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BASF Agrochemie Aktie NETBASFAGRO1

Ausgliederung 18.08.2026 17:53:06

BASF-Aktie stärker: Agrochemie-IPO macht Fortschritte

BASF-Aktie stärker: Agrochemie-IPO macht Fortschritte

BASF macht bei den Vorbereitungen zum Börsengang der Agrarchemiesparte Fortschritte.

"Wir vervollständigen gerade die Ausgliederung von der BASF", sagte der für dieses Geschäft mit der Landwirtschaft verantwortliche BASF-Vorstand Livio Tedeschi vor Journalisten in Limburgerhof. In Nord- und Südamerika sowie in Europa sei bereits ein Grossteil von Agriculture Solutions herausgelöst, Asien komme noch bis Ende des Jahres hinzu. Tedeschi ist seit Anfang Mai im BASF-Vorstand und hat seither auch die Gesamtverantwortung für das Agrarchemiegeschäft.

Gleichzeitig werde die neue Hauptzentrale der neuen Firma aufgebaut, um unabhängig das Geschäft zu steuern, erläuterte der Manager weiter. "Im nächsten Jahr konzentrieren wir uns voll und ganz auf einen möglichen Börsengang", sagte Tedeschi. Bis Mitte 2027 sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen sein. Dann werde geschaut, wie sich die Marktbedingungen entwickelten.

Über den genauen Zeitpunkt und Umfang des eigentlichen Börsengangs werde kurzfristig entschieden, hatte BASF-Finanzchef Dirk Elvermann der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der dpa Anfang Juli gesagt. BASF strebe aber ein Index-Listing an. Welcher es dann von den drei Indizes - SDAX, MDAX oder DAX - sein werde, hänge von der Grösse des Börsengangs ab. Am Anfang werde BASF sicherlich Mehrheitsaktionär sein.

Tedeschi sieht in dem Börsengang und damit in der Unabhängigkeit des Unternehmensbereichs einige Vorteile. So werde derzeit etwa die Höhe des Forschungsbudgets noch von der BASF-Zentrale bestimmt, erklärte er. Da BASF sich Investitionen quer über das ganze Portfolio anschaue, könne der Geschäftsbereich wichtige strategische Chancen verpassen. Zudem seien Agrar-Geschäfte am Kapitalmarkt in Bezug auf den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sehr gut bewertet und zugleich höher als BASF als Gesamtkonstrukt.

BASF hat das Geschäft mit Chemikalien für die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren mit Übernahmen gestärkt. Unter anderem erwarben die Ludwigshafener im Jahr 2018 wesentliche Teile des Agrar- und Saatgutgeschäfts von Bayer für rund 5,9 Milliarden Euro. Die Leverkusener mussten das Geschäft wegen der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto abgeben. Tedeschi bezeichnete die Bayer-Geschäfte als "einer der besten Zukäufe der BASF". Die Übernahme habe BASF weit vorangebracht.

Agriculture Solutions stellt Pflanzenschutzmittel, Produkte zur Schädlingsbekämpfung und Saatgut her. Der Geschäftsbereich mit seinen mehr als 14.000 Beschäftigten erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung betrugen eine Milliarde Euro. Damit steckte BASF die Hälfte ihrer Forschungsausgaben in den Bereich. Bis 2035 sollen innovative Produkte 7,5 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz von Agriculture Solutions beitragen.

Derweil hat das Sparprogramm keine Auswirkungen auf den Geschäftsbereich. "Das laufende Stellenabbauprogramm der BASF betrifft die Kerngeschäfte und somit nicht den Bereich Agricultural Solutions. Natürlich müssen wir auch auf die Kosten achten", sagte Tedeschi. BASF will bis Ende 2026 jährliche Kosten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro einsparen. Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 baute der DAX-Konzern weltweit rund 7.000 Stellen ab.

Die BASF-Aktie schloss im XETRA-Handel 0,95 Prozent fester bei 50,99 Euro.

/mne/tav/mis

LUDWIGSHAFEN/LIMBURGERHOF (awp international)

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Bildquelle: BASF,BASF SE
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