Wall Street letztlich mit Abschlägen -- SMI und DAX schliessen in Grün -- Asiens Börsen schlussendlich mit Verlusten | 02.03.21 | finanzen.ch
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Geändert am: 02.03.2021 22:08:46

Wall Street letztlich mit Abschlägen -- SMI und DAX schliessen in Grün -- Asiens Börsen schlussendlich mit Verlusten

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt konnten am Dienstag moderat zulegen. An der Wall Street übernahmen schhlussendlich die Bären das Ruder. Die Indizes in Fernost geben am Dienstag ab.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt zog am Dienstag an.

So eröffnete der SMI mit einem kleinen Gewinn und baute diesen anschliessend noch aus. Bis zum Handelsende blieb ein Aufschlag in Höhe von 1,03 Prozent auf 10'817,15 Punkte an der Kurstafel stehen.

Auch die Nebenwerte-Indizes SLI und SPI legten kräftig zu. Sie schlossen 0,97 Prozent im Plus bei 1'747,77 Einheiten bzw. 0,88 Prozent stärker bei 13'481,45 Stellen.

Händler waren sich allerdings einig, dass die aktuellen Kursgewinne grundsätzlich zum derzeitigen Konsolidierungsmuster der Märkte passten.

Immerhin war es in der Vorwoche in einem insgesamt recht volatilen Verlauf auch zu vereinzelt deutlichen Gewinnmitnahmen gekommen. "Die Märkte korrigieren den langfristigen Aufwärtstrend", kommentiert ein Börsianer mit Anspielung auf die starke Erholung der Märkte im vergangenen Jahr. "Die weniger ausgeprägte Risikobereitschaft der Anleger ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die globale Erholung dank des extrem expansiven Umfelds der Staaten und Zentralbanken bereits seit Beginn der Pandemie weitgehend eingepreist war." Nichtsdestotrotz sei festzuhalten, dass Investoren die Welt in einem neuen Licht sähen, hiess es am Markt zur generellen Stimmung. "Nicht zuletzt durch die Fortschritte beim US-Konjunkturpaket nimmt auch die Hoffnung auf eine Überwindung der Pandemie-Folgen zu."

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Dienstag freundlich.

Nachdem der DAX leichter gestartet war, drehte er im weiteren Handelsverlauf ins Plus. Sein Schlusstand: plus 0,19 Prozent bei 14'039,80 Punkten.

Der DAX behauptet sich damit über der am Vortag zurückeroberten Marke von 14'000 Punkte.

Vorerst nicht weiter beunruhigend für die Börsen ist die Situation an den Anleihemärkten. Die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen lag zuletzt bei 1,45 Prozent. Sorgen vor steigender Inflation und in der Folge einem Anziehen der Zinsen hatten gerade in der vergangenen Woche die Aktienmärkte teils deutlich ausgebremst.

Der Anlagestrate Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank hielt einen dauerhaften Anstieg der Inflationsraten für unwahrscheinlich. Die internationale Arbeitsteilung in Kombination mit einer immensen Preistransparenz sowie einer fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt wirkten weiterhin inflationsdämpfend, schrieb er in einer aktuellen Studie. Darüber hinaus sei in den nächsten Jahren nicht mit einer Vollauslastung der volkswirtschaftlichen Kapazitäten zu rechnen. Für die Aktien-Anlage ist der Experte zuversichtlich.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten den Dienstagshandel letztlich auf negativem Terrain.

Der Dow Jones eröffnete nahezu unverändert und pendelte zwischenzeitlich um die Nulllinie. Doch dann überwog der Verkaufsdruck: Der US-amerikanische Leitindex verlor schliesslich 0,46 Prozent auf 31'391,52 Punkte. Der NASDAQ Composite rutschte nach anfänglichen Gewinnen ebenfalls ins Minus. Er beendete die Sitzung 1,69 Prozent niedriger bei 13'358,79 Einheiten.

Da keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda standen, galt das Interesse der Anleger den virtuellen Auftritten zweier Vertreterinnen der US-Notenbank, von denen sich die Investoren Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed erhofften. Fed-Gouverneurin Lael Brainard sprach beim Council of Foreign Relations und die Präsidentin der Fed-Filiale von San Francisco, Mary Daly, beim Economic Club in New York. Wirkliche Auswirkungen auf die Börse hatten die Reden jedoch nicht, Anleger blieben in Deckung.

Die Fed hat seit Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr den Markt mit billigem Geld geflutet und auf diese Weise die Renditen am Anleihemarkt niedrig gehalten und gleichzeitig die Aktienmärkte nach oben getrieben. Doch in den zurückliegenden Wochen funktionierte dies nicht mehr. Vermögensverwalter setzten mehr und mehr auf eine Erholung der Wirtschaft und eine stärkere Inflation. Sie trennten sich in grossem Stil von Staatsanleihen und trieben damit die Renditen am Anleihemarkt in kurzer Zeit kräftig nach oben.

ASIEN

Die wichtigsten Börsen in Asien wiesen am Dienstag rote Vorzeichen aus.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Verlust von 0,86 Prozent bei 29'408,17 Punkten.

Auch in China hatten die Bären das Ruder übernommen. Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um 1,21 Prozent auf 3'508,59 Zähler. Daneben gab der Hang Seng in Hongkong um 1,21 Prozent auf 29'095,86 Einheiten ab.

Teils scharfe Richtungswechsel zeigten die Börsen in Asien am Dienstag. Nach einem Start in positivem Terrain - gestützt von guten US-Vorgaben - drehten die Indizes zum Handelsschluss ins Minus.

Für Verstimmung sorgte, dass in China der Regulierer des Bankensektors eine Reihe von Risiken hervorhob, wie den starken Zufluss von Kapital aus dem Ausland und eine Blasenbildung bei Vermögenswerten wie Immobilien. In der Konsequenz könne das die chinesische Notenbank zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlassen, so Beobachter.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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