FRANKFURT (awp international) - Die Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands hat den Euro zu Wochenbeginn spürbar belastet. Die Gemeinschaftswährung kostete am Montagmittag 1,3045 US-Dollar und damit knapp einen Cent weniger als zum Wochenausklang. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3160 (Donnerstag: 1,3094) Dollar festgesetzt.
Gegenüber dem Schweizer Franken hat sich der Euro nach der Eröffnung der Märkte etwas stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung notiert mit 1,2066 CHF leicht höher als am Morgen (1,2056 CHF). Die Experten der ZKB sehen in der Region um 1,2080 den Knackpunkt für Bewegungen bis 1,2135. Obwohl der Euro im Morgenverlauf diese Grenze antastete, entwickelte sich allerdings keine Dynamik. Die Analysten erwarten erste Unterstützung bei 1,2040. Danach folge die 1,2025-Marke als letzter Stützpunkt vor der 1,2000 Marke, heisst es in einem technischen Kommentar der Bank.
Der US-Dollar hat gegenüber dem Schweizer Franken weiter zugelegt und wird zum Berichtszeitpunkt zu 0,9250 CHF (0,9228 CHF) gehandelt. Die Analysten der ZKB sehen die erste Widerstandszone bei 0,9260 CHF. Sollte diese bezwungen werden, sei ein Anstieg bis 0,9340 möglich.
Die wirtschaftliche Zukunft Griechenlands hängt am seidenen Faden: In den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt rücken immer mehr die Forderungen der öffentlichen Geldgeber nach zusätzlichen Spar- und Reformmassnahmen in den Fokus. Am Wochenende war ein Gespräch zwischen dem parteilosen Regierungschef Lucas Papademos und den Vorsitzenden der drei Regierungsparteien vertagt worden. Die Gespräche sollen am heutigen Montag fortgesetzt werden. Sollte keine Einigung erzielt werden, drohen die öffentlichen Hilfsgelder zu versiegen. Dann wäre Athen Mitte März zahlungsunfähig.
bgf/jsl/rb/ra
| Name | Kurs | Wert | % | |
|---|---|---|---|---|
| Euro | 1.2029 | 0.0020 | 0.16 | |
| US-Dollar | 0.9557 | 0.0017 | 0.18 | |
| Japanischer Yen | 0.012 | 0.0000 | 0.17 | |
| Pfund Sterling | 1.5004 | 0.0031 | 0.21 |