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Kritik an Regulierung 23.02.2017 15:15:56

UBS-VRP: Ende der Negativzinsen 2018 in Sicht

UBS-VRP: Ende der Negativzinsen 2018 in Sicht

Das sei zu erwarten - "nicht in diesem Jahr, aber im nächsten", auch in der Schweiz, sagte er in einem Interview mit der "Bilanz" (Ausgabe 24.02.2017). "Wenn der Druck auf den Franken nachlässt, weil die Zinsen im Ausland steigen, gibt das der Nationalbank den Spielraum, die Zinsen zu normalisieren."

Auch sieht Weber in den kommenden Jahren nachlassenden Gegenwind für die UBS. In den vergangenen fünf Jahren hätten die Grossbank die schwache Konjunktur, Negativzinsen und der starke Franken belastet. Einiges an diesem Gegenwind dürfte sich in den nächsten fünf Jahren in Rückenwind drehen. Die Normalisierung der Zinsen in den USA habe wie gesagt begonnen, und auch die EZB sollte spätestens Ende dieses Jahres beginnen, ihre Wertpapierkäufe zu reduzieren. Asien habe sich erholt.

Mit Blick auf die UBS-Aktie sagte der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank zudem, er teile die Ansicht von CEO Sergio Ermotti dass diese unterbewertet sei. Wichtiger als das absolute Kursniveau sei ihm jedoch das Verhältnis von Kurs- zu Buchwert. "Dort liegen wir bei 1,1 und werden als einzige europäische Universalbank auf dem Niveau der amerikanischen Grossbanken gehandelt."

Viele Wettbewerber, auch lokale, seien durch Rückschläge im vergangenen Jahr viel stärker getroffen worden. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht: Die Bank ist schlanker, wir haben Risiken abgebaut, und unser Geschäftsmodell hat sich bewährt." Man könne daher den Rückenwind nutzen, sobald die Konjunktur anzieht.

TENDENZ ZU MAXIMALANFORDERUNGEN BEI REGULIERUNG

Mit Blick auf Regulierung kritisierte er unterdessen eine "Tendenz zu Maximalanforderungen" nationaler Regulatoren. In den USA und Grossbritannien sehe man derzeit diesbezüglich in der Tat einen Rollback. "Sollten die internationalen Standards nicht dort enden, wo wir sie noch vor zwei Jahren erwartet haben, sollte man auch mit dem Schweizer Standard nicht deutlich über die internationalen Regeln hinausgehen", so seine Forderung.

Man stelle nun fest, dass das Umfeld nicht in die erwartete Richtung gehe, sondern sogar eine Absenkung der bereits verhandelten internationalen Standards zu sehen sei. Bei einer klugen Regulierung müsse man auf diese Änderungen reagieren. Nationale Regulatoren hätten einen gewissen diskretionären Spielraum jenseits der Minimalanforderungen, so Weber weiter. Grundsätzlich sei jedoch eine Umsetzung nahe am internationalen Standard sinnvoll, damit für alle gleiche Bedingungen gelten.

1'000 MITARBEITER IN LONDON BRAUCHEN EU-MARKTZUGANG

Als globalen Konzern machen der UBS ausserdem die zunehmenden Anti-Globalisierungs-Bewegungen Sorgen. "Das Spezielle ist, dass sich die bisher so international ausgerichteten USA an die Spitze setzen." Aber auch in Europa sei die Gefahr gross.

Die Renationalisierung führe zu einem Auseinanderdriften der globalen Regeln. "Uns betreffen weltweit jedes Jahr neu etwa 50'000 Regulierungen, rund 130 pro Tag." Das werde weiter zunehmen und sei immer mit Kosten verbunden.

Kommt es zum Brexit, gibt es in London etwa 1'000 Mitarbeiter von den 5'500 in London, für deren Geschäft ein EU-Standort nötig ist. Dieser Teil werde sich im schlimmsten Fall ohne Marktzugang in der EU neu aufstellen müssen, sagte Weber.

ys/dm

Zürich (awp)

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Bildquelle: Sergey Nivens / Shutterstock.com,Keystone

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