Wall Street letztlich mit Aufschlägen -- SMI und DAX schliessen im Plus -- Asiens Börsen letztlich ohne einheitliche Tendenz | 02.04.20 | finanzen.ch
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Geändert am: 02.04.2020 22:18:23

Wall Street letztlich mit Aufschlägen -- SMI und DAX schliessen im Plus -- Asiens Börsen letztlich ohne einheitliche Tendenz

An der Wall Street ging es im Handel am Donnerstag aufwärts. Obwohl es an der heimischen und deutschen Börse zeitweise tief nach unten ging, ging es am späten Nachmittag wieder aufwärts. Die Indizes in Asien fanden am Donnerstag keine gemeinsame Richtung.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt war am Donnerstag von grosser Volatilität geprägt.

Der Leitindex SMI eröffnete den Tag mit einem Zuschlag. Am Nachmittag kam als Belastung jedoch der US-Arbeitsmarktbericht, welcher den Index auf rotes Terrain drückte. Im späten Handel ging es dann jedoch doch wieder aufwärts, sodass er den Börsentag letztlich 1,11 Prozent fester bei 9'270,96 Punkten verließ.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI standen nach einem nervösen Handelstag letztlich ebenfalls im Plus. Der SLI verabschiedete sich 0,49 Prozent höher bei 1'337,05 Stellen, während der SPI 0,71 Prozent auf 11'273,22 Einheiten zulegte.

Fester sind die Kurse am schweizerischen Aktienmarkt aus einer turbulenten Sitzung am Donnerstag gegangen. Zentrales Thema war erneut die Coronavirus-Pandemie. Hier lässt die Situation in Europa etwas hoffen, während sich die Lage in den USA weiter zuspitzt.

In den USA hinterlässt die Krise schon deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt: Dort haben in der vergangenen Woche so viele Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt wie nie zuvor. Verglichen mit der Woche davor, in der schon ein sprunghafter Anstieg verzeichnet und eine Rekordzahl an Anträgen gestellt worden war, hat sich die Zahl der Anträge überraschend nochmals fast verdoppelt. Das drückte sowohl in den USA als auch in der Schweiz die Kurse zeitweise ins Minus.

DEUTSCHLAND Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag volatil.

Der DAX war mit Zuschlägen in den Handel gestartet, wechselte im Verlauf dann jedoch mehrfach das Vorzeichen. Letztlich verließ er den Handel mit plus 0,27 Prozent bei 9'570,82 Einheiten etwas fester.

Nachdem sich der deutsche Aktienmarkt lange Zeit am Donnerstag kaum verändert gezeigt hatte, kam am Nachmittag nochmals richtig Schwung in das Geschehen. Den ersten Impuls lieferten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA. Diese fielen mit rund 6,65 Millionen doppelt so hoch aus, wie befürchtet. "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. Das hohe Tempo der Entlassungen ist frappierend und stellt alles in den Schatten, was die USA am Arbeitsmarkt jemals erlebt hatten", so Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner.

US-Präsident Donald Trump vermeldete dann im späten Verlauf über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass seine Gespräche mit Saudi-Arabien und Russland Früchte getragen hätten und stellte eine deutliche Öl-Förderkürzung in Aussicht. Die Ölpreise schossen in der Folge zwischenzeitlich um über 30 Prozent in die Höhe, was auch die Aktienmärkte wieder nach oben spülte.

WALL STREET

Die Wall Street verzeichnete am Donnerstag letztlich Gewinne.

Der Dow Jones eröffnete den Tag und wechselte schon kurz darauf mehrfach das Vorzeichen. Bis zum Handelsende konnte er dann aber 2,24 Prozent zulegen auf 21.413,44 Punkte. Der Nasdaq Composite startete daneben ebenfalls im Minus und wechselte mehrfach das Vorzeichen. Zum Sitzungsende konnte aber auch er einen Gewinn verzeichnen. Plus 1,72 Prozent auf 7.487,31 Zähler standen an der Tafel.

Düstere Signale vom US-Arbeitsmarkt in Zeiten der Viruskrise hatten am Donnerstag an der Wall Street die Nervosität hoch gehalten. Dem gegenüber stand jedoch eine Erholungsrally an den Ölmärkten, die sich positiv auf Aktien der Branche auswirkte. Als Kurstreiber an den Ölmärkten fungierte eine Twitter-Nachricht von Donald Trump. Russland und Saudi-Arabien wollen nach Darstellung des US-Präsidenten ihre Ölproduktion absenken. Trump erklärte unter Berufung auf ein Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, er "erwarte und hoffe", dass die Länder ihre Produktion um zehn oder möglicherweise sogar 15 Millionen Barrel kürzen könnten. Die Rally verlor jedoch wieder etwas an Schwung, weil der Kreml die Darstellung umgehend zurückwies.

ASIEN

Am Donnerstag schlugen die asiatischen Indizes verschiedene Richtungen ein.

Der Nikkei schloss mit einem Verlust von 1,37 Prozent bei 17'818,72 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite hingegen um 1,69 Prozent auf 2'780,64 Zähler. In Hongkong legt der Hang Seng um 0,84 Prozent zu auf 23'280,06 Einheiten.

Händler hoffen im Zuge der Coronavirus-Pandemie auf eine nahe Bodenbildung an den Aktienmärkten. Sorge bereitet allerdings die Situation in den USA, wo sich das Virus weiter auf dem Vormarsch befindet. Das Land verzeichnet die weltweit höchste Zahl an Infektionen. Der Gouverneur des Bundesstaates New York Andrew Cuomo sieht den Scheitelpunkt der Pandemie in den USA nicht vor Ende April. In Europa könne dieser dagegen bald erreicht sein, so Stimmen aus dem Handel.

Händler in Hongkong verwiesen auf die ernüchternde Einschätzung der US-Regierung hinsichtlich der Auswirkungen der Pandemie auf die USA. Für Unruhe sorgen Berichte aus China, dass Covid-19 nach Hubei nun auch in immer mehr anderen Provinzen des Landes festgestellt wird. Nach neuen Berichten über massive Fälschungen der chinesischen Fallzahlen bei Ausbruch der Seuche verunsicherten die neuen Daten in China, hiess es. Andererseits gab es Hinweise auf weitere geldpolitische Lockerungen, die wiederum etwas stützten.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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