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Es geht um Milliarden 03.11.2017 09:24:36

Einigung im Hypothekenstreikt könnte CS letztlich weniger kosten

Einigung im Hypothekenstreikt könnte CS letztlich weniger kosten

Im Zuge ihrer Einigung mit dem US-Justizministerium Ende 2016 hatte die Bank zugesagt, 5,3 Mrd USD aufzuwerfen, um einer Anklage zu entgehen. Nun könnte die Gesamtsumme aber kleiner ausfallen.

Die 5,3 Mrd USD teilen sich auf in eine Busse von 2,48 Mrd sowie 2,8 Mrd, die den Geschädigten der US-Hypothekenkrise zu Gute kommen sollen. Dies geht aus dem Report des von der US-Justiz eingesetzten Aufsehers bei der Grossbank, Neil Barofsky, hervor. Dieser wurde Ende Oktober veröffentlicht.

In der Vereinbarung mit dem US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) hat die Bank zugesagt, den Hypothekarschuldnern Erleichterungen etwa durch Schuldenerlasse oder längere Fristen zu gewähren sowie Geld in Projekte für erschwingliche Häuser zu stecken.

Mit solchen Massnahmen muss sich die CS einen "Kredit" beziehungsweise Bonuspunkte von 2,8 Mrd USD verdienen. Das heisse aber nicht, dass die Bank 2,8 Mrd ausgeben müsse, heisst es im Bericht. Tatsächlich kann die CS mehr als einen Dollar für jeden in die Krediterleichterung gesteckten Dollar an "Kredit" verdienen.

Folglich könne die CS ihre Auflagen mit weniger oder sogar deutlich weniger Geld als 2,8 Mrd USD erreichen, schreibt der Aufseher. Barofsky kommt in seinem Bericht weiter zum Schluss, dass die CS bislang die Bedingungen der Vereinbarung mit dem DOJ einhält.

ALTLAST AUS VORFELD DER FINANZKRISE

Die Grossbank nimmt den Bericht zur Kenntnis. Die Bank kooperiere vollständig mit dem Aufseher und seinem Team, schreibt sie in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Der Bericht unterstreiche, dass die CS mehrere positive Massnahmen ergriffen habe seit dem Abschluss des Vergleichs. Diese erlaubten ihr, die Altlasten aus der Vergangenheit hinter sich zu lassen, während sie gleichzeitig die Interessen ihrer Kunden, Mitarbeitenden und anderer betroffener Parteien schütze.

Der durch die Einigung mit dem DOJ beigelegte Rechtsstreit bezieht sich auf die Zeit im Vorfeld der Finanzkrise. Damals hatten viele Grossbanken in den USA Hypotheken an mittellose Menschen vergeben in der Hoffnung, dass die Häuserpreise ständig weiter steigen und die Kredite damit gedeckt würden. Die Risiken wurden anschliessend an Investoren weitergereicht - in Form von hochkomplexen Anleihen, die den Banken hohe Gebühren in die Kasse spülten.

Die Credit Suisse war dabei eine der Banken, die Hypotheken in sogenannte RMBS (Residential mortgage-backed securities) verbriefte. Als der Immobilienmarkt 2007 kollabierte, erwiesen sich diese Bonds als wertlos, was die weltweite Finanzkrise auslöste. Dabei verloren die Käufer der Bonds viel Geld und viele der Schuldner ihre Häuser.

Zürich (awp/sda)

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Bildquelle: keystone,Bloomberg,Pincasso / Shutterstock.com,simon zenger / Shutterstock.com

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