Powell-Rede sorgt für Verluste an den US-Börsen -- SMI und DAX beenden Handel leichter -- Asiens Börsen schliessen klar im Minus | 04.03.21 | finanzen.ch
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Geändert am: 04.03.2021 22:02:09

Powell-Rede sorgt für Verluste an den US-Börsen -- SMI und DAX beenden Handel leichter -- Asiens Börsen schliessen klar im Minus

Am heimischen und am deutschen Aktienmarkt gaben die Kurse am Donnerstag nach. Die US-Börsen zeigten sich im Donnerstaghandel tiefrot. Die Indizes in Fernost fielen am Donnerstag steil ab.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt wies am Donnerstag rote Vorzeichen aus.

So eröffnete der SMI schwächer und lag auch anschliessend in der Verlustzone. Er ging 0,2 Prozent tiefer bei 10'750,09 Einheiten aus dem Handel.

Der Nebenwerte-Indix SLI gab um 0,38Prozent auf 1'736,14 Punkte nach, während der SPI dagegen 0,18 Prozent auf 13'456,50 Zähler zulegte.

Belastet wurde die Stimmung von den steigenden Anleiherenditen. Höhere Renditen signalisieren Inflationsängste und bedeuten Gegenwind für den Aktienmarkt. Der Markt befürchte, dass die Zentralbanken bei steigender Inflation den Geldhahn früher als erwartet zudrehen werden, hiess es im Handel. Zudem wurde der Leitindex SMI massgeblich vom Dividendenabgang beim Marktschwergewicht Novartis beeinflusst.

Die nach Tagen der Stabilisierung wieder anziehenden Renditen der US-Staatsanliehen lassen laut Händlern die Zinssorgen wieder aufkeimen. Hinzu komme ausserdem die Sorge, dass die US-Wirtschaft doch nicht so gut in Schwung kommt wie erwartet. Denn am Mittwoch hätten überraschend schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung deutlich getrübt, hiess es. Daher blickten die Anleger auch gespannt den am Nachmittag erwarteten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA entgegen. Davon werden Hinweise auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung erhofft, der am Freitag veröffentlicht wird.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Donnerstag in Rot.

So startete der DAX tiefer und stand auch im weiteren Handelsverlauf im Minus. Sein Schlussstand: 14'056,34 Punkte (-0,17 Prozent).

Erneut belastet von der Entwicklung an den Anleihemärkten und dem Ausverkauf im Technologiesektor hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag nachgegeben. Am Vortag hatte der Leitindex noch ein Rekordhoch mit fast 14'200 Zählern erreicht, wurde aber anschliessend vom Renditeanstieg am Anleihemarkt ausgebremst. Das Tauziehen zwischen Bullen und Bären ging vorerst weiter. Anleihen werden bei steigenden Zinsen zu einer Alternative für Anleger. Geld aus dem Aktienmarkt könnte dann abfliessen. An diesem Donnerstag tendierte die Rendite der zehnjährigen US-Staatspapiere teils wieder in Richtung von 1,5 Prozent. Trotz zuletzt beschwichtigender Worte von Fed-Chef Jerome Powell, dass eine Straffung der Geldpolitik noch lange nicht anstehe, seien die Märkte bislang nicht in der Lage, die Sorgen um steigende Renditen abzuschütteln, sagte Analystin Sophie Griffiths vom Broker Oanda. Eine Rendite von 1,5 Prozent sei noch nicht viel verglichen mit dem Niveau vor der Pandemie. Sorgen bereite aber das Tempo des Anstiegs. Einer weiteren Rede Powells an diesem Donnerstag werde daher besondere Aufmerksamkeit zuteil.

WALL STREET

Am Donnerstag zeigten sich Anleger in den USA in Verkaufslaune.

Der Dow Jones startete 0,06 Prozent fester bei 31'289,01 Punkten, rutschte später aber tief ins Minus und schloss 1,22 Prozent schwächer bei 30'923,55 Punkten. Der NASDAQ Composite verlor anfänglich 0,33 Prozent auf 12'953,99 Zähler und gab im Handelsverlauf ebenfalls kräftig nach. Am Ende ging es um 2,11 Prozent auf 12'723,47 Zähler nach unten.

Am US-Aktienmarkt schauten die Anleger weiterhin gebannt auf die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen. Die US-Notenbank Fed hat sich zurückhaltend über den Anstieg der Kapitalmarktzinsen geäussert. Powell habe die Anleger nicht wie erhofft mit seinen Kommentaren beruhigt, sagte ein Marktbeobachter und begründete damit die fallenden Aktien- und Anleihekurse. Vielmehr sei er vage geblieben, was die möglichen Reaktionen der Fed sein könnten, falls die Renditen noch kräftiger stiegen. Er sagte lediglich: "Ich wäre besorgt über ungeordnete Bedingungen an den Märkten oder eine anhaltende Verschärfung der finanziellen Bedingungen, wenn dies das Erreichen unserer Ziele gefährdet." Inflationsgefahren sieht Powell zudem keine. Falls es zu einem vorübergehenden Anstieg der Verbraucherpreise komme, werde dieser "geduldig beobachtet".

ASIEN

Die wichtigsten Börsen in Asien wiesen am Donnerstag kräftige Verluste aus.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Abschlag von 2,13 Prozent bei 28'930,11 Punkten.

Auch in China ging es deutlich abwärts. Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um 2,05 Prozent auf 3'503,49 Zähler. Daneben brach der Hang Seng in Hongkong sogar um 2,15 Prozent auf 29'236,79 Einheiten ein.

Nach dem positiven Mittwoch dominierten wieder Sorgen wegen der steigenden Zinsen, die in den USA bereits für eine schwache Tendenz an den Aktienmärkten gesorgt hatten, insbesondere erneut bei den als besonders zinssensitiv geltenden hoch bewerteten Technologieaktien.

Der von steigenden Inflationserwartungen ausgelöste Zinsanstieg könne die US-Notenbank möglicherweise früher als geplant dazu bewegen, ihre Geldpolitik restriktiver zu gestalten, befürchten Börsianer. Aus Kreisen der US-Notenbank kommen derweil aber weiter beruhigende Töne, wonach die Inflation keine Sorge bereite und die Geldpolitik noch lange locker bleiben werde.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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