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Geändert am: 07.10.2022 22:06:43

Starke US-Jobdaten verstärken Zinsängste: SMI und DAX verabschieden sich tiefer ins Wochenende -- Wall Street schliesslich im Sinkflug -- Letztlich Verluste in Asien

Der heimische und der deutsche Aktienmarkt schlossen einen volatilen Freitagshandel letztlich mit tiefroten Notierungen ab. Auch an den US-Börsen herrschte hoher Verkaufsdruck vor. Die Märkte in Asien gingen mit schwachen Notierungen ins Wochenende.

SCHWEIZ

Am heimischen Aktienmarkt ging es am Freitag nach einem volatilen Handelsbeginn doch noch deutlich bergab.

Der SMI zeigte sich zum Start der Sitzung leichter, wechselte im weiteren Verlauf dann aber mehrfach das Vorzeichen. Gegen Nachmittag fiel der SMI aber auf rotes Terrain zurück, wo er den Handelstag auch beendete. Letztlich betrugen die Abschläge 0,87 Prozent auf 10'308,57 Einheiten.

Die Nebenwerteindizes folgten der Tendenz des Leitindex. Der SPI startete ebenso wie der SLI tiefer. Nach einem durchwachsenen Handel gingen beide Indizes letztlich mit Abschlägen aus dem Tagesgeschäft: Der SPI bei 13'190,98 Zählern (minus 1,03 Prozent) und der SLI bei 1'546,34 (minus 1,37 Prozent).

Mit Kursverlusten ist der schweizerische Aktienmarkt am Freitag aus dem Handel gegangen. Solide US-Arbeitsmarktdaten liessen Hoffnungen auf eine weniger aggressive Geldpolitik der US-Notenbank endgültig platzen. Zwar waren im September weniger Arbeitsplätze entstanden als erwartet, dafür war die Arbeitslosenquote überraschend niedrig. Die Federal Reserve wird also weiter die Leitzinsen erhöhen müssen, um die Nachfrage zu dämpfen und die hohe Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Dass sie auch eine Rezession in Kauf nehmen würde, um diese Ziele zu erreichen, hatte die Fed schon vor Monaten klargemacht.

"Zu den Befürchtungen weiterer stringenter Zinsanhebung gesellen sich nun noch schwächere Quartalszahlen von den US-Technologieunternehmen hinzu", kommentierte ein Händler. "Der Chipkonzern AMD hat den Marktteilnehmern auf unangenehme Art den Schweinezyklus im Halbleitersektor ins Gedächtnis zurückgeholt und auch der koreanische Technologiegigant Samsung hat die Marktteilnehmer verschreckt." Dies schüre speziell mit der in der kommenden Woche beginnenden Berichtssaison die Ergebnissorgen. Darüber hinaus mache die Entwicklung der deutschen Importpreise wenig Hoffnung auf eine baldige Beruhigung der Inflation im nördlichen Nachbarland.

DEUTSCHLAND

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt wurden im Tagesverlauf immer pessimistischer.

Der DAX ging zwar verlustreich in den Freitagshandel, konnte sich aber gegen Mittag in die Gewinnzone vorarbeiten. Mit den schwachen US-Börsen fiel dann aber auch das deutsche Börsenbarometer bis Handelsende noch stärker in die Verlustzone. Letztlich beliefen sich die Einbussen auf 1,59 Prozent, was einen Schlussstand von 12'273,00 Zählern bedeutete.

Der US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitagnachmittag den Druck auf den deutschen Aktienmarkt verstärkt. Die Zahl der Beschäftigten stieg in den USA im September stärker als erwartet, die Lohnentwicklung entsprach den Prognosen. Von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hiess es, die Arbeitsmarktsituation in den USA sei weiterhin als solide einzustufen. Es bestehe nach den Daten kein Grund daran zu zweifeln, dass die US-Notenbank Fed demnächst nochmals kräftig an der Zinsschraube drehen werde und dies auch im weiteren Verlauf 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 tun werde.

Höhere Zinsen bedeuten Risiken für die Aktienmärkte, weil andere Anlageklassen dann attraktiver werden. Zudem bestehen aktuell angesichts der restriktiven Geldpolitik erhebliche Rezessionsgefahren.

WALL STREET

Am US-Aktienmarkt prägten am Freitag rote Vorzeichen das Bild.

So eröffnete der Dow Jones mit einem Verlust in die Sitzung und fiel im Handelsverlauf noch viel tiefer. Schlussendlich gab der US-amerikanische Leitindex 2,11 Prozent auf 29'296,79 Punkte nach. Auch der technologielastige NASDAQ Composite vergrösserte sein Minus, nachdem er bereits zum Start war. Sein Schlussstand betrug 10'652,40 Zähler (-3,8 Prozent).

Ein unerwartet robuster Arbeitsmarktbericht hatte den Anlegern an der Wall Street die Lust auf Aktien am Freitag weiter verdorben. Die Job-Daten wurden von Börsianern als Hinweis auf eine unverdrossen strenge Geldpolitik in den USA interpretiert. Hoffnungen, die US-Notenbank Fed könnte angesichts schwacher Konjunktursignale etwas weniger forsch im Kampf gegen die hohe Inflation vorgehen, haben sich damit wohl vorerst zerschlagen.

Die US-Wirtschaft hatte im September mehr Arbeitsplätze geschaffen als von Analysten erwartet. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten Juli und August nach oben revidiert. Während die Arbeitslosenquote überraschend sank, legten die Stundenlöhne erneut deutlich zu.

Der US-Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Gradmesser, an dem die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Womöglich hatte deshalb der ein oder andere Börsianer auf schwächere Daten gehofft, um die US-Währungshüter doch noch zum Umdenken zu bewegen. Denn unter Investoren die Sorge gross, dass die Zinsschritte über das Ziel hinausschiessen und der Konjunktur noch einen weiteren Dämpfer verpassen. Mit den Jobdaten ist für die Börsianer aber das Szenario schnell steigender Leitzinsen wieder real. Es bestehe nach den Daten "kein Grund daran zu zweifeln, dass die Fed demnächst nochmals kräftig an der Zinsschraube drehen wird und dieses auch im weiteren Verlauf 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 tun wird", hiess es dazu von der Bank Helaba.

ASIEN

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich vor dem Wochenende tiefer.

Der Nikkei verlor zum Handelsschluss 0,71 Prozent auf 27'116,11 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland wurde feiertagsbedingt aufgrund der "Goldenen Woche" bis einschliesslich Freitag nicht gehandelt. Der Shanghai Composite verharrte daher auf seinem Schlussstand von Freitag. Da ging es 0,55 Prozent auf 3'024,39 Zähler runter. In Hongkong zeigt sich der Hang Seng letztlich ebenfalls 1,51 Prozent leichter bei 17'740,05 Punkten.

Asiens wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag wieder einen Schritt zurück getan. Die mässige Entwicklung der Wall Street belasteten. Trotz der Abgaben stabilisierten sich die Märkte der Region auf Wochensicht aber etwas.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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Long 10'608.99 19.06 AISSMU
Long 10'394.98 13.90 AMSSMU
Long 9'950.63 8.99 CVSSMU
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