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Gewinn über Erwartungen 23.07.2019 12:57:36

ams-Aktie legen kräftig zu: Deutliches Umsatzplus im zweiten Quartal

ams-Aktie legen kräftig zu: Deutliches Umsatzplus im zweiten Quartal

Das Unternehmen hat beim Umsatz den oberen Bereich der selbstgestecken Zielspanne erreicht und konnte die Profitabilität über Erwartung steigern.

Der Umsatz verbesserte sich um 72 Prozent auf 415,2 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Insbesondere der Consumer-Bereich und die Nachfrage nach optischen Sensoren habe zum Wachstum beigetragen. Nach dem Marktstart neuer Geräteplattformen seien bereits hohe Stückzahlen an Illuminationslösungen an zwei führende Android-OEMs ausgeliefert worden, hiess es weiter.

Das Automotive-, Industrie- und Medizintechnikgeschäft habe insgesamt ebenfalls eine gute Entwicklung gezeigt. Automotive habe jedoch eine nach Regionen weiter "gemischte" Nachfrageentwicklung gezeigt.

Profitabilität verbessert

Der bereinigte Betriebsgewinn auf der Stufe EBIT belief sich auf 50,0 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 46,4 Millionen im Vorjahreszeitraum und einem Plus von 23,2 Millionen im ersten Quartal. Unter dem Strich stand ein bereinigter Gewinn von 25,1 Millionen Dollar (VJ -99,0 Mio). Die vorgelegten Zahlen haben die Prognosen der Analysten klar übertroffen.

Die Effizienz der Produktionsprozesse in Singapore sei erheblich verbessert worden, schreibt das Unternehmen weiter. Mit der Zunahme der Kapazitätsauslastung aufgrund der erwarteten höheren Produktionsmengen im dritten Quartal und zweiten Halbjahr wirke sich dies ausgesprochen vorteilhaft auf die operative Leistung aus. Zudem rechnet ams im Gesamtjahr mit signifikant niedrigeren Gesamtinvestitionen. Entsprechend sei der weit überwiegende Teil bereits im ersten Semester abgeschlossen worden.

Im laufenden dritten Quartal erwartet ams sequentiell und im Vergleich zum Vorjahr weiteres starkes Wachstum. Dies sei getrieben durch Produktionssteigerungen im Smartphone-Markt, während die die anderen Endmärkte weiter zu den Gesamtergebnissen beitragen. Konkret stellen die Österreicher für das dritte Jahresviertel einen Umsatz 600 bis 640 Millionen Dollar in Aussicht. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von 29 Prozent, sequentiell von 49 Prozent.

Bei der bereinigten operative Marge wird ein Wert von über 25 Prozent erwartet. Zum zweiten Quartal würde dies einer Verdoppelung entsprechen. Auch hier wurden die höhere Kapazitätsauslastung sowie Verbesserungen der operativen Performance und Produktionsleistung als Gründe genannt. Aufgrund des positiven Ausblicks soll auch die Verschuldungsrate (Nettoverschuldung/EBITDA) bis Ende Jahr auf einen Faktor von unter 2 sinken.

OSRAM ist noch nicht vom Tisch

Noch nicht vom Tisch ist zudem eine potentielle Übernahme von OSRAM Licht. ams hatte letzte Woche über Gespräche mit OSRAM über eine mögliche Transaktion berichtet, diese aber kurze Zeit später als beendet bezeichnet, da keine ausreichende Basis gesehen wurde. Am (heutigen) Dienstag sei nun aber entschieden worden, eine mögliche Transaktion mit OSRAM Licht weiter zu prüfen.

ams sei kürzlich von möglichen finanziellen Partnern angesprochen worden und man habe festgestellt, dass ams eine umsichtig strukturierte Finanzierungszusage für eine derartige potentielle Transaktion arrangieren könne, so die Mitteilung.

ams-Aktien nach guten Zahlen im Höhenflug

Die Aktien von ams verzeichnen einen Kurssprung. Der Sensorenhersteller aus Unterpremstätten hat für das zurückliegende zweite Quartal gute Zahlen vorgelegt und auch der Ausblick für das dritte Quartal ist positiver, als von den Analysten erwartet.

Am späten Mittag steigen die ams-Titel um 5,94 Prozent auf 47,25 Franken. Zeitweise waren sie bis 49,20 Franken geklettert.

Während der Umsatz leicht über den Erwartungen der Analysten ausfiel, waren Betriebs- und Nettoergebnis deutlich besser als geschätzt. Analysten kommentierten die Umsatzentwicklung als sehr stark. Aufgrund des optimistischen Ausblicks rechnet etwa der Experte der Bank Vontobel mit einer Anhebung der Schätzungen. Er bestätigt die "Buy"-Einstufung und das Kursziel von 46 Franken.

Bei Hauck & Aufhäuser wird der Ausblick als "blow-out" oder "Ausbruch" bezeichnet. Die Umsatzguidance liege gemittelt um mehr als 20 Prozent über dem Konsens und auch die Margenerwartung von mehr als 25 Prozent liege klar über den Erwartungen. Auch für die Jahresschätzungen ergebe sich damit ein hohes Steigerungspotenzial. Die starke Entwicklung sei getrieben von einer Reihe von Aufträgen für optische Sensoren. Damit ergebe sich auch eine stärkere Diversifizierung vom Hauptkunden Apple, hiess es weiter. Auch hier lautet die Bewertung "Buy" bei einem Kursziel von 60 Franken.

Auch der Analyst der ZKB sieht ein "starkes Resultat und eine hervorragende Guidance für das dritte Quartal". Kosteneinsparungen und eine bessere Auslastung hätten das operative Resultat massiv nach oben getrieben. Bemerkenswert sei die Ankündigung, dass trotz des jüngsten Rückzugs wieder eine Transaktion mit Osram erwogen wird. Angesichts des erwarteten starken Schuldenabbaus im zweiten Halbjahr sei dies zwar unerwartet, aber nicht unplausibel. Insgesamt seien die Zahlen positiv und die Aktie bleibe unterbewertet. Entsprechend lautet die Bewertung weiter "Übergewichten".

Unterpremstätten (awp)

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Bildquelle: ah,zvg