Airbus Aktie 1095306 / NL0000235190
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| "Business Update" |
22.07.2026 15:59:00
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Airbus-Aktie springt an: Operativer Gewinn soll bis 2029 kräftig steigen
Airbus hat sich neue Mittelfristziele gesetzt.
Der weltgrösste Flugzeugbauer Airbus nimmt sich dank der anhaltend starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 deutlich mehr Gewinn vor. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) soll auf 12 bis 13 Milliarden Euro wachsen, teilte der DAX-Konzern am Dienstagabend vor einer Investorenveranstaltung in London mit. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 7,5 Milliarden Euro, die Vorstandschef Guillaume Faury für das laufende Jahr erwartet. Der Verwaltungsrat plant zudem ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Euro, das innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden soll.
Produktion soll weiter hochgefahren werden
Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury. Der Flugzeugbauer präsentiert seine Produkte derzeit auf der Farnborough Airshow nahe London.
Für 2026 sieht der Konzernchef Airbus auf Kurs. Das Unternehmen will in diesem Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern und damit den bisherigen Rekord von 863 Maschinen aus dem Jahr 2019 übertreffen.
Im Kerngeschäft mit Passagierjets sind die Auftragsbücher prall gefüllt. Wegen anhaltender Engpässe bei Zulieferern, insbesondere Triebwerksherstellern, kommt Airbus jedoch nur langsam hinterher, die hohe Nachfrage der Airlines zu bedienen. Deshalb mussten die Produktionsziele für die besonders gefragte A320neo-Familie bereits mehrfach verschoben werden.
Für den weiteren Produktionsausbau ist seit diesem Jahr der neue Spartenchef Lars Wagner verantwortlich. Der frühere Chef des Triebwerksbauers MTU Aero Engines soll den bereinigten operativen Gewinn der Sparte innerhalb von drei Jahren auf rund zehn Milliarden Euro steigern - fast doppelt so viel wie 2025. Die Produktion der A320neo-Familie soll bis 2027 auf 70 bis 75 Flugzeuge pro Monat steigen und danach zunächst auf diesem Niveau bleiben. Der kleinere A220 soll 2028 bei einer Monatsproduktion von 13 Maschinen die Gewinnschwelle erreichen.
Airbus prüft grösseren A350
Grössere Wachstumschancen sieht Airbus im Markt für Langstreckenflugzeuge. Nach Einschätzung von Wagner könnte die Produktion des A350 künftig deutlich über die bislang für 2028 angepeilten zwölf Flugzeuge pro Monat hinaus steigen. Die Nachfrage sei hoch und viele Kunden wünschten frühere Liefertermine.
Zudem prüft Airbus die Entwicklung einer verlängerten Version des A350, die oberhalb der heutigen A350-1000 positioniert wäre. Hintergrund ist die steigende Nachfrage der Fluggesellschaften nach grösseren und reichweitenstärkeren Flugzeugen. Finanzvorstand Thomas Toepfer betonte jedoch, dass über einen sogenannten A350-Stretch noch keine Entscheidung gefallen sei.
Laut Wagner entfallen inzwischen rund 75 Prozent des Auftragsbestands der A320neo-Familie auf die grössere A321neo. Zudem steigt die Nachfrage nach Varianten mit grösserer Reichweite.
Defence & Space soll ebenfalls zulegen
Neben dem Passagierjet-Geschäft sollen auch die Sparten Defence & Space sowie Helicopters stärker zum Konzernergebnis beitragen. Gemeinsam sollen sie ihren bereinigten operativen Gewinn bis 2029 auf rund 2,5 Milliarden Euro steigern, nicht zuletzt dank steigender Verteidigungsausgaben in Europa.
Aktie legt deutlich zu
Die Ankündigungen kamen an der Börse gut an. Die Airbus-Aktie gewann via XETRA zuletzt 5,33 Prozent auf 204,90 Euro. Analyst David Perry von JPMorgan bezeichnete die mittelfristigen Ziele als besser als erwartet und wertete auch das angekündigte Aktienrückkaufprogramm positiv.
Airbus erhält Auftrag über 10 A220-300s von BermudAir
Airbus hat bei der Farnborough International Airshow einen Auftrag von BermudAir erhalten. Wie Airbus mitteilte, hat die Airline 10 Exemplare der A220-300 bestellt. Nach Konzernangeben war die Bestellung bereits im Orderbuch für das erste Halbjahr vorhanden, werde nun aber während der Luftfahrtmesse veröffentlicht.
Flynas bestellt 25 Airbus-Maschinen
Flynas hat weitere Airbus-Flugzeuge bestellt. Wie der Flugzeughersteller mitteilte, hat die Airline fünf weitere A330-900 und 20 Maschinen des Typs A321neo geordert. Finanzielle Details nannte Airbus nicht.
London (awp) / Dow Jones
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