19.09.2017 12:27:36

Pensionskassen-Renditen liegen 2017 laut Studie über langjährigem Schnitt

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen sind gut ins neue Jahr gestartet und haben bis in den Sommer auf den Kapitalanlagen eine ansprechende Rendite erzielt. Mit 3,8% bis Ende August 2017 liegt die Rendite laut einer Studie des Beratungsunternehmens Complementa über dem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig falle die Verzinsung für Arbeitnehmer aber in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstwert, weil die Kassen weitere Reserven aufbauen und Pensionierungsverluste erleiden.

"Die Pensionskassen haben in den letzten fünf Jahren zwar höhere Renditeperspektiven erhalten, sind dabei aber auch höhere Risiken eingegangen", fasst Studienautor Jürgen Rothmund am Dienstag vor den Medien zusammen. Die Umverteilung des Risikos und der Vermögen habe sich dabei in der Asset Allocation weg von festverzinslichen Anlagen (-8,9%) hin zu Aktien (+5%) vollzogen. Dahinter folgen die alternativen Anlagen (+2,4%) und die Anlageklasse Immobilien (+1,5%), die aufgebaut wurden. Die Fremdwährungsquote sank derweil in den letzten fünf Jahren um 1,3%.

Die Studienautoren des Risiko Check-up 2017 rechnen zudem damit, dass die Verzinsung des Kapitals der aktiv Versicherten im Jahr 2017 erneut fallen wird. Waren es 2016 noch 1,8%, werden es in diesem Jahr laut Complementa noch 1,4% sein. Dies sei ein "historischer Tiefstwert", so Rothmund. Als Grund nennt er den weiteren Reserveaufbau der Pensionskassen. Zudem würden Teile der Rendite für Pensionierungsverluste verwendet, wie Rothmund weiter ausführt.

Positiv zu werten sei auch, dass der Deckungsgrad bis im August um 2,4% auf aktuell 106,8% gestiegen ist. Sollten sich die Renditeperspektiven aber deutlich verschlechtern, wie beispielsweise im Anlagejahr 2008, so falle der Deckungsgrad auf Basis der Berechnungen auf noch knapp 90%.

Die diesjährige Studie umfasst den Angaben nach 412 Pensionskassen mit einer aggregierten Bilanzsumme von rund 563 Mrd CHF.

sta/mk

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