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Geändert am: 04.05.2021 22:18:23

US-Börsen schliessen uneinheitlich -- SMI geht deutlich tiefer aus dem Handel -- DAX schliesst unter 14.900-Punkte-Marke -- Hang Seng letztlich im Plus

Der heimische und der deutsche Markt präsentierten sich im Dienstagshandel mit kräftigen Verlusten. Die US-Techtitel verbuchten am Dienstag klare Abschläge. Der Hang Seng erzielte hingegen Gewinne.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag deutlich schwächer.

Der SMI hatte den Handel zwar mit einem minimalen Zuschlag begonnen, im weiteren Verlauf drehte der Leitindex jedoch ins Minus und schloss mit einem Verlust von 1,33 Prozent bei 10'970,93 Zählern.

Auch die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI beendeten den Tag mit Abschlägen und verloren 1,41 Prozent auf 1'780,25 Punkte bzw. 1,39 Prozent auf 14'085,50 Einheiten.

Nach dem dynamischen Wochenauftakt ging dem Schweizer Aktienmarkt bereits am Dienstag schon wieder die Puste aus. Händler verwiesen einerseits auf die Bewertungen, die im Zuge der zuletzt guten Börsenstimmung wieder gestiegen seien. Ausserdem beginne mit dem Mai die Börsenzeit, in der sich Investoren gerne an die Seitenlinie zurückzögen, um ihre bisherigen Gewinne zu sichern.

Anleger seien derzeit gefangen zwischen den beschleunigten Impfkampagnen sowie der Aussicht auf weitreichende Lockerungen auf der einen Seite und der Sorge, dass die erwartete massive Erholung der Wirtschaft die Notenbanken zum Handeln zwingen wird auf der anderen Seite. Die anziehende Inflation hänge wie ein Damoklesschwert über den Börsen, hiess es von Händlerseite. "Den Notenbanken ist es nur teilweise gelungen, die Investoren zu beruhigen", meinte einer.

Im Blick der Anleger standen daher vor allem die Bilanzvorlagen der heimischen und ausländischen Unternehmen. Unter den Blue Chips wurde dabei vor allem auf Geberit geschaut. Das Unternehmen hat einen ordentlichen Wachstumsschub verzeichnet.

DEUTSCHLAND

Für den deutschen Leitindex ging es am Dienstag deutlich abwärts.

Der DAX wechselte nach einem freundlichen Start das Vorzeichen und fiel sogar unter die wichtige 15'000-Punkte-Marke. Schlussendlich stand ein kräftiges Minus von 2,49 Prozent bei 14'856,48 Punkten an der Kurstafel.

Hauptgrund für den Kursabrutsch waren politische Spannungen. Mit Besorgniss reagierten die Anleger auf Berichte, wonach Chinas Luftwaffe angeblich den Luftraum Taiwans verletzt hat.

Daneben haben steigende Zinsen an den Anleihemärkten die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig gestimmt. Pierre Veyret vom Broker ActivTrades verwies zwar als positiven Einflussfaktor auf perspektivische Lockerungen in der Corona-Pandemie. Als Gegenpol gebe es aber die Erwartung einer anziehenden Inflation und die deshalb steigenden Marktzinsen, die unter den Anlegern für Unsicherheit sorgten.

Auch charttechnisch scheint der DAX mittlerweile angeschlagen. Dem Leitindex sei es am Montag erneut nicht gelungen, die kurzfristig relevante 21-Tage-Durchschnittslinie nachhaltig zu überwinden, hiess es hier von Seiten der Helaba. Die Experten der Landesbank verwiesen auch auf die Saisonalität: Gemäss der Börsenweisheit "Sell in May and go away" soll der Mai ein guter Monat sein für einen vorübergehenden Rückzug.

Die Verluste erstreckten sich auf den breiten Aktienmarkt in Deutschland und Europa.

Zudem zog eine Flut von Quartalsvorlagen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. So rückten neben Vonovia auch Infineon und HelloFresh in den Blick der Börsianer.

WALL STREET

Die Wall Street zeigte sich am Dienstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Dow Jones konnte seine Verluste im Handelsverlauf reduzieren und schaffte es am Ende sogar um 0,06 Prozent auf 34'135,34 Indexpunkte ins Plus. Deutlich schwächer präsentierten sich die Techwerte: Der NASDAQ Composite verlor im Dienstagshandel 1,88 Prozent auf 13'633,50 Zähler.

Vor allem von politischer Seite kam Druck auf den Markt - denn offenbar hat China den Luftraum Taiwans verletzt.
Derweil bewegen sich die Indizes in der Nähe ihrer Rekordstände und Anleger müssen weiter abwägen zwischen den treibenden und den drückenden Faktoren. Starke Konjunkturdaten und robuste Unternehmenszahlen stehen gegen Inflationssorgen und steigende Corona-Fallzahlen in etlichen Weltregionen. Einige Experten unken, dass die aufgehellten Aussichten für Konjunktur und Unternehmensgewinne bereits in den Bewertungen enthalten seien.

ASIEN

An den Börsen in Asien blieb es auch am Dienstag feiertagsbedingt ruhig. Lediglich in Hongkong wude gehandelt.

In Tokio und Shanghai wird wegen Feierlichkeiten um den 1. Mai jeweils erst am Donnerstag wieder gearbeitet.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei am Freitag bis zur Schlussglocke 0,83 Prozent auf 28'812,63 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland schloss der Shanghai Composite am Freitag um 0,81 Prozent tiefer bei 3'446,86 Einheiten.

Gehandelt wurde hingegen in Hongkong: Der Hang Seng gewann letztlich 0,7 Prozent auf 28'557,14 Zähler.

Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda sprach von einem verhaltenen Geschäft. Angesichts der uneinheitlichen Vorgaben der Wall Street sei der Handel in ruhigen Bahnen verlaufen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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