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Der Global Family Business Index

Die Universität St. Gallen hat zusammen mit dem Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) ein Ranking der nach Umsatz 500 grössten Familienunternehmen erstellt: den Global Family Business Index. Um in das Ranking aufgenommen zu werden, muss die Familie über mindestens 32 Prozent der Stimmrechte verfügen. Unternehmen mit einer Börsennotiz sind in dem Index knapp überlegen. Mit dem US-Einzelhändler Wal-Mart, dem deutschen Auto-Konzern Volkswagen sowie dem Beteiligungsimperium von Star-Investor Warren Buffet, Berkshire Hathaway, sind die drei Top-Titel des Rankings an der Börse handelbar.

Abbildung: Anteil börsennotierter und privater Familienunternehmen im Global Family Business Index

Quelle: Universität St. Gallen

Gewichtige Tradition

Die Mitglieder des Global Family Business Index erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 6,5 Billionen US-Dollar. Gemessen an der Wirtschaftsleistung wäre die Auswahl hinter den USA und China die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt. Die Bedeutung dieser Unternehmensspezies wird zudem durch die Anzahl der Beschäftigten unterstrichen. Nahezu 21 Millionen Menschen sind in den 500 familiengeführten Unternehmen beschäftigt, dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Australien. Aus regionaler Sicht führt Europa mit der Hälfte der Index-Unternehmen, gefolgt von Nordamerika mit 24 Prozent.

Die hohe Präsenz von grossen Familienbetrieben in den USA und Europa widerspricht der landläufigen Meinung, dass die von externen Managern geführten Unternehmen anderen Organisationsformen überlegen sind. Familienunternehmen sind nicht, wie oftmals kolportiert, angestaubte Gesellschaften. Sie kombinieren vielmehr Tradition und Innovation. So liegt das Durchschnittsalter der 500 Index-Mitglieder bei 88 Jahren. 44 Prozent der Unternehmen werden dabei bereits in der vierten Generation oder mehr geführt. Die älteste Gesellschaft ist Takenaka Corporation, die bereits im Jahr 1610 ins Leben gerufen wurde. Zahlreiche Projekte des japanischen Baukonzerns zeigen, dass sich Tradition und Moderne perfekt ergänzen. Beispielsweise baute Takenaka den Wolkenkratzers «Abeno Harukas» in der Grossstadt Osaka - mit 300 Metern ist das 2014 eröffnete Hochhaus das höchste Gebäude in Japan.

Abbildung: Die drei grössten Branchen im Global Family Business Index

Quelle: Universität St. Gallen

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