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Profitabilität gesteigert 22.10.2019 18:02:00

ams-Aktien verlieren: ams steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal kräftig

ams-Aktien verlieren: ams steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal kräftig

Auch im vierten Quartal rechnet die Gruppe mit einer guten Auftragslage, während man sich mit Blick auf die geplante Übernahme des deutschen Lichtkonzerns OSRAM zuversichtlich zeigt.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent auf 645,0 Millionen US-Dollar, wie das österreichische und an der Schweizer Börse gehandelte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Verglichen mit dem zweiten Quartal legten die Verkäufe gar um 57 Prozent zu.

Insbesondere im Consumer-Geschäft setzte ams dank der guten Nachfrage nach optischen Bild- und Audiosensoriklösungen den Steigerungslauf fort. Produkthochläufe im Smartphone-Bereich seien der Hauptreiber des kräftigen Wachstums, schreibt ams.

Immer mehr Anwendungen von ams werden etwa in den Endgeräten des wichtigsten Kunden Apple verbaut. Zudem hat der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino im Herbst die neue i-Phone-Serie 11 lanciert, was ams zusätzliche Aufträge beschert.

Profitabilität gesteigert

Das wachsende Volumen sowie Einsparungen auf der Kostenseite führten dazu, dass ams die Profitabilität des Geschäfts deutlich steigerte. Die Ergebnisse kletterten noch stärker als der Umsatz in die Höhe.

Der vor allem um Akquisitionseffekte bereinigte Betriebsgewinn (EBIT adjustiert) wuchs auf 177,9 Millionen Dollar, nachdem dieser vor einem Jahr bei 57,6 Millionen und im Vorquartal bei 49,5 Millionen gelegen hatte. Die EBIT-Marge rückte seit letztem Jahr um 15 Prozentpunkte auf 28 Prozent vor.

Unter dem Strich schoss der Gewinn im dritten Quartal auf 158,1 Millionen Dollar in die Höhe nach 17,8 Millionen vor Jahresfrist beziehungsweise 24,9 Millionen im zweiten Quartal.

Mit den vorgelegten Zahlen hat ams die eigenen Prognosen und jene der Analysten übertroffen. Im Juli hatte ams einen Umsatz im Bereich von 600 bis 640 Millionen Dollar in Aussicht gestellt und Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 597 Millionen gerechnet. Die EBIT-Marge wollte man über die Marke von 25 Prozent führen, während von Analysten 25,3 Prozent erwartet wurden.

Im laufenden vierten Quartal geht ams von einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung insbesondere auch im Smartphone-Bereich aus. Der Umsatz soll im Bereich von 610 bis 650 Millionen Dollar liegen nach 491 Millionen vor einem Jahr. Das entspräche einem Wachstum von 28 Prozent.

Zuversicht für OSRAM-Angebot

Bei ams dreht sich derweil seit Wochen und Monaten alles auch um die Frage, ob der geplante Kauf des deutschen Lichtkonzerns OSRAM gelingt. Nachdem der letzte Versuch dazu gescheitert war, hatte ams am vergangenen Freitag ein neues Angebot lanciert. ams bietet je OSRAM-Aktie erneut 41 Euro, reduziert aber Mindestschwelle zur Annahme des Angebots auf 55 Prozent. Beim letzten Versuch wurde die Schwelle von 62,5 Prozent noch verfehlt.

ams halte bereits einen Fünftel an OSRAM und man sei zuversichtlich, dass die Übernahme gelinge, hiess es dazu im Communiqué vom Dienstag. Das Angebot sei "finanziell attraktiv und strategisch überzeugend". Zusammen mit OSRAM wolle man ein "weltweit führendes Unternehmen" für Sensorlösungen und Photonik schaffen. Noch wartet ams auf die Zustimmung der deutschen Behörden.

ams-Aktien drehen in die Verlustzone

Die Aktien des österreichischen Sensorherstellers sind am Dienstag an der Schweizer Börse mit starken Kursavancen in den Handel gestartet. Damit setzen sie den Aufschwung dieser Woche fort. Getragen werden die Aktien derzeit von der freundlicheren Haltung der Investoren zu den erneuten Kaufavancen beim deutschen Lichtkonzern OSRAM sowie den am Dienstag publizierten starken Geschäftszahlen zum dritten Quartal. Zu punkten wissen die Österreicher auch mit dem Ausblick.

Am Dienstag kletterten ams bis um 09.20 Uhr um 2,4 Prozent auf 46,30 Franken in die Höhe. Im weiteren Verlauf rutschten die Anteilsscheine an der SIX bis zum Handelsende 3,67 Prozent ins Minus auf 43,54 Franken.

Bereits am Montag rückten ams mit 5,7 Prozent deutlich in die Höhe, nachdem die Papiere am Freitag nach der Ankündigung zum erneuten Übernahmeversuch zu OSRAM noch um 4,6 Prozent getaucht waren.

Die veröffentlichten Zahlen lägen klar über den Erwartungen, schreibt etwa Andreas Müller von der ZKB.

Auch Mark Diethelm schreibt von unerwartet guten Ergebnissen und einem sehr positiven Ausblick auf das vierte Quartal. Letzterer bestätige die sehr solide Geschäftsdynamik, nicht nur mit Blick auf den wichtigsten Kunden Apple, sondern auch im Geschäft mit Android-Partnern. Die Margenentwicklung im dritten Quartal wie auch die Prognosen zur Rentabilität fürs Schlussquartal seien die wichtigsten positiven Punkte im Zahlenausweis, hält Diethelm weiter fest.

Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vontobel-Analyst seine Kaufempfehlung für die ams-Titel mit einem Kursziel von 64 Franken. Und bei der ZKB wird die ams-Aktie nach wie vor mit "Übergewichten" eingestuft. Die Aktie bleibe unterbewertet und weise weiteres gutes Potenzial auf, glaubt Müller.

mk/rw

Unterpremstätten (awp)

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Bildquelle: ah