Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

Bank of America Aktie 748628 / US0605051046

Marktstimmung 07.08.2026 16:22:32

Alarmstufe Rot am Aktienmarkt - Bull-&-Bear-Indikator der Bank of America sendet Extrem-Signal

Alarmstufe Rot am Aktienmarkt - Bull-&-Bear-Indikator der Bank of America sendet Extrem-Signal

Ein hauseigenes Stimmungsbarometer der Bank of America klettert auf 9,7 und löst damit das erste echte Verkaufssignal seit 2021 aus.

  • Stimmungsbarometer schlägt Alarm
  • Bank rät zu defensiver Positionierung
  • Fondsflüsse zeigen ein widersprüchliches Bild zwischen Vorsicht und Risikofreude

Der Bull & Bear Indikator der Bank of America ist zuletzt auf den höchsten Stand seit 2021 geklettert, wie Investing.com berichtet. Chefstratege Michael Hartnett rät Anlegern, sich aus Risikoanlagen zurückzuziehen und in defensive Sektoren, den US-Dollar sowie Nebenwerte umzuschichten, heisst es. Die Bank of America selbst hält an ihrer Aktienübergewichtung fest.

Verkaufssignal erreicht höchsten Stand seit 2021

Zeitweise kletterte der Bull & Bear Indikator der Bank of America von 9,4 auf 9,7 und rutschte damit klar in den Verkaufsbereich. Hartnett führe den Anstieg laut Investing.com auf kräftige Zuflüsse in High-Yield-Anleihen, engere globale High-Yield- und AT1-Spreads sowie eine breitere globale Marktentwicklung zurück.

Bereits Mitte Juli 2026 hatte die Bank gemäss Bloomberg vor einer übertrieben bullischen Positionierung gewarnt: Der Indikator lag zu diesem Zeitpunkt bei 9,4, während die durchschnittliche Cash-Quote befragter Fondsmanager auf 3,6 Prozent gefallen und die Netto-Übergewichtung von US-Aktien auf 24 Prozent gestiegen war, den höchsten Stand seit Dezember 2024. Wie Bank of America bereits Ende Juli gemäss Business Insider mitteilte, wurden seit 2002 insgesamt 17 solcher Verkaufssignale ausgelöst, denen in den folgenden drei Monaten im Schnitt ein Rückgang globaler Aktien von 2 bis 3 Prozent folgte, in Extremfällen bis zu 20 Prozent.

Gefahr für Aktienmärkte? Hartnett empfiehlt Rotation in defensive Werte

Hartnett und sein Team raten gemäss Investing.com dazu, Risikopositionen abzubauen und stattdessen in defensive Sektoren wie Konsumgüter, sogenannte Duration-Werte wie Immobilienfonds, sowie in Nebenwerte, Biotech-Titel und den US-Dollar umzuschichten. Begründet wird der Schritt mit dem Schutz vor einer weiteren Verschärfung der Finanzierungsbedingungen, da diese Bereiche weniger zyklisch anfällig seien als Banken, Industriewerte und Halbleiterunternehmen, falls der bullische Marktkonsens enttäuscht werden sollte.

Zugleich verweist Hartnett auf einen kräftigen Anstieg des Gewinnoptimismus: Die 12-Monats-Vorwärtsschätzungen für den Gewinn je Aktie seien zeitweise um 33 Prozent gestiegen, begünstigt durch eine Zollrückerstattung von 35 Milliarden US-Dollar zwischen Mai und Juli 2026, die einen zollbedingten Ergebniseinbruch von 75 Milliarden US-Dollar zwischen Mai und Juli des Vorjahres umgekehrt habe. Als Grund dafür, dass Anleihemärkte stärker auf Arbeitsmarktdaten als auf Inflationszahlen reagierten, nennt er eine positive Korrelation zwischen Beschäftigung und Unternehmensgewinnen, da produktivitätssteigernde Effekte durch künstliche Intelligenz bislang nicht zu einem breiten Stellenabbau geführt hätten.

Bank of America bleibt bei Aktienübergewichtung

Trotz des Warnsignals hält die Bank laut Investing.com an ihrer Asset-Allokation "Aktien long, Anleihen short" fest. Die Strategen argumentieren, politische Entscheidungsträger betrachteten den Aktienmarkt angesichts der Abhängigkeit der Wirtschaft vom Vermögenseffekt und dem Ausbau von KI-Rechenzentren als "too big to fail". Booms und Blasen endeten laut Hartnett typischerweise erst dann, wenn steigende Anleiherenditen und ein fallender US-Dollar eine fiskalpolitische Kehrtwende erzwingen, wobei die Kombination aus steigenden Renditen und fallenden Bankaktien als Frühwarnsignal diene.

Die Fondsflüsse zeichnen ein gemischtes Bild: Geldmarktfonds verzeichneten zuletzt Zuflüsse von 53,70 Milliarden US-Dollar, Aktienfonds 32,90 Milliarden US-Dollar und Anleihefonds 23,10 Milliarden US-Dollar. US-Aktien zogen 9,60 Milliarden US-Dollar an und annualisieren damit einen Rekordzufluss von 652 Milliarden US-Dollar, während Technologiefonds erstmals seit sechs Wochen einen Abfluss von 700 Millionen US-Dollar verbuchten, ihre Zuflüsse aber weiterhin auf einen Rekordwert von 217 Milliarden US-Dollar annualisieren.

Ob sich das Verkaufssignal als kurzfristige Episode erweist oder die von Hartnett skizzierte Korrektur tatsächlich einsetzt, dürfte sich an der weiteren Entwicklung von Anleiherenditen, Dollarkurs und Bankaktien ablesen lassen, die die Strategen als Frühwarnindikatoren benennen.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

Anzeige: Bank of America-Aktie direkt handeln, provisionsfrei und transparent bei finanzen.net zero.

Weitere Links:


Bildquelle: Inked Pixels / Shutterstock.com,albund / Shutterstock.com,dominic8 / Shutterstock.com,peterschreiber.media / shutterstock.com
In eigener Sache

Trading Signals: BP - Im Sog der Ölpreise

Die Aktie des britischen Multis ist dabei, nach oben aus dem kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen. Neben der Charttechnik und dem hohen Ölpreis spricht der Ehrgeiz der neuen BP-Chefin für weitere Avancen.

Weiterlesen!

Analysen zu Bank of America Corp.

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
Zu diesem Datensatz liegen uns leider keine Daten vor.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Ameriprise, Schneider Electric, ASM & HSBC stark unterwegs – ist noch mehr drin? mit François Bloch?

Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Ameriprise Financial
✅ Schneider Electric
✅ ASM
✅ HSBC

https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

Ameriprise, Schneider Electric, ASM & HSBC stark unterwegs – ist noch mehr drin? mit François Bloch

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’631.64 13.67 S6CB3U
Short 15’168.48 8.91 SMYBKU
SMI-Kurs: 13’740.10 10.09.2026 17:30:44
Long 13’198.73 19.72 S8BFJU
Long 12’900.30 13.94 S4KBXU
Long 12’339.95 8.91 SC4B0U
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com