschaft und dem Digitalbereich umspannt. Autos werden darin nicht erwähnt. Hier drohen weiter angekündigte US-Zölle, doch Japans Ministerpräsident Shinzo Abe teilte mit, ihm sei zugesichert worden, dass sein Land ausgenommen werde.

Die chinesischen Festlandsbörsen hatten erstmals seit einer Woche wieder geöffnet und verbuchten lediglich kleinere Gewinne, gebremst von einigen belastenden Faktoren. So hat sich bei den chinesischen Dienstleistern die Geschäftsaktivität im September verlangsamt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor verringerte sich auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten, lag aber weiter im Expansion anzeigenden Bereich. In Hongkong dämpften nach einer eintägigen Feiertagspause die anhaltenden Proteste gegen die offizielle lokale Politik und die Politik Pekings. Am Morgen hatte Regierungschefin Carrie Lam nicht ausgeschlossen, künftig Hilfe aus Peking gegen die Unruhen anzufordern, auch wenn es aktuell solche Pläne noch nicht gebe.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
08.10.19 AIT CORP / Quartalszahlen
08.10.19 ARBEIT-TIMES CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 ARYZTA AG / Quartalszahlen
08.10.19 Body and Mind Inc Registered Shs / Generalversammlung
08.10.19 Butler National Corp. / Generalversammlung
08.10.19 Calibre Mining Corp Registered Shs / Generalversammlung
08.10.19 Cellnet Telecommunications Group Ltd. / Generalversammlung
08.10.19 Century BanCorp Inc. / Quartalszahlen
08.10.19 CGN Power Co Ltd Unitary 144A-Reg S / Quartalszahlen
08.10.19 CHIIKISHINBUNSHA CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 CREATE SD HOLDINGS CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 DAIYU LIC HOLDINGS CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 Dynasty Metals & Mining Inc Registered Shs / Generalversammlung
08.10.19 Epistem Holdings PLCShs / Quartalszahlen
08.10.19 F&A AQUA HOLDINGS INC / Quartalszahlen
08.10.19 Griffin Land & Nurseries IncShs -A- / Quartalszahlen
08.10.19 Hisamitsu Pharmaceutical Co. Inc. / Quartalszahlen
08.10.19 Identitii Ltd Registered Shs / Generalversammlung
08.10.19 Izumi Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 Izutsuya Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 J. FRONT RETAILING Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 J-COM Holdings Co., Ltd. / Quartalszahlen
08.10.19 Kakiyasu Honten Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 Keiyo Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 King Island Scheelite LtdShs / Generalversammlung
08.10.19 KOWA CO. LTD. Registered Shs / Quartalszahlen
08.10.19 Nakakita Seisakusho Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 Nexteer Automotive Group Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 OBER / Quartalszahlen
08.10.19 Procter & Gamble Co. / Generalversammlung
08.10.19 Procter & Gamble Co. / Generalversammlung
08.10.19 PROPERST CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 RedstoneConnect PLC Registered Shs / Quartalszahlen
08.10.19 Richardson Electronics Ltd. / Generalversammlung
08.10.19 Riso Kyoiku Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 Samty Co Ltd / Quartalszahlen
08.10.19 Solar Capital Ltd / Generalversammlung
08.10.19 Solar Senior Capital Ltd. / Generalversammlung
08.10.19 St Ives PLC / Quartalszahlen
08.10.19 TAKEUCHI MFG. CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 Ted Baker plc / Quartalszahlen
08.10.19 Terreno Realty Corp / Quartalszahlen
08.10.19 Theraclion / Quartalszahlen
08.10.19 Tiso Blackstar Holdings SE Registered Shs / Quartalszahlen
08.10.19 United Bank for Africa (spons. GDR) / Quartalszahlen
08.10.19 Village Super Market IncShs -A- / Quartalszahlen
08.10.19 VOXX International Corp (A) / Quartalszahlen
08.10.19 Weng Fine Art AG / Generalversammlung
08.10.19 YAMAZAWA CO LTD / Quartalszahlen
08.10.19 Yougov PLC / Quartalszahlen
08.10.19 YUM! Brands Inc. / Quartalszahlen
08.10.19 Djerriwarrh Investments Limited DJW / Generalversammlung
08.10.19 Strattec Security CorpShs / Generalversammlung
08.10.19 Victoria Gold Corp / Generalversammlung
08.10.19 Grid Metals Corp Registered Shs / Generalversammlung

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
n/a
Spannung vor Handelsgesprächen steigt | BX Swiss TV

Indizes in diesem Artikel

DAX 12'629.79
1.15%
Dow Jones 27'024.80
0.89%
NASDAQ Comp. 8'148.71
1.24%
SMI 10'048.75
0.85%
SPI 12'200.47
0.68%
NIKKEI 225 22'473.33
1.20%
Hang Seng 26'503.93
-0.07%
Shanghai Composite 2'991.05
-0.56%
SLI 1'540.45
1.10%

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