09.11.2014 09:42:49

Anwalt Menchel: "Ich wurde einfach wütend"

Fort Lauderdale (awp/sda) - Raoul Weils Anwalt Matthew Menchel würde auch andere Schweizer Banker vor Gericht verteidigen. Ob es noch andere Verfahren geben wird, ist aber unklar.

"Ich kann das künftige Vorgehen des US-Ministeriums oder der US-Steuerbehörden nicht kommentieren. Ich hoffe, dass sie in Zukunft eingehend prüfen, welche Fälle sie angehen werden", sagt Menchel im Interview mit der "SonntagsZeitung".

Matthew Menchel, Anwalt der Kanzlei Kobre & Kim, hat unter anderem das Kreuzverhör gegen die Zeugen geführt, die Weil belasteten. Sein aggressives Vorgehen sei aber nicht Teil der Strategie gewesen, sagt er. "Ich wurde einfach wütend, als ich den Eindruck hatte, dass die Zeugen nicht wahrheitsgemäss antworteten. In einem solchen Fall musste ich den Geschworenen zeigen, dass die diese Zeugen keinen Glauben schenken dürfen."

Menchel ist sich sicher, dass die Geschworenen den Fall richtig verstanden haben. Es sei die Aufgabe eines guten Anwalts, den Fall vor Gericht so herunterzubrechen, dass er verstanden werde.

"Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Auch durch die Mimik der Geschworenen während der Verhandlungen und der Plädoyers wurde deutlich, dass sie den Fall nachvollziehen konnten."

Er freue sich für Raoul Weil. "Wir haben immer an Herrn Weils Unschuld geglaubt und sind dankbar, dass die Jury zum selben Schluss gekommen ist."

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