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12.08.2022 12:18:36

Bayer erringt Erfolg im Streit mit BASF um Saatgutgeschäft

(Ausführliche Fassung)

LEVERKUSEN (awp international) - Bayer hat in einem Streit mit der BASF im Zusammenhang mit dem Verkauf des Saatgutgeschäfts einen Erfolg erzielt. Wie die Leverkusener am Freitag mitteilten, hat das Schiedsgericht die Klage abgewiesen. Womöglich kann Bayer nun Rückstellungen in Milliardenhöhe auflösen. Die Aktien des Dax-Konzerns bauten ihre Gewinne daraufhin etwas aus und notierten zuletzt 4,4 Prozent im Plus.

Der Pharma- und Chemiekonzern hatte 2017 und 2018 grosse Teile seines Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln an den heimischen Rivalen BASF für 7,4 Milliarden Euro verkauft, um die Bedenken der Wettbewerbshüter hinsichtlich einer zu grossen Marktmacht durch die mehr als 60 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto auszuräumen.

BASF hatte 2019 eine Schiedsklage angestrengt und dabei Schadenersatz von Bayer gefordert, da angeblich bestimmte Kostenpositionen, insbesondere Personalkosten, nicht hinreichend offengelegt und einigen der veräusserten Geschäftsbereiche nicht in angemessener Weise zugerechnet worden waren. Bayer hatte das bestritten.

Dem Vernehmen nach forderte die BASF 1,7 Milliarden Euro plus Zinsen. Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan kalkuliert indes damit, dass Bayer rund 1,5 Milliarden Euro Rückstellungen für den Fall gebildet hat. Das wären dann etwa drei Prozent des Börsenwertes. Genau ist das der Bilanz des Konzerns nicht zu entnehmen. Die Position dürfte in den im Geschäftsbericht 2021 ausgewiesenen sonstigen Eventualverbindlichkeiten von insgesamt rund drei Milliarden Euro stecken./mis/ngu/jha/


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