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12.02.2019 14:00:36

Ausblick Clariant: Jahresumsatz von 6,72 Milliarden Franken erwartet

Zürich (awp) - Clariant präsentiert am Mittwoch, 13. Februar das Geschäftsergebnis 2017. Zum AWP-Konsens haben insgesamt vierzehn Analysten beigetragen.

2018E
(in Mio Fr.)    AWP-Konsens        2017A    

Umsatz             6'719           6'377        
EBITDA*            1'029             974        
-Marge (in %)       15,3            15,3        
Konzerngewinn        405             302        

(in CHF) 
DPS                 0,54            0,50        

* vor ausserordentlichen Posten

FOKUS: Bei Clariant dürfte sich nach Einschätzung von Analysten die Wachstumsdynamik im vierten Quartal 2018 abgeschwächt haben. Ein verbesserter Produktemix bei den Katalysatoren dürfte hingegen zum Jahresende die Margen gestützt haben.

Ein ganz besonderes Augenmerk legen die Analysten wie immer auf die Entwicklung des Cashflows. Clariant hat diesbezüglich in früheren Jahren selten brilliert und erst 2016 Fortschritte erzielt. Das sorgte auch für eine Stärkung der Kreditkennzahlen.

Im Lichte der Entwicklungen bei Clariant im letzten Jahr bekommen andere Themen einen mindestens so grossen Stellenwert wie die Zahlen. Letzten September haben die Muttenzer kommuniziert, wie das Unternehmen nach dem Einstieg des Ankeraktionärs Saudi Basic Industries (Sabic) umgekrempelt wird (siehe PRO MEMORIA). Experten interessieren sich etwa dafür, wie der nun geplante Verkauf der Sparte Plastics & Coatings vorankommt.

ZIELE: Für 2018 hatte Clariant ein nicht näher beziffertes Wachstum in Lokalwährungen sowie eine Verbesserung des operativen Cashflow, des absoluten EBITDA und der EBITDA-Marge vor Einmaleffekten in Aussicht gestellt. Ab 2021 soll das Unternehmen auf einen Umsatz von rund 9 Milliarden Franken, eine EBITDA-Marge von etwa 20 Prozent und einen Operating Cashflow von mehr als 1,2 Milliarden Franken kommen.

Auf dem Weg zu den für 2021 ausgelobten Zielen interessieren sich die Anleger natürlich dafür, wie gross der Schritt ist, den Clariant in diesem Jahr machen will. Rein rechnerisch müsste Clariant die operative Marge pro Jahr um 100 Basispunkte verbessern. Für 2019 unterstellen die Experten im Schnitt ein Plus von 40 Basispunkten.

PRO MEMORIA: Mit dem neuen Ankeraktionär Sabic an der Seite will Clariant nun Gas geben. Das Unternehmen wird umgekrempelt, soll aber als unabhängiges Unternehmen weiter bestehen. Der neue Chef kommt allerdings von den Saudis.

Und das ist geplant: Clariant löst das Geschäft mit Additiven und höherwertigen Masterbatches aus der Sparte Plastics & Coatings heraus und legt es mit Teilen des Spezialchemiegeschäfts von Sabic zusammen. Der neue Bereich heisst "High Performance Materials", zu Deutsch Hochleistungsmaterialien.

An dem operativ von Clariant geführten Gemeinschaftsunternehmen werden die Baselbieter die Mehrheit halten und sie dürfen ihren Anteil in Zukunft noch erhöhen. Sie werden daher eine Ausgleichzahlung an Sabic leisten.

Geld dafür soll der Verkauf des Rests der Clariant-Sparte Plastics & Coatings einbringen, die Devestition soll bis zum Jahr 2020 über die Bühne gehen. Die weniger zukunftsträchtigen Teile der Sparte bringen einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Franken auf die Waage.

Die Verbindung mit dem neuen Grossaktionär geht aber über die Kooperation hinaus. Mit Ernesto Occhiello wurde ein neuer CEO bestimmt, der von Sabic kam. Der Chef des Sabic-Spezialchemiegeschäfts löste Kottmann am 16. Oktober ab. Der langjährige Clariant-Lenker hat auf den Termin hin Rudolf Wehrli an der Spitze des Verwaltungsrates beerbt. Sabic erhielt gleichzeitig vier von zwölf Sitzen im Clariant-Verwaltungsrat.

Ende Dezember nahm die Zusammenarbeit weiter Formen an: Clariant und Sabic fassen einen gemeinsamen Produktionsbetrieb für Alkoxylate ins Auge. Dazu will Clariant mit der saudi-arabischen Gesellschaft Saudi Kayan zusammenarbeiten, einer Tochtergesellschaft von Sabic. Sollte die Prüfung positiv ausfallen, würde ein Joint Venture gegründet.

AKTIENKURS: Die Clariant-Aktien weisen 2019 im laufenden Jahr ein Kursplus von gut 10 Prozent auf und schneiden damit etwas besser ab als der Gesamtmarkt SPI (+8,0%).

an/ra

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