Bayer Aktie 326835 / US0727303028
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12.05.2026 17:57:00
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Bayer-Aktie steigt: Ergebnisentwicklung überrascht positiv
Bayer hat im Auftaktquartal anders als vom Markt erwartet deutlich mehr verdient. So fielen die Zahlen im ersten Quartal aus.
Der Konzernumsatz sank wegen negativer Wechselkurseffekte in Höhe von 886 (Vorjahr: 55) Millionen Euro um 2,4 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Bereinigt um diese Effekte stiegen die Einnahmen um 4,1 Prozent. Auf EBITDA-Ebene schmälerten die Währungseffekte den Gewinn um 321 (Vorjahr: 165) Millionen Euro. Das Konzernergebnis erreichte 2,76 Milliarden Euro, mehr als den doppelten Wert des Vorjahres (1,3 Milliarden Euro).
"Wir sind mit dem Jahresstart unserer Divisionen zufrieden und können die währungsbereinigte Prognose für 2026 bestätigen", sagte Vorstandschef Bill Anderson. Zu Stichtagskursen rechnet der Konzern allerdings mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,4 bis 9,9 (bisher: 9,1 bis 9,6) Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernergebnis je Aktie von 4,10 bis 4,60 (bisher: 4,00 bis 4,50) Euro. Finanzchef Wolfgang Nickl sagte jedoch, man rechne auch weiterhin mit volatilen Wechselkursen. Deshalb sei dies nur eine Momentaufnahme.
Bayer-CEO: Glyphosat-Risiko auch ohne positives Supreme-Court-Urteil eindämmbar
Im Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof der USA um die milliardenschweren Glyphosat-Schadensersatzklagen setzt Bayer-Konzernchef Bill Anderson trotz divergierender Äusserungen der Richter auf ein für Bayer positives Urteil. "Wir hatten den Eindruck, dass unsere Argumente überzeugend dargelegt wurden", sagte er in der Pressekonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen. Jetzt müsse der Supreme Court ein Urteil sprechen. Das wird bis Ende Juli erwartet.
Bei der Anhörung Ende April hatten sich die Richter unterschiedlich zur Frage der Preemption geäussert, also der Frage nach dem Vorrang von Bundesrecht vor dem Recht einzelner Bundesstaaten. Aus Sicht von Bayer kann es nicht sein, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA für den Unkrautvernichter Roundup eine Krebswarnung ablehnt, zugleich aber entsprechende Klagen über ein fehlendes Etikett auf der Ebene der Bundesstaaten vor Gerichten zum Erfolg führen.
"Das ist etwas, das durch die Rechtsstreitigkeiten und den anhaltenden Angriff der US-Klageindustrie auf die Wissenschaft verursacht wurde, und wir hoffen wirklich, dass der Supreme Court hier die richtige Antwort finden wird", sagte Anderson.
Sollte Bayer vor dem Gericht ein positives Urteil bekommen, so könnten viele der anhängigen Klagen wegen der angeblich krebserregenden Wirkung von Glyphosat hinfällig werden. Anderson hatte den Investoren versprochen, die Rechtsrisiken 2026 deutlich eindämmen zu können. Auch bei einem negativen Urteil sei das aber möglich, versicherte er. "Wir glauben, dass wir auch in diesem Jahr noch die Möglichkeit haben, die Rechtsstreitigkeiten erheblich einzudämmen - mit oder ohne das Urteil des Supreme Court", so Anderson.
Noch vor der Urteilsverkündung des Supreme Court müssen sich die Kläger entscheiden, ob sie dem im Frühjahr vorläufig genehmigten Sammelvergleich mit den Grosskanzleien über bis zu 7,25 Milliarden Dollar akzeptieren. Die Frist für einen möglichen Austritt (Opt-out) einzelner Kläger aus dieser Vereinbarung läuft bis zum 4. Juni. Bayer kann bei einer zu hohen Ablehnungsquote den Sammelvergleich platzen lassen. "Wir haben bereits gesagt, dass die Anzahl der offenen Fälle im Grunde genommen null sein sollte", sagte Anderson. Sonst sei ein solcher Vergleich nicht sinnvoll.
Anderson dämpfte Erwartungen, dass Bayer schnell, also noch im Juni, ein Ergebnis zu den Opt-out-Zahlen veröffentlichen wird. "Das kann noch einige Wochen dauern, um alles zu klären", sagte der Manager. Im Juli sei dann die gerichtliche Anhörung für die finale Genehmigung des Sammelvergleichs geplant.
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
DJG/rio/brb
(END) Dow Jones Newswires
May 12, 2026 07:16 ET (11:16 GMT)
Letztlich stieg sie via XETRA um 3,67 Prozent auf 38,44 Euro.Dow Jones Newswires
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