ANZEIGE Gender Diversität, Geschlechtervielfalt,

Auf die Vorreiter setzen

Gender-Diversität als nachhaltiger Anlagefaktor

Die klassische Investmenttheorie stützt sich auf quantitative Kennzahlen, um optimale Entscheidungen abzuleiten. Im Fokus stehen dabei vor allem die Gegenspieler Rendite und Risiko, die in einem Portfolio austariert werden. Im Laufe der Zeit wurde dieser grundlegende Ansatz allerdings weiter ausdifferenziert und insbesondere um Faktoren ergänzt, die einen Einfluss auf die Ausprägung von Rendite und Risiko ausüben.

Dabei muss es sich nicht zwingend um quantitativ exakt erfassbare Grössen handeln, es können durchaus qualitative Kriterien zum Zuge kommen. Unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit werden beispielsweise auch ökologische oder ethische Massstäbe an die Investments formuliert. Ein Grundgedanke nachhaltiger Investments ist es, dass es sich langfristig positiv auf die Unternehmensperformance auswirkt, wenn die Ansprüche aller Stakeholder berücksichtigt werden. Auch die Gender-Diversität kann der Kategorie der nachhaltigen Investmentkriterien zugeordnet werden.

Geeignete Kandidaten sind verfügbar

Dass es sich dabei nicht um eine einfach quantitative Grösse handelt, ist relativ offensichtlich. Denn es lässt sich bislang kaum exakt klären, wo das optimale Niveau der Gender-Diversität in Führungsgremien liegt, geschweige denn, ob es auch ein "zu viel" in diesem Bereich gibt - dafür reicht schlicht die statistische Basis von Unternehmen mit sehr vielen Frauen im Topmanagement nicht aus. Das Thema muss vielmehr von seiner historischen Entstehung her betrachtet werden: Ausgangspunkt ist eine konstatierte massive Unterrepräsentanz von Frauen im Top-Management. Dem stehen aber theoretische und empirische Erkenntnisse gegenüber, dass eine erhöhte Gender-Diversität in den Führungsgremien für positive Effekte sorgt - bis hin zu einer überdurchschnittlichen Rendite dieser Unternehmen.

Daher lohnt sich der Blick auf Konzerne, die im Hinblick auf die Gender-Diversität schon bessere Resultate vorweisen können als der Durchschnitt. Und derartige Kandidaten gibt es, denn nicht zuletzt aufgrund der Forschungsergebnisse, die sowohl verschiedene Gesetzesinitiativen in zahlreichen Ländern als auch ein langsames Umdenken im Unternehmenssektor zur Folge hatten, ist durchaus eine positive Entwicklung feststellbar, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau. Die UBS hat die Zahlen zu den Unternehmen aus dem breit gestreuten US-Index Russell 1000 und aus dem MSCI World Index ausgewertet. Noch im Jahr 2011 lag der Anteil der Gesellschaften, die mindestens 20 Prozent der Positionen in den Verwaltungsräten mit Frauen besetzt hatten, jeweils knapp unter 10 Prozent. Seitdem steigt die Quote aber sukzessive an, und 2015 konnte dieses Kriterium fast jedes fünfte Unternehmen aus den beiden Indizes erfüllen. Es gibt also Unternehmen, die unter dem Gesichtspunkt der "Gender Diversity" überdurchschnittlich aufgestellt sind, man muss diese nur gezielt suchen.

Outperformance nachweisbar

Dass sich dieser Aufwand für ein Investment lohnt, zeigen empirische Studien. In dem Abschnitt "Gender-Diversität beflügelt die Rendite" wurde bereits ausgeführt, dass eine ausgewogenere Mischung der Geschlechter in den Führungsgremien einen positiven Einfluss auf die von den Unternehmen erwirtschafteten Renditen ausübt. Da scheint es naheliegend, ebenfalls einen positiven Effekt im Hinblick auf die Aktienperformance zu unterstellen, und dieser ist ebenfalls nachweisbar.

Bei der Untersuchung dieses Phänomens zählt wiederum McKinsey ("Woman matters") zu den Pionieren, im Rahmen der ersten grossen Studie der Beratungsgesellschaft zu dem Thema wurde in einem Zweijahreszeitraum eine Outperformance der Konzerne mit ausgeprägter Gender-Diversität gegenüber dem EuroStoxx 600 Index um den Faktor 1,7 festgestellt. Allerdings war die Referenzgruppe Mitte des letzten Jahrzehnts noch relativ klein.

In einer aktuellen Analyse hat sich UBS dem Thema gewidmet und eine grosse Grundgesamtheit, den MSCI World Index, als Basis genommen. Dabei wurden für die Gender-Diversität verschiedene Schwellenwerte getestet. Als besonders erfolgsversprechend erwies sich das Kriterium, dass im Verwaltungsrat mindestens zwei Frauen vertreten sein müssen oder aber die Geschäftsleitung höchstens zu 80 Prozent aus Männern besteht. Für ein Portfolio von Unternehmen aus dem MSCI World Index, das diese Bedingung erfüllt, konnte in einem Zeitraum von fünf Jahren (2011 bis 2015) eine Outperformance von rund 2 Prozent p.a. gegenüber der Benchmark festgestellt werden, wobei das Auswahlportfolio in Abhängigkeit von der Entwicklung der Zahl der weiblichen Führungskräfte in den Gremien alle drei Monate neu justiert wurde.

Es kann sich also durchaus lohnen, in der Kapitalanlage auch den Faktor Gender-Diversität zu berücksichtigen. Zwar gibt es zum Ausmass des erzielbaren Effektes unterschiedliche Ergebnisse, aber die Vorteilhaftigkeit des Ansatzes ist auch theoretisch gut nachvollziehbar.

Wenn Sie in den Solactive Global Gender Diversity Index investieren möchten, bietet die UBS drei Open End Tracker-Zertifikate in den Währungen CHF (SIX Symbol: GENCHU), EUR (SIX Symbol: GENEUU) und USD (SIX Symbol: GENUSU) an.

Weiter: Mehrstufiger Auswahlprozess mit hohem Anspruch

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