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09.09.2026 09:36:36
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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI fällt unter 14'000 Punkte
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit klaren Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex SMI rutschte dabei erstmals seit Mitte Juni wieder unter die Marke von 14'000 Punkten. Die Stimmung bleibt von den schwachen Vorgaben aus den USA, hohen Energiepreisen und den damit verbundenen Zins- und Inflationssorgen geprägt. Auch Novartis können sich nach dem heftigen Rückschlag vom Vortag zunächst nicht erholen.
Der Preis für ein Fass Brent hat zuletzt die Marke von 100 Dollar übersprungen und damit den höchsten Stand seit Juli erreicht. Neue Angriffe im Umfeld des Iran sowie auf saudische Energieanlagen haben die Sorgen vor kurzfristigen Lieferausfällen wieder verschärft. Zugleich schrumpften die globalen Reserven, während steigende chinesische Ölimporte den Preisdruck zusätzlich erhöhen könnten, schreibt Swissquote in einem Kommentar.
Die hohen Energiepreise schüren wiederum die Inflationssorgen im Vorfeld der anstehenden Notenbankentscheide. Ein Marktteilnehmer spricht von einem "Higher-for-longer-Szenario", das sich zunehmend verfestige. "Bleiben die Energiepreise so hoch, wird es für die Notenbanken schwierig, Entwarnung zu geben." Entsprechend gross sei die Bedeutung der US-Inflationsdaten vom Freitag. Sie dürften mitentscheidend dafür sein, ob das Fed in der kommenden Woche nochmals an der Zinsschraube dreht oder vorerst pausiert.
SMI erneut im Minus
Der SMI sinkt im frühen Handel deutlich und notiert gegen 09.15 Uhr um 0,62 Prozent tiefer bei 13'970,68 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,57 Prozent auf 3069,07 Zähler nach, während der SPI 0,63 Prozent auf 19'723,74 Punkte verliert.
Die Vorgaben aus den USA sind negativ. In Asien zeigten sich die Börsen uneinheitlich: Der Nikkei gab leicht nach, während der technologielastige Kospi in Südkorea deutlich zulegte. Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte starten mit Verlusten in den Handel.
Novartis erneut im Minus
Im Fokus stehen erneut Novartis (-0,4%), die sich vom Kursrutsch um 11 Prozent am Vortag nicht erholen können. Belastend wirken weiterhin kritische Analystenkommentare; die Deutsche Bank hat die Titel inzwischen auf "Hold" von "Buy" zurückgestuft.
Unter Druck stehen auch die Luxuswerte Richemont (-1,5%) und Swatch (-1,7%). Händler verweisen dabei unter anderem auf die jüngsten Konjunktur- und Preisdaten aus China.
Bei den Bauwerten sorgt eine Branchenstudie von JPMorgan für Impulse. Holcim (-0,2%) und Sika (+0,1%) halten sich besser als der Gesamtmarkt und zählen laut Händlern zu den Favoriten. Amrize (-0,6%) wurde dagegen auf die "Negative Catalyst Watch"-Liste gesetzt.
Doc Morris im Plus
In den hinteren Reihen fallen DocMorris (+5,2%) positiv auf. Die Versandapotheke will eine neue Wandelanleihe über rund 100 Millionen Franken begeben. Die ZKB begrüsst in einem Kommentar die damit verbundene Verbesserung der operativen Liquidität.
Adecco (+2,2%) profitieren von Kurszielerhöhungen durch Vontobel und Deutsche Bank. Auch Bossard (+1,3%) werden von positiven Analystenkommentaren gestützt.
Barry Callebaut (+2,2%) legen nach zuversichtlichen Aussagen von CEO Hein Schumacher an einem Investorentreffen zu.
Dagegen geben Medacta (-2,1%) nach, wobei die Margenentwicklung im ersten Halbjahr enttäuschte. Nach Halbjahreszahlen geht es auch für BioVersys (-1,8%) abwärts.
an/rw
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