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Sixt Aktie 348141 / DE0007231326

Prognose bestätigt 13.08.2026 16:07:00

Aktie zieht an: Sixt legt stärker zu als gedacht

Aktie zieht an: Sixt legt stärker zu als gedacht

Der Autovermieter Sixt hat im zweiten Quartal einen stärkeren Sprung hingelegt als erwartet.

Der Umsatz kletterte um knapp 10 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro nach oben, wie der SDax -Konzern am Donnerstag in Pullach mitteilte. Das war mehr als von Analysten erwartet. Beim Vorsteuergewinn legte Sixt noch stärker zu als beim Erlös und überraschte auch damit. Die Nachfrage sei stärker gewachsen als das Flottenangebot, hiess es vom Unternehmen. Die Aktie stieg am Donnerstag deutlich.

Das Papier gewann via XETRA zuletzt 4,24 Prozent auf 75,00 Euro und nahm damit wieder Kurs auf das Jahreshoch von 77,60 Euro aus dem April. Seit Jahresbeginn stehen nun auch wieder etwas mehr als 6 Prozent Kursgewinn zu Buche. Von den Rekordhöhen ist die Aktie aber weit entfernt: In der Angebotsknappheit der Nachwehen von Corona wurden 2022 teils 170 Euro gezahlt.

Analyst Constantin Hesse von der US-Investmentbank Jefferies sprach von einem soliden Quartal mit übertroffenen Erwartungen quer durch die relevanten Kennzahlen. Auslastung und fortgesetzt erhöhte durchschnittliche Vermietpreise hätten Schub gegeben. Laut Stephan Bauer von der Bank Metzler war Europa der Wachstumstreiber - vor allem Italien und Spanien hätten von einem Schwenk der Reisenachfrage von europäischen und US-amerikanischen Touristen profitiert.

"Wir planen die Flotte immer innerhalb der Nachfrage", sagte Finanzchef Franz Weinberger im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. Und diese sei weiter hoch, auch wenn Sixt mit seinem Premium-Angebot nicht die Preisvergleichslisten anführe. "Kunden wollen heute nach wie vor Erlebnisse und sich etwas gönnen, wenn sie in den Urlaub fahren", sagte der Manager. Steigende Spritkosten führten aktuell auch nicht dazu, dass Kunden beim Mietwagen sparsamer würden. Vor der laufenden Haupturlaubszeit baute Sixt das Angebot mit weiteren Stationen in Italien und Spanien aus. Das dritte Quartal ist das mit Abstand wichtigste Jahresviertel für Sixt.

Der Vorsteuergewinn legte um fast 15 Prozent auf 123 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge zog um 0,4 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent an. Mit den Resultaten schnitt Sixt besser ab, als die von Bloomberg befragten Analysten im Schnitt gedacht hatten. Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um annähernd 6 Prozent auf 83 Millionen Euro. "Unsere Jahresprognose bestätigen wir", sagte Weinberger.

Sixt baut das Geschäft seit geraumer Zeit aus und profitiert dabei auch von den Schwierigkeiten der Konkurrenz. Im ersten Halbjahr waren durchschnittlich fast 200.000 Fahrzeuge in der Vermietung und damit 9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der Stationen wuchs zum Stichtag Ende Juni innerhalb eines Jahres um 176 auf 2.300 inklusive Franchisepartner.

Das Management peilt in diesem Jahr einen Umsatzanstieg auf 4,45 bis 4,6 Milliarden Euro an bei einer Marge des Vorsteuerergebnisses im Bereich von 10 Prozent. Im Vorjahr lag der Erlös bei 4,28 Milliarden Euro und die Vorsteuermarge bei 9,4 Prozent.

/men/err/stk

PULLACH (awp international)

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Bildquelle: 360b / Shutterstock.com
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