<
News + Analysen
News + Adhoc
Analysen
Kursziele
>
<
Unternehmen
Termine
Profil
>
<
zugeh. Wertpapiere
Strukturierte Produkte
>
Bis 1. Oktober 04.09.2019 17:53:00

ams-Aktie steigt: Bain & Carlyle verlängern Frist für OSRAM-Übernahmeangebot bis 1. Oktober

ams-Aktie steigt: Bain & Carlyle verlängern Frist für OSRAM-Übernahmeangebot bis 1. Oktober

Aktionäre haben nun bis zum 1. Oktober Zeit, sich für das Angebot in Höhe von 35 Euro je Aktie zu entscheiden, wie die beiden Investoren am Mittwoch mitteilten. Die Verlängerung ist allerdings ein technischer Schritt, nachdem am Vortag der österreichische Chipkonzern ams sein Übernahmeangebot für OSRAM offiziell vorgelegt hatte.

Die Annahmefrist der ams-Offerte läuft bis 1. Oktober. Geboten werden 38,50 Euro je Aktie und es wird eine Mindestannahmeschwelle von 70 Prozent angestrebt. Vor diesem Hintergrund gibt es Spekulationen, dass Bain und Carlyle ihre Offerte noch nachbessern werden.

ams-Papiere dank nachlassender Angst vor einem Bieterstreit im Hoch

Den Aktionären des Sensorenherstellers ams werden auch weiterhin Nerven wie Drahtseile abverlangt. Nach rückläufigen Notierungen in den Tagen zuvor, kommen die Papiere des Zulieferunternehmens aus Unterpremstätten am Mittwochnachmittag in den Genuss einer kräftigen Kurserholung.

Bis Börsenschluss haussierten ams Inhaber um 3,01 Prozent auf 40,00 Franken. Die Tageshöchstkurse liegen gar bei 41,27 Franken.

ams hatte am späten Dienstagabend von der deutschen BaFin grünes Licht erhalten und kann den Anteilseignern des deutschen Lichtkonzerns Osram nun ein offizielles Übernahmeangebot unterbreiten. Mit 38,50 Euro je Aktie in bar liegt der Angebotspreis über den 35 Euro, welche die beiden Finanzinvestoren Bain Capital und The Carlyle Group zu zahlen bereit sind.

Wie seit Mittwochmittag bekannt ist, verlängert das Bieterkonsortium die Annahmefrist für das eigene Übernahmeangebot zwar bis zum 1. Oktober. Von einer Erhöhung des Angebots sehen die beiden Finanzinvestoren vorerst allerdings ab.

Obwohl das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, erachten Händler das Ausbleiben einer Offertennachbesserung aus Sicht von ams als ermutigend. Sie spielen damit auf Ängste an, wonach sich der Sensorenhersteller in einen ruinösen Bieterstreit hineinziehen lassen könnte.

Die Übernahmepläne kommen nicht bei allen Analysten gut an. Während den einen vor allem die 1,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung des Barangebots ein Dorn im Auge ist, stossen sich die anderen an der hohen Abhängigkeit von Osram Licht von der Automobilindustrie.

Mit einem Kursplus von fast 73 Prozent zählen die ams-Aktien weit oben auf der diesjährigen SIX-Gewinnerliste.

PREMSTÄTTEN/MÜNCHEN (awp international)

Weitere Links:


Bildquelle: OSRAM,AR Pictures / Shutterstock.com,Osram