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Unter Erwartungen 07.03.2019 13:56:00

Ascom verdient 2018 weniger - Stabile Dividende - Aktie schiesst hoch

Ascom verdient 2018 weniger - Stabile Dividende - Aktie schiesst hoch

Zwar legte die Profitabilität nach einem schwachen ersten Halbjahr im zweiten Semester wieder deutlich zu, dennoch verdiente Ascom weniger als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr ist Ascom wieder zuversichtlicher.

Unter dem Strich resultierte in 2018 ein Reingewinn von 21,4 Millionen Franken, wie der Technologiekonzern am Donnerstag mitteilt. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr, und auch weniger als die Analysten erwartet hatten. Dies hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit 22,2 Millionen gerechnet.

Die Aktionäre sollen gleichwohl eine unveränderte Dividende von 45 Rappen je Aktie erhalten. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 75 Prozent des Konzerngewinns. Auch die Dividende entspricht nicht den Erwartungen der Analysten. Diese hatten 47 Rappen prognostiziert.

Wende im Amerika-Geschäft geschafft

Abgesehen davon bestätigt Ascom grosso modo die Kennzahlen, die vorab im Januar veröffentlicht wurden. Danach nahm der Umsatz im weitergeführten Geschäft um 2,8 Prozent auf 318,5 Millionen zu, wobei das Plus in Lokalwährungen 1,7 Prozent betrug. Der Auftragseingang erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 329,6 Millionen und der Auftragsbestand um 4,4 Prozent.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA kam bei 39,0 Millionen zu liegen und die entsprechende Marge sank auf 12,2 Prozent nach 14,1 Prozent im Vorjahr. Trotz einer erheblichen Profitabilitätssteigerung im zweiten Halbjahr mit einer EBITDA-Marge von 17,1 Prozent, nach 6,5 Prozent in den die ersten sechs Monaten, wurde das angestrebte EBITDA-Margenziel rund 15 Prozent nicht erreicht.

2018 sei für Ascom ein durchwachsenes Jahr gewesen, hiess es in der Mitteilung weiter. Einerseits seien die Finanzergebnisse hauptsächlich aufgrund von Umsatzeinbussen im Enterprise- und OEM-Geschäft sowie höherer Kosten für Professional Services enttäuschend ausgefallen. Positiv sei anderseits, dass die Wende im Amerika- Geschäft geschafft worden sei.

EBITDA-Marge mittelfristig gegen 20 Prozent

Im Ausblick auf das laufende Jahr stellt das Management eine Umsatzsteigerung von 3 bis 5 Prozent in Aussicht. Bei der EBITDA-Marge strebt es eine Verbesserung zwischen 100 und 200 Basispunkten im Vergleich zu 2018 an. Mittelfristig rechnet Ascom mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und einer EBITDA-Marge, die sich der Marke von 20 Prozent annähert.

Ascom-Aktien

Die Aktien von Ascom gehören am Donnerstagmorgen zu den Gewinnern an der Schweizer Börse. Das Technologieunternehmen veröffentlichte vorbörslich Resultate zum Geschäftsjahr 2018, die in den Eckwerten bekannt waren, und daher nach der Gewinnwarnung im Januar keine Überraschungen boten. Als positiv werten Analysten indes den Ausblick auf das laufende Jahr.

Am frühen Mittag gewannen die Ascom-Aktien 7,38 Prozent auf 13,38 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) um die Nulllinie tendierte. Inzwischen stehen die Papiere 13,96 Prozent höher bei 14,20 Franken.

Der Ausblick 2019 gehe von einer leichten Wachstumsbeschleunigung aus, schrieben die Analysten der ZKB in einem Kommentar. Die Guidance des Unternehmens sieht ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 3 Prozent und 5 Prozent vor.

Bei der EBITDA-Marge rechne die Gesellschaft mit einer Steigerung von 100 bis 200 Basispunkten, was gemäss ZKB einer Marge zwischen 13,2 Prozent und 14,2 Prozent entspricht. Damit falle der Margenausblick aber etwa tiefer aus, als erwartet, so die Experten der ZKB weiter.

Leicht reduziert worden sei das vorher anspruchsvolle Mittelfristziel bezüglich des Umsatzwachstum auf ein mittleres einstelliges Wachstum (vorher 7 bis 10 Prozent), hiess es weiter.

Damit seien die Ziele realistischer geworden, ergänzen die Analysten der Bank Vontobel. Diese gehen im Moment nicht davon aus, dass sie ihre Prognosen anpassen müssen. Dagegen werden die Experten der ZKB ihre Schätzungen nach unten anpassen.

sig/ra

Baar/Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone

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