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RENK Aktie 129870173 / DE000RENK730

Belegschaft 20.04.2026 17:54:00

Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT & TKMS: Rheinmetall startet Drohnenboot-Produktion - HENSOLDT will Voith-Mitarbeiter einstellen

Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT & TKMS: Rheinmetall startet Drohnenboot-Produktion - HENSOLDT will Voith-Mitarbeiter einstellen

Rheinmetall beginnt im Hamburger Hafen mit der Serienfertigung von Drohnenbooten und plant eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten. Parallel setzt HENSOLDT auf Expansion und will vom Stellenabbau bei Voith betroffene Fachkräfte übernehmen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat im Hamburger Hafen mit der Serienproduktion von unbemannten Überwasserfahrzeugen begonnen. Zunächst sollen jährlich rund 200 Drohnenboote auf der Werft Blohm+Voss gefertigt werden, teilte Rheinmetall mit. Die Produktion könne auf bis zu 1'000 Einheiten jährlich gesteigert werden.

Drohnenboote werden immer wieder erfolgreich von der Ukraine bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges eingesetzt.

Rheinmetall stellt das Überwasserfahrzeug gemeinsam mit dem britischen Hersteller Kraken Technology Group her. Zur Produktion des Boots wurde das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Kraken GmbH gegründet.

Militärisch oder zivil einsetzbar

Das Boot K3 Scout ist je nach Ausstattung militärisch oder zivil einsetzbar. Es wird ferngesteuert und soll in Zukunft auch autonom fahren können.

Die Unternehmen hatten das Überwasserfahrzeug im März auf der Werft Blohm+Voss vorgestellt. Der Leiter der Rheinmetall-Division Naval Systems, Tim Wagner, sagte damals, dass es bereits Aufträge von Nato-Ländern gebe.

Der Düsseldorfer DAX-Konzern Rheinmetall hatte Anfang März die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem die Werft Blohm+Voss gehörte. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.

HENSOLDT will Voith-Mitarbeiter einstellen

Vom Stellenabbau bedrohte Mitarbeiter des Maschinen- und Analgebauers Voith sollen bei HENSOLDT einen neuen Arbeitsplatz finden. Der Rüstungszulieferer HENSOLDT will Mitarbeiter des schwäbischen Maschinen- und Anlagenbauers Voith übernehmen, die von einem Stellenabbau bedroht sind. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wie sie gemeinsam mitteilten. Während Voith im Dezember den Abbau von bis zu 2.500 Stellen angekündigt hatte, ist HENSOLDT angesichts der hohen Nachfrage in der Rüstungsindustrie auf Expansionskurs und sucht neue Fachkräfte.

"Viele Kompetenzen von Voith-Mitarbeitenden - etwa in Systementwicklung, Software oder Elektronik - passen hervorragend zu den Technologien, die wir entwickeln", sagte HENSOLDT-CEO Oliver Dörre laut der Mitteilung. "Die Kooperation mit Voith schafft eine echte Perspektive für Fachkräfte in der Region. Davon profitieren beide Seiten."

Der im MDAX und TecDAX notierte Konzern hat 2025 rund 1.200 Mitarbeitende eingestellt und plant im laufenden Jahr insgesamt 1.600 weitere Neueinstellungen, vor allem in Deutschland. Insbesondere die Standorte Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee verzeichnen der Mitteilung zufolge ein starkes Wachstum.

Brasilien an vier weiteren Fregatten von TKMS interessiert

Brasilien ist an vier weiteren Fregatten des Typs Tamandaré auf Basis deutscher Technologie aus der Meko-Plattform von thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) interessiert. Derzeit sind vier solcher Fregatten in Brasilien im Bau. "Heute machen wir Fortschritte bei den Bemühungen um den Erwerb vier weiterer Einheiten", sagte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei einer Rede vor Unternehmern auf der Hannover Messe.

Dies eröffne die Möglichkeit, die Präsenz Deutschlands in strategischen Sektoren der brasilianischen Neoindustrialisierung zu vertiefen, sagte der Staatschef. Zudem gebe es Gespräche über strategische Bereiche wie gepanzerte Fahrzeuge, Luftabwehr und Drohnen, fügte der linke Präsident hinzu.

Lula da Silva erwähnte auch einen in Hannover unterzeichneten Pakt zur künstlichen Intelligenz. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für die gemeinsame Entwicklung von Technologien und neuen Partnerschaften.

Die Meko-Plattform ist ein modulares Kriegsschiffs-Konzept, das ursprünglich in Deutschland entwickelt wurde und sich flexibel mit unterschiedlichen Waffen-, Sensor- und Missionssystemen ausrüsten lässt. Das Programm ist ausdrücklich als Projekt für Technologietransfer und industrielle Stärkung in Brasilien angelegt. Die Vereinbarung über den Bau der ersten vier Fregatten in Brasilien hatte einen Umfang von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro.

So reagieren die Rüstungsaktien

Während die HENSOLDT-Aktie sich via XETRA am Montag fester bei 82,36 Euro (+1,88 Prozent) zeigte, waren die Kursbewegungen der anderen Rüstungstitel negativer: So verlor Rheinmetall letztlich 1,30 Prozent auf 1'475,80 Euro. Auch RENK notierte 0,02 Prozent tiefer bei 55 Euro. Bei TKMS belief sich das Minus auf 0,67 Prozent bei 89,00 Euro je Anteilsschein.

Redaktion finanzen.ch mit Material von DOW JONES und AWP International

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Bildquelle: HENSOLDT
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