Dow letztlich deutlich stärker -- SMI und DAX schliessen mit kräftigen Gewinnen -- Stimmung an Asiens Börsen getrübt | 08.03.21 | finanzen.ch
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Geändert am: 08.03.2021 22:06:10

Dow letztlich deutlich stärker -- SMI und DAX schliessen mit kräftigen Gewinnen -- Stimmung an Asiens Börsen getrübt

Am heimischen sowie am deutschen Aktienmarkt waren am Montag grüne Vorzeichen zu sehen. Der US-Leitindex zeigte sich zu Wochenbeginn von seiner freundlichen Seite. Zum Start der neuen Woche verzeichneten die Aktienmärkte in Fernost starke Abgaben.

SCHWEIZ

Für den heimischen Aktienmarkt ging es am Montag steil nach oben.

Der SMI baute seine frühen Gewinne noch aus und beendete den Tag letztlich 2,10 Prozent fester bei 10'830,38 Zählern.

Auch die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI folgten dieser Tendenz und schlossen mit Zuwächsen von 2,22 Prozent bei 1'750,02 Punkten bzw. 1,96 Prozent bei 13'571,43 Stellen.

Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt nur eine Richtung gekannt: nach oben. Mit anziehenden Notierungen an der Wall Street bauten auch die hiesigen Börsen ihre Gewinne im Nachmittagshandel stetig aus. Getragen wurde die gute Stimmung von der Verabschiedung des 1,9 Billionen US-Dollar schweren Konjunkturprogramms der Regierung Biden durch den US-Senat am Wochenende. Das Paket muss nun noch im Repräsentantenhaus verhandelt werden, wo die Demokraten aber die Mehrheit stellen.

Gleichzeitig dürften jedoch mit dem US-Hilfspaket auch die Inflationssorgen bei den Anlegern zunehmen, erklärten Marktteilnehmer. Da könnte zu weiter steigenden Renditen am Anleihemarkt führen. Die US-Zehnjahresrendite lag zuletzt bei 1,60 Prozent. Höhepunkt der Woche ist diesbezüglich die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Experten gehen davon aus, dass die EZB alles daran setzen wird, deutliche Zinsanstiege zu verhindern.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex zeigte sich mit kräftigen Zuschlägen.

Der DAX legte nach einem freundlichen Start noch stärker zu und ging schlussendlich 3,31 Prozent höher bei 14'380,91 Punkten in den Feierabend.

Der Griff der Anleger nach zyklischen Standardwerten hat den DAX am Montag auf eine Bestmarke hochschnellen lassen. Der Leitindex baute nach freundlichem Start seine Gewinne stetig aus und stellte am Nachmittag mit 14'402 Punkten den nächsten Rekord auf.

Am Montag setzte sich unter den Anlegern der jüngste Paradigmenwechsel fort: Sie verabschiedeten sich weiter von ihren bisherigen Lieblingen in der Corona-Zeit und setzten auf die im DAX besonders stark vertretenen Zykliker, deren Geschäfte von einem Abklingen der Pandemie profitieren können. Dies zeigte sich zu Wochenbeginn auch weiterhin in New York, wo der Dow mit seinen Standardwerten den technologielastigen Nasdaq-Indizes erneut die Show stahl.

"Der DAX profitiert jetzt von dem, was ihm zuvor das Leben schwer machte: dem Mangel an Technologieaktien", sagte Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Um die bisherigen Lieblinge in der Corona-Zeit machten die Anleger am Montag weiter ein Bogen.

WALL STREET

Die Wall Street hat die neue Handelswoche uneinheitlich begonnen.

Der Dow Jones hatte die Sitzung am Montag marginal höher eröffnet und kletterte anschliessend deutlicher ins Plus. Zur Schlussglocke stand dann ein Gewinn von 0,97 Prozent bei 31.802,51 Punkten auf der Kurstafel. Der NASDAQ Composite hingegen vergrösserte seinen anfänglichen Verlust und schloss 2,41 Prozent tiefer bei 12.609,16 Zählern.

Am US-Aktienmarkt schichteten am Montag die Anleger weiter vom hoch bewerteten Technologiesektor in Standardwerte um. Der Leitindex Dow kletterte deshalb sogar auf ein Rekordhoch.

Papiere der "Old Economy" bekamen zum Wochenauftakt weiter Auftrieb, während die in den zurückliegenden Monaten stark gelaufenen Techwerte weiter verkauft wurden. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung für wachstumsstarke Branchen.

Die Rendite auf zehnjährige Staatsanleihen der USA bewegte sich weiter um die 1,6 Prozent. Zinsauftrieb kommt seit Wochen vom zunehmenden Konjunkturoptimismus und von den Sorgen um eine steigende Inflation. Hintergrund ist das anstehende Konjunkturpaket unter US-Präsident Joe Biden zur Bewältigung der Corona-Krise, dem am Samstag der US-Senat zugestimmt hatte.

ASIEN

An den Märkten in Fernost wurden am Montag Abschläge verzeichnet.

Der japanische Leitindex Nikkei gab letztlich 0,42 Prozent auf 28'743,25 Punkte ab.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite 2,3 Prozent auf 3'421,41 Zähler. Daneben verbuchte der Hang Seng in Hongkong ein Minus von 1,92 Prozent auf 28'540,83 Stellen.

Gute Vorgaben der US-Börsen verpufften damit ebenso wie die Zustimmung des US-Senats zum 1,9 Billionen Dollar schweren Massnahmenpaket zur Stützung der Konjunktur und starke, klar über den Erwartungen ausgefallene Ex- und Importdaten Chinas in den ersten zwei Monaten des Jahres.

Es standen besonders Technologieaktien stark unter Druck, der entsprechende Subindex brach zeitweise um über 4 Prozent ein. Bereits zuletzt hatten sich Technologieaktien weltweit deutlich unterdurchschnittlich entwickelt, weil sie wegen ihrer hohen Bewertungen als besonders empfindlich auf steigende Zinsen reagieren, wie sie an den Rentenmärkten zu beobachten waren.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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