Schweizer Electronic Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.ch übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie machen eine zuverlässige Prognose für das Geschäftsjahr 2020 sehr schwierig. Neben der COVID-19-Situation schienen die globalen Handelskonflikte und der Brexit einer Lösung zwar einen Schritt näher gekommen zu sein, jedoch besteht weiterhin Unklarheit bei diesen Themen. Auf Basis dieser Faktoren sieht SCHWEIZER den Geschäftsverlauf im Jahr 2020 negativ. Diese Annahme beruht insbesondere auf den sehr negativen Auswirkungen, die durch die Corona-Krise zu erwarten sind. Zur Eingrenzung der Auswirkungen hat sich der Vorstand dazu entschieden die Prognose der Umsatz- und Ergebniskennziffern für das Jahr 2020 in zwei Szenarien abzubilden. Das eher optimistische Szenario zeigt ein Umsatzwachstum von -10 bis -15 Prozent und eine EBITDA-Quote von -2 bis -6 Prozent. Das eher pessimistische Szenario beinhaltet ein Umsatzwachstum von -20 bis -25 Prozent und eine EBITDA-Quote von -4 bis -8 Prozent für 2020. SCHWEIZER beabsichtigt, Hilfsangebote im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Anspruch zu nehmen und bedarfsgerecht das Mittel der Kurzarbeit zur Sicherung der Arbeitsplätze einzusetzen.

Update 8.05.2020: Wir halten an unseren im Rahmen des Geschäftsberichts am 21. April 2020 auf den Seiten 39 – 43 veröffentlichten Einschätzungen über den Geschäftsverlauf des aktuellen Jahres fest. Hierbei haben wir unsere Jahresumsatzprognose im eher optimistischen Szenario bei zwischen minus 10 und 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 gesehen, beim eher pessimistischen Szenario bei zwischen minus 20 und 25 Prozent. Obwohl der Umsatz im ersten Quartal mit -5,8 Prozent besser als die Jahreserwartungen war, stehen wir vor einem äußerst schwachen zweiten Quartal, so dass die Umsatzentwicklung des ersten Halbjahrs 2020 eher am unteren Ende unserer Prognoseszenarien zu erwarten ist. Ob und wie stark eine Erholung der Umsätze im zweiten Halbjahr einsetzen wird, ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Das EBITDA erwarten wir weiterhin im eher optimistischen Szenario bei zwischen minus 2 und 6 Prozent und im eher pessimistischen Szenario bei minus 4 bis 8 Prozent. Die EBITDA Quote im ersten Quartal war durch Sondereffekte belastet, die wir in den Folgequartalen nicht mehr erwarten. Das potenzielle Ausmaß von Auswirkungen auf die Profitabilität aufgrund von Kundeninsolvenzen stellt perspektivisch auch für das restliche Geschäftsjahr ein Risiko dar. Positiv auf die Kostensituation wird sich die verstärkte Inanspruchnahme der Kurzarbeit auswirken, die jedoch den drastischen Umsatzrückgang nicht vollständig kompensieren können wird.

Update 7.08.2020: Schweizer hat in den letzten 18 Monaten bereits mit der Restrukturierung des Standorts in Schramberg begonnen. Seit Anfang 2019 wurde die Belegschaft in Schramberg um rund -16 Prozent reduziert. Darüber hinaus haben wir signifikante Einsparungen bei den Sach- und Materialkosten realisiert. Damit haben wir unser Zwischenziel, einer Reduzierung der Break-Even-Schwelle in Schramberg um -15 Prozent, plangemäß erreicht. Seit April dieses Jahres setzen wir zusätzlich das Mittel der Kurzarbeit ein, um die pandemie-bedingten geringer ausfallenden Produktionsvolumen kapazitativ abzufedern. Wir erwarten, dies auch bis zum Ende des Jahres entsprechend der Produktionsauslastung fortzuführen. Zusätzlich planen wir weitere Maßnahmen, um uns auf eine längerfristige Krise vorzubereiten. Hierbei geht es vorwiegend um eine weitere Personalreduktion, Anpassung der Investitionsplanungen und weitere Maßnahmen im Sach- und Materialkostenbereich. Wir erwarten eine EBITDA-Quote zwischen -8 Prozent und -12 Prozent (bisher im eher pessimistischen Szenario -4 Prozent bis -8 Prozent) für das aktuelle Geschäftsjahr. Dies entspricht einem EBITDA von circa -7 Mio. EUR bis -11 Mio. EUR. Der überwiegende Anteil des EBITDA Verlustes wird durch das Hochfahren des Werks in China verursacht. Im Gegensatz zu unserem Ausblick vom April sehen wir sowohl aufgrund der Pandemie als auch den zu erwartenden zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen in Schramberg nun auch ein negatives EBITDA für die Gruppe ohne China als wahrscheinlich an.

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