04.03.2016 17:51:37

Axpo und Coop stoppen Wasserstoff-Projekt in Glattfelden ZH

Glattfelden ZH (awp/sda) - Die geplante Anlage zur Produktion von Wasserstoff beim Kraftwerk Glattfelden ZH wird nicht gebaut. Der Energiekonzern Axpo und der Grossverteiler Coop verzichten auf das nationale Projekt, weil das finanzielle Risiko zu gross ist.

Mit der ersten kommerziellen Anlage wollte die Axpo sauberen Wasserstoff aus einheimischer Wasserkraft direkt ins Tankstellennetz von Coop liefern. Daraus wird nun aber nichts, obwohl die entsprechenden Bewilligungen des Kantons und der Gemeinde seit Februar vorliegen.

Das Projekt sei begraben worden, bestätigte Axpo-Sprecherin Monika Müller am Freitag einen Online-Bericht der Zürcher Unterländer Wochenzeitung "Wochenspiegel". Der Entscheid sei im gegenseitigen Einvernehmen getroffen worden.

Coop und Axpo seien zum Schluss gelangt, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht sinnvoll sei. Begründet wird der Projektabbruch damit, dass die Nachfrage von Wasserstoff für Fahrzeuge geringer sei als ursprünglich angenommen.

Die Axpo wollte sich mit der Produktion von Wasserstoff aus heimischer Wasserkraft ein neues Geschäftsfeld eröffnen. Gleichzeitig sollte ein Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen geleistet werden. In der Schweiz gibt es bisher keine entsprechende Infrastruktur.

In Glattfelden wollte Axpo bis 2017 eine 2-Megawatt-Anlage realisieren und diese später auf 6 Megawatt ausbauen. Der umweltfreundliche Treibstoff sollte in erster Linie für die Nutzfahrzeugflotte von Coop verwendet werden, aber auch an einer öffentlichen Tankstelle für Private zur Verfügung stehen.

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