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15.05.2019 08:48:36

Aurubis bestätigt Ende April gesenkte Jahresprognose

(Ausführliche Fassung)

HAMBURG (awp international) - Der Kupferkonzern und Metallverarbeiter Aurubis gibt sich nach einem Gewinneinbruch im ersten Geschäftshalbjahr verhalten zuversichtlich. Während sich an den Rohstoffmärkten ein freundliches Bild zeichne, stelle sich die Lage an den Produktmärkten uneinheitlich dar, hiess es am Mittwoch im Zwischenbericht der Hamburger. Den Ende April wegen niedriger Raffinierlöhne für Altkupfer sowie wegen Produktionsausfällen gesenkten Jahresausblick bestätigte Konzernchef Jürgen Schachler, der sein Amt Mitte 2019 an Roland Harings übergeben wird.

Schachler betonte, dass 2018/19 ein Übergangsjahr sei. "Wir nutzen die geplanten Stillstände, um über die gesetzlichen Vorgaben hinaus in unsere Produktion sowie weiterhin in den Umweltschutz zu investieren", sagte der Manager laut Mitteilung. Er verwies zudem auf das laufende Sparprogramm.

Die Salzgitter-Beteiligung Aurubis rechnet für das weitere Geschäftsjahr mit einem guten Angebot an Kupferkonzentraten sowie mit Schmelz- und Raffinierlöhnen auf einem "zufriedenstellenden Niveau". Auf dem Markt für Schwefelsäure - ein Nebenprodukt der Kupferproduktion - zeichne sich im laufenden dritten Geschäftsquartal eine stabile Situation mit hohen Preisen ab. Die schwächere Konjunktur, insbesondere in der Autobranche, laste hingegen auf der Nachfrage nach Kupfergiesswalzdraht und Flachwalzprodukten.

Die Aurubis-Aktie stieg am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 1,64 Prozent auf 40,32 Euro. Erst zum Wochenstart war der Kurs bis auf 39,16 Euro und damit auf ein Tief seit Februar 2016 gefallen. Seit dem Rekordhoch von 86,80 Euro von Anfang 2018 hat sich der Wert der Papiere mehr als halbiert.

Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal belasteten niedrige Raffinierlöhne für Altkupfer und Produktionsausfälle den Metallkonzern, nachdem bereits in den ersten drei Monaten ungeplante Stillstände an den Standorten Hamburg, Pirdop und Lünen auf den Gewinn gedrückt hatten. Raffinierlöhne erhält Aurubis von Bergbaukonzernen für seine Dienstleistungen sowie für das Einschmelzen von Altkupfer. Unterstützung lieferten in den vergangenen Monaten hingegen höhere Schwefelsäureerlöse.

Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende März zwar um 5 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro, das operative Vorsteuerergebnis (Ebt) sackte hingegen - wie bereits bekannt - um 41 Prozent auf 63 Millionen Euro ab. Darin enthalten ist auch ein einmaliger Ertrag von 20 Millionen Euro aus dem von der EU untersagten Verkauf der Sparte für Flachwalzprodukte, deren Zukunft weiter auf dem Prüfstand steht. Das bereinigte Konzernergebnis fiel im zweiten Geschäftsquartal auf 48 Millionen Euro nach 81 Millionen im Vorjahr.

Die Jahresprognose für den Vorsteuergewinn hatte das Unternehmen vor diesem Hintergrund bereits Ende April gesenkt. Das operative Vorsteuerergebnis dürfte 2018/19 demnach um mehr als 15 Prozent sinken nach 329 Millionen Euro im vergangenen Jahr. In den ersten sechs Monaten hat Aurubis hier bisher 103 Millionen Euro erwirtschaftet, somit ist im zweiten Geschäftshalbjahr mit einer Geschäftsbelebung zu rechnen./mis/nas/stk