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Gender-Diversität beflügelt die Rendite

Vorteile auf der Makro- und Mikroebene

Dass die "Gender Diversity" in den letzten Jahren stärker in den Blickpunkt der Wissenschaft und von Beratungsunternehmen gerückt ist, liegt neben dem Gerechtigkeitsaspekt auch daran, dass das Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften im Trend abnimmt und dass sich dieser Trend durch die demografische Entwicklung noch verschärft. Beispielsweise wird der Rückgang des Arbeitskräftereservoirs in der EU in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten auf einen zweistelligen Millionenbereich geschätzt, Japan steht vor ähnlich grossen Herausforderungen. Würde sich aber die Quote der Erwerbstätigkeit von Frauen auf das Niveau von Männern angleichen, könnte der demografisch bedingte Rückgang des Arbeitskräftepotenzials erheblich abgefedert werden.

Die Vorteile sind aber nicht nur auf der Makroebene der Volkswirtschaften offensichtlich, auch für die Mikroebene der Unternehmen konnten positive Effekte mittlerweile mehrfach nachgewiesen werden. McKinsey (Studie "Woman matter") zitiert dazu eine Untersuchung der EU-Kommission, die belegt hat, dass Unternehmen aus der Initiierung von Gender-Diversity-Programmen signifikante positive Rückkopplungen verspürt haben. Jeweils fast 60 Prozent der untersuchten Gruppe konstatierten eine verbesserte Mitarbeitermotivation und eine höhere Kundenzufriedenheit, mehr als zwei Drittel sahen ein verbessertes Markenimage.

Einem gemischten Führungsteam wird zudem tendenziell eine bessere Einschätzung der Kundenbedürfnisse zugetraut. Das ist darauf zurückzuführen, dass Frauen im Durchschnitt an etwa 70 Prozent der Kaufentscheidungen eines Haushalts beteiligt sind und damit eine besonders relevante Zielgruppe für die Unternehmen darstellen. Auf dieser Basis erscheint auch eine Beteiligung an Entscheidungen zur Produkt- und Marketingstrategie naheliegend.

Positive Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung

Neben dem Beleg durch empirische Fakten ist es auch theoretisch erklärbar, warum ein gemischtes Führungsteam eine höhere Kompetenz in der Entscheidungsfindung und der Organisation eines Unternehmens aufweist. In besonderem Masse ist das auf das Verhalten der Mitglieder einer Gruppe zurückzuführen, die nach den Erkenntnissen der Sozialpsychologie eher in Richtung Einigkeit und Konsens tendieren.

Je homogener eine Gruppe besetzt ist, desto stärker unterdrückt dies einen kritischen Diskurs, der aber für ein letztlich rational abgewogenes Entscheidungsergebnis wichtig ist. Mit anderen Worten: Einem nur aus Männern bestehendem Führungsteam fehlt der Input aus einem anderen (weiblichen) Blickwinkel.

Rentabilität wird positiv beeinflusst

Da die unmittelbaren positiven Effekte der "Gender Diversity" auf die Entwicklung zentraler Erfolgsparameter von Unternehmen sowohl messbar als auch erklärbar sind, liegt es nahe, dass sie auch die gesamte Rentabilität beeinflusst - und genau das ist Studien zufolge der Fall. Schon in der ersten grossen Untersuchung im Rahmen der Themenreihe "Woman matters" hat sich McKinsey mit dieser Fragestellung beschäftigt und im Rahmen von zwei Studien näher untersucht. Zum einen konnte durch eine Analyse von Konzernen in Europa, Amerika und Asien ein positiver Zusammenhang zwischen dem feststellbaren Ausmass der "organisatorischen Exzellenz" im Hinblick auf verschiedene Dimensionen wie Führungsqualität, Koordination, Innovation oder Kontrolle einerseits und der finanziellen Performance der Gesellschaften andererseits nachgewiesen werden, wobei Konzerne mit drei oder mehr Frauen im Senior Management im Durchschnitt deutlich besser bei diesen Organisationskriterien abgeschnitten haben. Zum anderen hat eine Untersuchung von 89 börsengelisteten Unternehmen in Europa hervorgebracht, dass die Gesellschaften mit einem höheren Frauenanteil in Führungspositionen eine signifikant höhere Eigenkapitalrendite und EBIT-Marge erwirtschaften.

Genau zu dem letztgenannten Themenkomplex hat auch die UBS eine aktuelle Auswertung erstellt ("Nachhaltiges Anlegen: Gender-Diversität ist wichtig", September 2016). Untersucht wurden die in der Vergangenheit erwirtschafteten Renditen der Unternehmen im breit gestreuten US-Index Russell 1000 im Hinblick auf die Frage, ob sich ein Frauenanteil von 20 Prozent oder mehr im Board und im Senior Management positiv auswirkt. Auch dies war der Fall, die Unternehmen mit höheren Gender-Diversität-Werten konnten auch mit besseren Ergebnissen hinsichtlich solcher Kennzahlen wie Eigenkapitalrendite oder Bruttomarge aufwarten.

Zwar merkt die UBS diesbezüglich an, dass es durchaus schwierig ist, Ursache und Wirkung auseinander zu halten, letztlich sehen es die Autoren aber als ausreichend bestätigt an, dass es eine Verbindung gibt zwischen einer ausgeprägteren Gender-Diversität und einer höheren Rendite.

Wenn Sie in den Solactive Global Gender Diversity Index investieren möchten, bietet die UBS drei Open End Tracker-Zertifikate in den Währungen CHF (SIX Symbol: GENCHU), EUR (SIX Symbol: GENEUU) und USD (SIX Symbol: GENUSU) an.

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Bildquellen: ChristianChan / Shutterstock.com

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