<
Kurse + Charts + Realtime
Snapshot
Chart (gross)
Historisch
Chartvergleich
>
<
Nachrichten
Marktberichte
Analysen
>
Geändert am: 06.01.2020 22:28:15

SMI schliesst leicht im Minus -- DAX verliert im Montagshandel -- US-Börsen erzielen leichte Gewinne -- Gold klettert auf höchsten Stand seit 2013

SCHWEIZ

Der Aktienmarkt in der Schweiz hat am Montag nochmals nachgegeben, die Verluste hielten sich aber in Grenzen.

Der Leitindex SMI fiel um 0,3 Prozent auf 10'665,41 Punkte aber weniger deutlich zurück als andere wichtige europäische Indizes.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI zeigen sich mit Abschlägen von 0,4 Prozent auf 1'637,58 Punkte respektive minus 0,3 Prozent auf 12'896,17 Zähler ebenfalls schwächer.

Der Markt wurde zu Handelsschluss nur noch leicht belastet von der Krise im Nahen Osten, nachdem es am Morgen noch zu deutlicheren Verlusten gekommen war. Da es im Lauf des Tages noch nicht zu einer weiteren Verschärfung in der Krise kam, zeigten sich einige Anleger ermutigt und begannen auf dem gesunkenen Niveau einzusteigen.

Allerdings bleibt die Unsicherheit gross, vor allem mit Blick darauf, dass mögliche Aktionen des Iran erst nach der dreitägigen Staatstrauer zu erwarten sind. Nach der Tötung des wichtigsten iranischen Generals in der Nacht auf Freitag hatte Iran mit einem Raketenschuss in die Nähe der US-Botschaft in Bagdad reagiert. Danach war es zu Verbalattacken und Drohungen beider Seiten gekommen.

DEUTSCHLAND

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche zeigte sich der DAX signifikant schwächer.

Der Leitindex DAX rutschte zeitweise sogar unter die Marke von 13'000 Zähler, konnte diese im weiteren Handelsverlauf aber wieder deutlich überwinden. Zum Sitzungsende verbuchte er mit aktuell 13'126,99 Punkten ein Minus von 0,7 Prozent. Der TecDAX verletzte zeitweise die 3'000-Punkte-Marke und schloss 1,1 Prozent niedriger auf 3'001,20 Zählern.

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das irakische Parlament die Regierung aufgefordert, ausländische Truppen aus dem Land zu verweisen. Für den Fall eines Rauswurfs von 5.000 im Irak stationierten US-Soldaten drohte US-Präsident Donald Trump dem bisherigen US-Verbündeten mit Sanktionen "wie nie zuvor".

"Die Zuspitzung des Konflikts lässt die Risikoaversion an den Finanzmärkten schon wieder ansteigen", schrieb Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank. Laut den Experten des Bankhauses Metzler verkompliziert eine Truppen-Ausweisung im Irak die Lage weiter. Sie betonten, die Eskalation habe an den Märkten eine Flucht in sichere Anlagehäfen zur Folge. Diese trieb Anleger heraus aus Aktien und hinein in Staatsanleihen.

Anzeige

DIE TOP-ETFS VON iSHARES

Name Valor TER Perf. 3J in %
iShares SMI® (CH)
889976
0.36
33.73
iShares Core SPI® (CH)
23793565
0.10
35.06
iShares Edge S&P 500 Mini...
20023273
0.20
36.36
iShares MSCI World ESG Sc...
43695827
0.20

iShares Electric Vehicles...
44880650
0.40

WALL STREET

Den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zum Trotz haben am Montag die US-Börsen ihre jüngsten Verluste gut verdaut.

Der Dow Jones legte leicht zu und verbesserte sich um 0,24 Prozent auf 28'703,38 Zähler. Der NASDAQ Composite entwickelte sich ähnlich und schloss 0,56 Prozent höher auf 9'071,46 Punkten.

Die abgemilderten Reaktionen der US-Börsen auf die steigenden Spannungen im Nahen Osten schienen zu reflektieren, dass die jüngste Eskalation die US-Wirtschaft wohl kaum in Mitleidenschaft ziehen werde, kommentierten die Experten von Capital Economics. Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das Parlament im Irak überraschend für einen Abzug der rund 5000 im Land stationierten US-Soldaten gestimmt. Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen an die Führung im Iran nochmals massiv verschärft und vor Racheakten für die Tötung Soleimanis gewarnt. Die Regierung in Teheran sieht sich ausserdem dem Wiener Atomabkommen von 2015 künftig nicht mehr verpflichtet.

ASIEN

Asiens Börsen begrüssen die neue Handelswoche mit überwiegend schwächeren Notierungen.

Die japanische Börse war am Freitag geschlossen und holte nun die Abwärtsbewegung der anderen Märkte nach. Der Nikkei verlor zum Handelsschluss 1,9 Prozent und schloss auf 23'204,86 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland tendierte der Shanghai Composite hingegen seitwärts und und beendete den Handel mit 3'083,41 Zählern praktisch unverändert. Der Hang Seng in Hongkong verbuchte mit 28'226,19 Punkten ein Minus von 0,8 Prozent.

Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten belastet die Aktienmärkte in Asien und Australien zwar auch am Montag. Allerdings hat der Verkaufsdruck deutlich nachgelassen, einige Börsenindizes liegen sogar im Plus. Zwar verschärft sich der Konflikt zwischen den Kontrahenten USA und Iran, unmittelbare Gewaltausbrüche sind aber bislang ausgeblieben. Der Iran ist nun auch formell aus dem Atomabkommen ausgetreten, dieses galt aber bereits zuvor als tot.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

Eintrag hinzufügen

Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
06.01.20 Aoki Super Co LTD / Quartalszahlen
06.01.20 Craven House Capital PLC / Generalversammlung
06.01.20 Daiseki Co Ltd / Quartalszahlen
06.01.20 Daiseki Eco. Solution Co Ltd / Quartalszahlen
06.01.20 Kaneko Seeds Co Ltd / Quartalszahlen
06.01.20 Marumae Co Ltd / Quartalszahlen
06.01.20 Medco Energi Internasional / Quartalszahlen
06.01.20 STUDIO ALICE Co Ltd / Quartalszahlen
06.01.20 Cal-Maine Foods Inc. / Quartalszahlen
06.01.20 Commercial Metals Co. / Quartalszahlen
06.01.20 Aether Catalyst Solutions Inc Registered Shs / Generalversammlung
06.01.20 Pier 1 Imports Inc Registered Shs / Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
n/a
Mieser Wochenstart Dank Coronavirus | BX Swiss TV

Indizes in diesem Artikel

DAX 12'774.88
-0.12%
TecDAX 3'043.45
-0.28%
Dow Jones 27'226.06
0.53%
NASDAQ 100 8'924.72
1.02%
SMI 10'512.29
0.32%
SPI 12'703.63
0.26%
NIKKEI 225 22'426.19
-0.79%
Hang Seng 26'696.49
-0.73%
Shanghai Composite 3'013.05
-0.60%
SLI 1'608.48
0.50%

Finanzen.net News

pagehit
;