| KI-Branche im Fokus |
05.06.2026 22:15:00
|
Anthropic fordert Bremse im KI-Wettlauf - OpenAI-Rivale warnt vor Risiken
Der OpenAI-Rivale Anthropic bringt eine Pause bei der Entwicklung leistungsstarker Künstlicher Intelligenz ins Gespräch.
Anthropic räumte ein, dass für einen solchen Schritt ein Einvernehmen der grossen Entwickler Künstlicher Intelligenz notwendig wäre. Bisher ist in der Branche keine Bereitschaft dazu zu erkennen. Die Unternehmen überbieten sich eher mit Plänen, hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur wie gewaltige Rechenzentren zu investieren.
Keine einseitige Pause
Auch Anthropic-Chef Dario Amodei hatte etwa auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar betont, dass der KI-Wettlauf mit China eine Verlangsamung der Entwicklung sehr stark erschwere, da es kaum eine durchsetzbare Vereinbarung geben könne. Einseitige Pausen lehnt Anthropic ab: Dies würde nur ändern, wer vorn liege.
Als konkrete Massnahme will das Forschungsinstitut der KI-Firma nun gemeinsam mit anderen ein System zur Kontrolle ausarbeiten, das Entwicklern die Sicherheit geben soll, dass sich alle Teilnehmer an ein solches Moratorium halten und sich nicht jemand heimlich einen Vorteil verschafft.
Auch Tech-Milliardär Elon Musk hatte sich vor Jahren für eine sechsmonatige Pause bei der KI-Entwicklung ausgesprochen, um Risiken vorzubeugen. Später wurde bekannt, dass er parallel die Gründung einer eigenen KI-Firma vorantrieb.
KI, die sich selbst weiterentwickelt
Auslöser für den aktuellen Vorstoss ist laut Anthropic der schnelle Fortschritt der KI-Modelle, vor allem bei der Fähigkeit, sich selbst zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wenn sie dazu in der Lage sein würden, werde das Risiko steigen, dass die Menschen die Kontrolle über die Künstliche Intelligenz verlieren. Der Meilenstein könne schneller erreicht werden als viele Institutionen dazu bereit sein würden, warnte Anthropic.
Die Firma, die die KI-Software Claude entwickelt, tritt oft als Mahner auf und forderte unter anderem auch eine striktere Regulierung der Branche, um Risiken vorzubeugen. Aus dem Weissen Haus von Präsident Donald Trump wurde Anthropic deswegen vorgehalten, dies würde die US-Industrie im globalen Wettbewerb bremsen. Zuletzt sorgte Anthropic für Aufsehen mit der Software Claude Mythos Preview, die in verschiedenen Programmen zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken fand.
/so/DP/jha
SAN FRANCISCO (awp international)
Weitere Links:
Trading Signals: Roche: Verzögerte Wirkung
Die Teilnahme an einer Medizin-Konferenz und die Vorlage der Semesterzahlen - in den kommenden Wochen rückt der Pharmariese in den Fokus. Die Roche-Aktie könnte noch oben ausbrechen.
Weiterlesen!Börse ohne Bauchgefühl: Warum dein Portfolio Emotionen hasst – Stefan Buck zu Gast im BX Morningcall
Keine Glaskugel, keine Börsenprognosen, kein Bauchgefühl: Stefan Buck erklärt, wie Adaptivv mit einem quantitativen Sensor arbeitet, warum Nowcasting statt Forecasting im Portfolio Management helfen kann und weshalb Anleger bei Aktien und Bitcoin oft zu emotional entscheiden.
Im Gespräch mit Investment-Stratege François Bloch und David Kunz (COO der BX Swiss) geht es um Strukturbrüche im Markt, die Grenzen von Modellen bei starken Kursschwankungen, den schwierigen Moment des Verkaufens und darum, wie ein Fintech aus der Schweiz gegenüber grossen Finanzanbietern bestehen kann.
Dazu gibt Stefan Buck Einblicke in seine zweite Welt mit Hecht, den Umgang mit Verantwortung und wie er seinen Kindern Investieren erklärt.
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside ETF
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI stabil -- DAX fester -- Asiens Börsen letztlich in RotDer heimische Aktienmarkt tritt am Montag auf der Stelle, während der deutsche Leitindex moderat zulegt. In Asien dominierten am Montag die Bären.


