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Geplanter Produktionsstopp 07.01.2020 08:18:00

Boeing will 737-MAX-Mitarbeiter versetzen statt entlassen

Boeing will 737-MAX-Mitarbeiter versetzen statt entlassen

Bei Boeing selbst werden Mitarbeiter allerdings nur versetzt, nicht entlassen. Beim grössten Zulieferer Spirit AeroSystems Holdings wird dies voraussichtlich aber Arbeitsplätze kosten.

Boeing Co teilte den Mitarbeitern am Montag in einem Memo mit, dass bis zu 3.000 Arbeitnehmern, die den 737 MAX produzieren, andere Aufgaben zugewiesen werden. Boeing plane nicht, Mitarbeiter zu entlassen, wenn es die Produktion des 737 MAX Mitte Januar aussetzt, um die Finanzen zu schonen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern werde die Mitarbeiter zur Betreuung der rund 800 Jets, die derzeit am Boden bleiben müssen, und zum Bau anderer Flugzeuge an anderen Standorten einsetzen. Boeing hatte im Dezember angekündigt, die 737 MAX-Produktion zu stoppen, bis die Behörden die Genehmigungen für die Wiederinbetriebnahme und Auslieferung erteilt hätten.

Spirit AeroSystems Holdings Inc, der Hersteller von Rumpf und anderen Teilen des 737 MAX, wird ebenfalls die Produktion stoppen. Der Konzern aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas, teilte mit, er evaluiere ein freiwilliges Entlassungspaket für einige Mitarbeiter als Antwort auf den Produktionsstopp. Das Geschäft mit dem 737 MAX macht etwa die Hälfte des Umsatzes bei Spirit Aerosystems aus.

Seit dem Flugverbot im März des vergangenen Jahres nach den zwei Flugzeugabstürzen mit Todesfolge hat Boeing im Werk in Seattle monatlich etwa 40 Flugzeuge vom Typ 737 MAX gebaut. Boeing plant nun, einige Mitarbeiter des grossen Werks bei Seattle nun im Bundesstaat Washington beim Bau der Flugzeugtypen 767 und 777 einzusetzen. Andere Beschäftigte würden an Standorte wie Moses Lake, ebenfalls in Washington, sowie Victorville in Kalifornien versetzt, um dort nicht ausgelieferte 737 MAX Jets zu warten. Boeing lagert nicht ausgelieferte MAX Jets auch in San Antonio in Texas.

Boeing teilte weiter mit, angesichts der Ungewissheit, wann die Behörden den 737 MAX wieder die Flugerlaubnis erteilen würden, sei es unklar, wie lange die Versetzungen dauern würden.

Viele Flugzeugzulieferer hatten sich dafür ausgesprochen, dass Boeing einen Teil der Produktion aufrecht erhalte, da bei einem Produktionsstopp die Gefahr bestehe, Arbeitskräfte im derzeit angespannten Arbeitsmarkt zu verlieren. Die Unternehmen hatten wissen lassen, dass es für sie schwieriger sei, Mitarbeiter zu beurlauben und teurer sei, Maschinen zu stoppen und Montagebänder wieder anlaufen zu lassen als die Produktion zu drosseln.

Boeing will im Laufe des Januar keine MAX-Bauteile mehr von Zulieferern annehmen.

DJG/DJN/uxd/jhe

NEW YORK (Dow Jones)

Weitere Links:


Bildquelle: Jordan Tan / Shutterstock.com,Boeing

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