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Nachfolger gesucht 20.11.2020 16:15:00

ARYZTA-CEO Kevin Toland tritt mit sofortiger Wirkung zurück - Aktie steigt zweistellig

ARYZTA-CEO Kevin Toland tritt mit sofortiger Wirkung zurück - Aktie steigt zweistellig

Die Positionen des Konzern- und des Finanzchefs werden nun interimistisch besetzt.

Über die Beweggründe Tolands schweigt sich ARYZTA in einem Communiqué vom Donnerstagabend aus. Der nun ehemalige ARYZTA-Chef war im September von den Aktionären aus dem Verwaltungsrat abgewählt worden, hatte aber dennoch zugesagt, als CEO an Bord zu bleiben. Bis ein Nachfolger für Toland gefunden ist, springe nun Verwaltungsratspräsident Urs Jordi als CEO ad interim ein.

Bereits im August hatte Finanzchef Frederic Pflanz angekündigt, auf Ende November bei ARYZTA auszuscheiden. Auch diese freiwerdende Stelle besetzt das Unternehmen mit Jonathan Solesbury ebenfalls erst einmal interimistisch. Solesbury war den Angaben zufolge zuletzt Group CFO der C&C Group und davor Director of Group Finance beim Bierbrauer SABMiller.

ARYZTA-Aktien ziehen nach weiterer Rochade im Management an

Die Aktien des Backwarenherstellers notieren im Schweizer Handel deutlich im Plus. Aktuell klettern die ARYZTA-Namen um 13,42 Prozent auf 0,69 Franken.

Für Patrik Schwendimann von der ZKB ist seit der ausserordentlichen Generalversammlung im September bereits klar gewesen, dass ein Neuanfang bei ARYZTA auch einen Wechsel auf dem Chefposten nach sich zieht. Schliesslich sei die Situation seit dem Abgang des früheren CEO Gary McGann nicht mehr tragbar gewesen, schrieb auch Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy in seiner Analyse.

Überrascht über den Weggang von Toland ist keiner der Experten. Vielmehr werde durch den Wechsel nun eine gemeinsame strategische Sichtweise von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung möglich, so Andreas von Arx von Baader Helvea. Er erwartet, dass Jordi bereits vor der Generalversammlung Mitte Dezember einen Einblick in die strategische Stossrichtung geben dürfte, damit er bei der Wiederwahl die Unterstützung der Aktionäre für sich gewinnt.

Die Aufgabe, die Urs Jordi und sein Team nun allerdings vor sich hätten, sei sehr gross, besonders im aktuellen Umfeld, betont Bertschy. Auch laut Schwendimann bleiben die Risiken bei ARYZTA wegen der hohen Verschuldung und COVID-19 sehr hoch. Er traue es dem Führungsteam allerdings zu, den Turnaround zu schaffen, so der ZKB-Analyst. Sollte die Transformation erfolgreich verlaufen, dürfte die Gruppe laut von Arx auch neue Aktionäre anziehen.

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Bildquelle: Keystone